Apple hält offiziell an seinem Plan fest, die neue Version von Siri noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Damit reagiert das Unternehmen auf Berichte über interne Verzögerungen, die zuletzt für Unruhe am Markt gesorgt haben. Während öffentlich weiter Zuversicht signalisiert wird, deuten Insiderinformationen darauf hin, dass zentrale Entwicklungsziele nicht wie ursprünglich vorgesehen erreicht wurden.
Auslöser der aktuellen Debatte war ein Bericht von Mark Gurman von Bloomberg. Darin heißt es, dass Apples neue Siri-Initiative mit internen Verzögerungen kämpft. Ursprünglich sollten die neuen Funktionen mit iOS 26.4 eingeführt werden. Laut Gurman ist es jedoch wahrscheinlich, dass dieses Ziel verfehlt wird. Stattdessen könnten die Features erst mit iOS 26.5 oder sogar noch später im Laufe des Jahres erscheinen.
Der Bericht hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Börse. Die Apple Aktie geriet deutlich unter Druck, da Investoren befürchteten, dass Apple im Wettbewerb um KI-Technologien weiter zurückfallen könnte.
Nun meldete sich Steve Kovach von CNBC zu Wort. Er erklärte, Apple habe ihm bestätigt, dass die Einführung der neuen Siri-Version weiterhin planmäßig in diesem Jahr erfolgen soll. Damit wiederholt Apple im Grunde das, was bereits öffentlich zugesagt wurde.
Wichtig ist jedoch: Diese Aussage widerlegt nicht den Bloomberg-Bericht über interne Verzögerungen. Apple hat sich zu den konkreten internen Entwicklungsproblemen weder positiv noch negativ geäußert.
Interne Zeitpläne und öffentliche Kommunikation
Öffentlich kommuniziert Apple seit der WWDC 2024, dass die neuen, erweiterten Siri-Funktionen im Laufe des Jahres 2026 verfügbar sein werden. Dieser Zeitrahmen wurde mehrfach bestätigt.
Gleichzeitig deuten zahlreiche Quellen darauf hin, dass Apple intern beabsichtigte, die Funktionen konkret mit iOS 26.4 auszurollen. Genau dieses Ziel scheint nun laut Bloomberg nicht mehr realistisch.
Damit ergibt sich eine klare Trennung: Öffentlich bleibt Apple im angekündigten Zeitrahmen. Intern scheint der ursprünglich anvisierte Meilenstein iOS 26.4 jedoch nicht erreicht zu werden.
Welche Funktionen die neue Siri bringen soll
Die angekündigten Neuerungen gelten als die bedeutendste Erweiterung von Siri seit Jahren. Zu den geplanten Funktionen gehören:
- Erweiterter persönlicher Kontext: Siri soll persönliche Informationen besser verstehen und in Gesprächen berücksichtigen können.
- Umfangreiche In-App-Aktionen: Die Sprachassistentin soll komplexere Aktionen direkt innerhalb von Apps ausführen können, ohne dass mehrere manuelle Schritte nötig sind.
- Bildschirmwahrnehmung: Siri soll erkennen können, was aktuell auf dem Display des iPhones angezeigt wird. Dadurch wird es möglich, Fragen zu genau diesem Inhalt zu stellen und kontextbezogene Aktionen auszuführen.
Diese Funktionen wurden erstmals während der WWDC 2024 angekündigt und gelten als zentrale Bausteine für Apples KI-Strategie.
Google Gemini als technologische Grundlage
Wenn die neuen Funktionen erscheinen, werden sie erstmals hinter den Kulissen von Google-Gemini-Modellen unterstützt. Diese Integration ist Teil einer Partnerschaft zwischen Apple und Google, die Anfang des Jahres offiziell angekündigt wurde.
Damit setzt Apple bei zentralen KI-Funktionen auf externe Technologie. Die Gemini-Modelle sollen die Leistungsfähigkeit von Siri deutlich verbessern und komplexere Anfragen ermöglichen.
Diese Zusammenarbeit zeigt, dass Apple im Bereich generativer KI stärker auf Kooperationen setzt, um schneller konkurrenzfähig zu werden.
Blick auf iOS 27: Noch ambitioniertere Pläne
Für iOS 27 plant Apple offenbar einen weiteren großen Schritt. Erwartet wird eine neue Siri-Chatbot-Erfahrung, die auf Foundation-Modellen basiert und auf den neuesten Versionen von Google Gemini läuft. Die Vision ist klar: Siri soll sich zu einer deutlich leistungsfähigeren, dialogorientierten KI-Assistentin entwickeln.
Allerdings stellt sich die Frage, ob Verzögerungen bei den aktuell geplanten Funktionen Auswirkungen auf diese ambitionierteren Pläne haben könnten. Wenn selbst die vergleichsweise grundlegenden Erweiterungen nicht im ursprünglich angestrebten Zeitfenster erscheinen, könnte sich auch die Weiterentwicklung für iOS 27 verschieben.
Reaktion der Investoren und Marktdruck
Der Bloomberg-Bericht hat das Vertrauen der Investoren spürbar erschüttert. Der Kursrückgang der Apple Aktie verdeutlicht, wie sensibel der Markt auf mögliche Verzögerungen im KI-Bereich reagiert.
In einem schnelllebigen Umfeld, in dem Unternehmen wie Google, Microsoft und andere KI-Anbieter kontinuierlich neue Funktionen präsentieren, wird Geschwindigkeit zum entscheidenden Faktor. Für Investoren ist es wichtig, dass Apple nicht nur ankündigt, sondern auch zeitnah liefert.
Die erneute Bestätigung gegenüber CNBC dient daher vor allem der Stabilisierung des Vertrauens. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen, solange interne Verzögerungen nicht klar eingeordnet werden.
Apple zwischen Versprechen und Realität bei der Siri-Entwicklung
Apple hält offiziell daran fest, die neue Siri noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Gleichzeitig gibt es Berichte über interne Verzögerungen, die insbesondere das ursprünglich angestrebte Ziel iOS 26.4 betreffen könnten.
Die geplanten Funktionen – persönlicher Kontext, erweiterte In-App-Aktionen und Bildschirmwahrnehmung – sind zentral für Apples KI-Strategie. Unterstützt werden sie erstmals von Google-Gemini-Modellen.
Ob Apple den internen Rückstand aufholen kann und wie sich mögliche Verzögerungen auf iOS 27 auswirken, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Im Wettbewerb um künstliche Intelligenz steht Apple unter erheblichem Druck, seine Versprechen einzuhalten und technologisch Schritt zu halten. (Bild: Mojahid_Mottakin / DepositPhotos.com)
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