Apple bereitet offenbar ein günstiges MacBook vor, das in vielerlei Hinsicht aus dem Rahmen fällt. Es soll deutlich erschwinglicher sein als alle bisherigen MacBook-Modelle, mit einem iPhone-Chip laufen und in auffälligen Farben erscheinen, die Apple zuletzt vor über zwei Jahrzehnten gewagt hat. Neue Leaks zeigen außerdem, dass die geplante Farbpalette ursprünglich schon für das MacBook Air 2022 vorgesehen war, damals jedoch nicht umgesetzt wurde. Die Vorstellung soll am 4. März 2026 stattfinden.
Die Idee eines farbenfrohen MacBooks ist älter als viele vermuten würden. Bereits im Oktober 2021 behauptete ein bekannter Informant, dass das neu gestaltete MacBook Air in ähnlich lebhaften Farben auf den Markt kommen würde wie der 24-Zoll-iMac mit M1-Chip. Apple testete die Farboptionen intern, entschied sich letztendlich aber dagegen. Das MacBook Air mit M2-Chip erschien im Juli 2022 in den gewohnten Apple-Tönen Silber, Starlight, Space Grau und Mitternachtsblau.
Jetzt tauchen diese Farbideen in einem neuen Zusammenhang wieder auf. Der chinesische Leaker „Instant Digital“ schrieb auf der Plattform Weibo, dass Apple die hellen und verspielten Farben ursprünglich für das MacBook Air mit M2-Chip entwickelt und getestet hatte. Was damals verworfen wurde, soll nun beim günstigsten MacBook landen, das Apple je Planung hatte.
Die geplanten Farben: Bunt wie seit den 90ern nicht mehr
Was bisher durchgesickert ist
Mark Gurman von Bloomberg berichtete in seinem Newsletter „Power On“, dass Apple intern bereits sechs Farben für das günstige MacBook getestet hat: Hellgelb, Hellgrün, Blau, Rosa, Klassisches Silber und Dunkelgrau. Gurman schränkte jedoch ein, dass es unwahrscheinlich sei, dass alle sechs Varianten tatsächlich veröffentlicht werden.
Einen weiteren Hinweis auf die finale Farbauswahl lieferte Apple selbst, ohne es direkt auszusprechen. Auf der Einladungsgrafik zu der Veranstaltung am 4. März 2026 sind die Farben Gelb, Grün und Blau deutlich erkennbar, was von vielen Beobachtern als gezielter Vorgeschmack auf die Produktfarben gewertet wird.
Ein Blick zurück: Das iBook G3 als Vorbild
Sollte Apple mit einer so bunten Farbpalette tatsächlich an den Start gehen, wäre das günstige MacBook der farbenfrohste Laptop des Unternehmens seit der iBook G3-Ära der späten 1990er Jahre. Apple bot das iBook damals in den Farben Tangerine, Blueberry, Indigo, Graphite und Key Lime an. Das Design war ein kulturelles Phänomen und machte Computer für eine breite Öffentlichkeit erstmals wirklich attraktiv. An genau diesen Geist scheint Apple jetzt wieder anknüpfen zu wollen.
Technik: iPhone-Chip statt M-Serie
A18 Pro als Herzstück
Das günstige MacBook wird laut Apple-Analyst Ming-Chi Kuo nicht mit einem Chip der M-Serie ausgestattet sein, sondern mit einem iPhone-Prozessor. Konkret soll der A18 Pro zum Einsatz kommen, derselbe Chip, der bereits im iPhone 16 Pro steckt. Das ist für ein MacBook eine ungewöhnliche Entscheidung, macht aber im Kontext der Kostenoptimierung Sinn. Die Fertigung und Beschaffung des A18 Pro ist für Apple deutlich günstiger als die Herstellung eines dedizierten M-Series-Chips.
Display und Gehäuse
Das Gerät soll ein Display mit knapp 13 Zoll bieten. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und wird laut Gurman mit einem neuen, schnelleren Herstellungsverfahren gefertigt, das Apple eigens entwickelt hat, um die Produktionskosten niedrig zu halten. Dieses Verfahren ist ein wesentlicher Faktor dafür, dass Apple den Verkaufspreis des Geräts so weit nach unten drücken kann, wie es geplant ist.
Der Preis: Deutlich unter 1.000 Dollar
Ming-Chi Kuo hat klar kommuniziert, dass das günstige MacBook deutlich unter der 1.000-Dollar-Marke liegen soll. Das wäre ein historischer Tiefstpreis für ein MacBook und würde das Gerät in eine Preisklasse bringen, in der Apple bisher schlicht nicht vertreten war.
Strategie: Apples Antwort auf Chromebooks
Studenten und Unternehmen als Zielgruppe
Apple richtet das neue MacBook ganz gezielt auf zwei Gruppen aus: Studenten und Unternehmensnutzer. Beide haben bisher oft auf günstigere Alternativen zurückgegriffen, weil der Einstieg ins MacBook-Ökosystem finanziell zu hoch war. Mit einem Gerät unter 1.000 Dollar will Apple genau diese Lücke schließen.
Chromebooks als direkter Konkurrent
Es wird allgemein vermutet, dass Apple mit dem günstigen MacBook gezielt gegen Chromebooks antritt. Diese Geräte von Google dominieren insbesondere in Schulen und Unternehmensumgebungen, weil sie günstig, wartungsarm und einfach zu verwalten sind. Apple will mit dem neuen MacBook in genau diesem Marktsegment Fuß fassen und Nutzer überzeugen, die bisher keinen Zugang zum Mac-Ökosystem hatten oder ihn sich nicht leisten konnten.
Das Event: 4. März 2026
Apple lädt Medienvertreter zu einer Veranstaltung ein, die als „besondere Apple Experience“ angekündigt wurde. Diese findet am 4. März 2026 um 9:00 Uhr ET (15.00 Uhr MEZ) gleichzeitig in New York, London und Shanghai statt. Es wird erwartet, dass Apple bei dieser Gelegenheit das günstige MacBook offiziell vorstellt. Die Einladungsgrafik mit den auffälligen Farben Gelb, Grün und Blau hat dabei bereits im Vorfeld für Aufsehen gesorgt und die Spekulationen rund um das neue Gerät weiter angeheizt.
Ein MacBook, das den Markt aufmischen könnte
Das günstige MacBook ist kein gewöhnliches Produkt-Update. Es ist ein strategischer Schritt, mit dem Apple versucht, eine völlig neue Käuferschicht zu erschließen. Ein Preis deutlich unter 1.000 Dollar, ein iPhone-Chip, ein neues Fertigungsverfahren und eine Farbpalette, die seit dem iBook G3 nicht mehr zu sehen war, machen dieses MacBook zu einem Gerät, das den Laptop-Markt im Einstiegssegment ordentlich durcheinanderbringen könnte.
Ob Apple alle geplanten Farben tatsächlich veröffentlicht, welche technischen Details noch folgen und wie das Gerät am Ende im direkten Vergleich mit Chromebooks abschneidet, wird sich am 4. März 2026 zeigen. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch. (Bild: Apple)
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