Im Code von macOS Tahoe 26.7 stehen zwei Kennungen, die es bisher nirgends gab. Sie folgen exakt dem Muster der aktuellen AirPods 4 – und deuten damit auf deren Nachfolger. Mehr als die Existenz zweier Modelle verraten sie allerdings nicht.
Der Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 nennt die internen Kennungen B868M und B868E. Beide waren in keiner früheren Apple-Software zu finden. Die aktuellen AirPods 4 laufen intern unter B768M und B768E – der Sprung von 768 auf 868 entspricht dem üblichen Schema für eine Nachfolgegeneration. Dieselbe Softwareversion hatte bereits das Demo-Video zu den Kamera-AirPods enthalten, das ein anderes Produkt betrifft.
Das Wichtigste in Kürze
- macOS Tahoe 26.7 enthält die bislang unbekannten Kennungen B868M und B868E.
- Das Namensmuster entspricht den AirPods 4, die unter B768M und B768E laufen – die beiden Endbuchstaben stehen dort für die Fassung ohne und mit aktiver Geräuschunterdrückung.
- Der Code belegt die Existenz zweier Modelle, nennt aber weder Ausstattung noch Zeitpunkt.
- Zum Chip sagt der Code nichts; der aktuelle H2 stammt aus dem Jahr 2022.
- Im selben Code steht zusätzlich ein Verweis auf ein unveröffentlichtes Beats-Modell.
Was die beiden Kennungen verraten
Apple vergibt für jedes Produkt eine interne Buchstaben-Zahlen-Kombination, lange bevor ein Name feststeht. Dass gleich zwei Kennungen mit derselben Nummer und unterschiedlichen Endbuchstaben auftauchen, ist der eigentliche Hinweis: Bei den AirPods 4 markiert dieses Paar die Variante ohne und die Variante mit aktiver Geräuschunterdrückung.
Apple hatte diese Aufteilung mit den AirPods 4 im September 2024 eingeführt und damit die frühere Trennung zwischen Standard- und Pro-Modell nach unten verlängert. Die Codenamen deuten darauf hin, dass die nächste Generation dieselbe Zweiteilung behält.
Mehr steht dort nicht. Weder Preis noch Ausstattung noch ein Termin lassen sich aus einer Kennung ablesen – sie belegt nur, dass ein Produkt existiert und in der Software vorbereitet wird.
Der Chip als offene Frage
Zum Innenleben schweigt der Code. Naheliegend ist der H3: Der aktuelle H2 stammt aus dem Jahr 2022 und arbeitet inzwischen in AirPods 4, AirPods Pro 3 und AirPods Max 2. Bis eine fünfte Generation erscheint, wäre er vier bis fünf Jahre alt – ein neues Modell darauf aufzubauen, wäre schwer zu begründen.
Dass Apple an einem H3 arbeitet, berichtete der Bloomberg-Journalist Mark Gurman im Oktober 2025, kurz nach dem Verkaufsstart der AirPods Pro 3. Einen Zeitpunkt nannte er nicht. In welchem Modell der Chip zuerst auftaucht, ist damit ebenso offen wie die Frage, was er konkret ändert.
Was der Code über den Termin nicht sagt
Der Abstand zwischen den Generationen des Einstiegsmodells ist groß: Zwischen den AirPods 3 im Oktober 2021 und den AirPods 4 im September 2024 lagen knapp drei Jahre. Nach diesem Rhythmus wäre die fünfte Generation frühestens 2027 fällig.
Dass Kennungen früh in ausgelieferter Software auftauchen, ist normal und kein Terminhinweis. Der Unterschied zum Kamera-Modell ist hier deutlich: Dort liegt ein fertig vertontes Produktvideo im Code, hier stehen zwei Zeichenketten. Was im September auf der Bühne stehen dürfte, fasst die Vorschau auf das Apple-Event zusammen.
Was ein neues Einstiegsmodell für den europäischen Markt ändert
Für Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz hängt an einer neuen AirPods-Generation mehr als die Frage nach dem Klang. Die EU-Batterieverordnung verlangt ab 2027 wechselbare Akkus in Geräten – Ohrhörer sind davon ausdrücklich ausgenommen worden. Eine Neuauflage muss die Bauweise also nicht ändern.
Anders sieht es bei der Kopplung aus: Auf Verlangen der EU öffnet Apple die automatische Geräteumschaltung für Fremdhersteller, was zunächst nur in der EU gilt. Für dich heißt das, dass ein künftiges Einstiegsmodell hier in einem Umfeld startet, in dem Konkurrenzprodukte dieselben Komfortfunktionen bieten dürfen – ein Wettbewerbsdruck, den es in den USA so nicht gibt.
Zwei Zeichenketten, ein Produkt in Arbeit
Belegt ist damit, dass Apple an einer fünften Generation der regulären AirPods arbeitet und sie in zwei Varianten plant. Alles Weitere – Chip, Funktionen, Termin – steht nicht im Code. Welche Neuerungen die aktuelle Software bereits für vorhandene Modelle bringt, steht in der Übersicht zu den AirPods-Funktionen in iOS 27.
Wäre für dich ein besserer Chip Grund genug, von den AirPods 4 auf eine fünfte Generation zu wechseln – oder tut es das aktuelle Modell noch für Jahre? Erzähl uns in den Kommentaren, wie lange deine AirPods normalerweise halten.
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