Apple arbeitet an einer umfassenden Überarbeitung von Siri auf Basis der Gemini-KI von Google. Doch obwohl der Deal mit Google bereits offiziell abgeschlossen wurde, verzögert sich die Einführung der neuen Funktionen offenbar deutlich. Statt wie ursprünglich geplant mit iOS 26.4 im März zu starten, könnten zentrale Features erst mit iOS 26.5 oder sogar mit iOS 27 im Herbst erscheinen. Die aktuellen Informationen stammen aus einem Bericht von Mark Gurman für Bloomberg und zeichnen ein klares Bild: Apple kämpft intern mit der Fertigstellung der neuen Siri.
Apple hat die leistungsfähigere Version von Siri erstmals im Rahmen der WWDC 2024 mit großen Erwartungen angekündigt. Ursprünglich sollte sie als Feature von iOS 18 erscheinen. Später verschob Apple den Start auf „irgendwann dieses Jahr“.
Im Januar hat Apple schließlich offiziell eine Vereinbarung mit Google geschlossen, um die Gemini-KI-Modelle als technische Basis zu nutzen. Vor dieser Entscheidung prüfte Apple eigene KI-Modelle sowie Lösungen von Anthropic. Am Ende entschied sich das Unternehmen für Google als Technologiepartner. Trotz dieser strategischen Weichenstellung scheint die Umsetzung komplexer zu sein als erwartet.
Geplanter Start mit iOS 26.4 – jetzt wohl Verschiebung
Laut Mark Gurman plante Apple ursprünglich, die neuen Siri-Funktionen in iOS 26.4 zu integrieren. Dieses Update war für März vorgesehen. Intern galt dieser Zeitpunkt offenbar als Zielmarke.
Inzwischen arbeitet Apple jedoch daran, die Funktionen auf spätere Versionen zu verteilen. Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichten laut Bloomberg, dass zumindest ein Teil der neuen Funktionen auf iOS 26.5 verschoben werden könnte. Dieses Update soll im Mai erscheinen.
Weitere Funktionen könnten sogar erst mit iOS 27 kommen, das im September veröffentlicht werden soll. Apple selbst hat zwar keinen konkreten Veröffentlichungstermin genannt und lediglich „dieses Jahr“ als Zeitrahmen kommuniziert, doch iOS 26.4 galt intern lange als realistisches Ziel. Nun rückt iOS 26.5 als wahrscheinlicher Termin in den Vordergrund.
Besonders betroffen: Zugriff auf persönliche Daten
Eine Funktion steht laut Bericht besonders im Fokus der Verzögerung: die erweiterte Fähigkeit von Siri, auf persönliche Daten zuzugreifen.
Mit dieser Technologie soll Siri in der Lage sein, Inhalte wie alte Textnachrichten gezielt zu durchsuchen. Ein Beispiel aus dem Bericht: Wird Siri gebeten, einen Podcast zu finden, den ein Freund vor längerer Zeit per Nachricht geteilt hat, soll die Assistentin diese Nachricht aufspüren und den Podcast direkt abspielen können.
Diese tiefere Integration in persönliche Daten ist technisch anspruchsvoll und sensibel. Genau diese Funktion dürfte sich nun besonders verzögern.
Sprachbasierte Steuerung von In-App-Aktionen hinkt hinterher
Neben dem Zugriff auf persönliche Daten arbeitet Apple an einer sprachbasierten Steuerung von In-App-Aktionen. Ziel ist es, komplexe Abläufe innerhalb von Apps allein per Sprachbefehl auszulösen.
Laut Bericht liegt auch diese Funktion hinter dem Zeitplan. Allerdings sollen diese Features weiterhin als Teil eines Updates für iOS 26 erscheinen. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sie noch vor iOS 27 ausgeliefert werden, auch wenn sich einzelne Komponenten verschieben.
Interne Herausforderungen bei Apple
Obwohl Apple mit Google einen klaren Deal zur Nutzung der Gemini-Modelle abgeschlossen hat, liegt die Integration vollständig in Apples Verantwortung. Das betrifft die Systemanbindung, die Nutzererfahrung und vor allem den Datenschutz.
Die Verzögerungen deuten darauf hin, dass Apple intern mit Schwierigkeiten kämpft, das Endprodukt rechtzeitig fertigzustellen. Konkrete Details zu den Ursachen nennt der Bericht nicht, doch es ist offensichtlich, dass die Entwicklung mehr Zeit benötigt als geplant.
Siri in iOS 27: Entwicklung in Richtung Chatbot
Über die ersten Gemini-gestützten Verbesserungen hinaus berichtet Gurman, dass Apple Siri mit iOS 27 stärker wie einen Chatbot positionieren will.
Das würde bedeuten, dass Siri künftig dialogorientierter arbeitet und längere, kontextbezogene Gespräche führen kann. Damit würde sich Apple stärker an modernen KI-Systemen orientieren, die weniger als klassische Sprachassistenten und mehr als interaktive Chatbots funktionieren.
Apple verlagert Siri-Neuerungen auf spätere iOS-Versionen
Apple verschiebt die Einführung der Gemini-basierten Siri-Funktionen offenbar über iOS 26.4 hinaus. Während iOS 26.5 im Mai als neues Ziel gilt, könnten einzelne Funktionen sogar erst mit iOS 27 im September erscheinen.
Besonders die erweiterte Nutzung persönlicher Daten sowie die sprachbasierte Steuerung von In-App-Aktionen stehen im Mittelpunkt der Verzögerungen. Gleichzeitig arbeitet Apple langfristig daran, Siri stärker in Richtung Chatbot zu entwickeln. (Bild: Mojahid_Mottakin / DepositPhotos.com)
- iPhone 18 Pro: Kommt echtes Internet via Satellit?
- iPhone 18 Pro: Preise bleiben wohl trotz hoher Kosten stabil
- AirPods Pro mit Kameras: Das plant Apple für 2026
- Apple M5 Leak: Pro und Max könnten derselbe Chip sein
- iOS 27: Fokus auf Fehlerbehebungen und Systemleistung
- Apple Fitness+ vor Neuausrichtung: Wie geht es weiter?
- iPad 12 & iPad Air 8 kommen bald: Das ist bisher bekannt
- iPhone 17e kurz vor Release: Das steckt im neuen Modell
- MacBook Pro mit M5 Pro und Max: Starttermin durchgesickert?
- iOS 26.4: Neue Siri-Funktionen und Infos zum Beta-Start
- iPhone 18 Pro: Hinweise auf zwei große Kamera-Änderungen
- Apple plant großes CarPlay-Update mit KI-Chatbots
- iPhone 18 Pro Max: Leaks deuten auf Akku-Upgrade hin
- iOS 27: Apple Health+ erscheint nur in abgespeckter Form
- iPhone 17e und iPad 12: Gerüchte zu Technik und Release
- iPhone Fold: Display-Qualität soll Konkurrenz abhängen
- Studio Display 2: Kommt ProMotion oder doch nur 90 Hz?
- iPhone Fold: Warum aktuelle Leaks technisch Sinn ergeben
- iPhone 18 ohne Redesign: Warum Apple auf Leistung setzt
- Apple bleibt beim N2-Prozess trotz neuerer Optionen von TSMC
- Bericht: OLED MacBook Pro soll Ende 2026 erscheinen
- iPhone Fold: Neuer Leak zeigt detaillierten Geräteaufbau
- Apple sorgt für Bewegung im globalen Smart-Glasses-Markt
- Apple plant strategische Abkehr von TSMC-Exklusivität



