Die Software in den Ohrhörern wird still im Hintergrund erneuert – einen Knopf zum Auslösen gibt es bis heute nicht. Wer prüfen will, ob seine AirPods aktuell sind, muss den Umweg über die Bluetooth-Einstellungen nehmen. Diese Anleitung zeigt, welche Version auf welchem Modell laufen sollte und was hilft, wenn das Update hängen bleibt.
Firmware ist die Software, die unmittelbar auf den Ohrhörern läuft und Verbindung, Klang und Bedienung steuert. Apple spielt sie automatisch ein, sobald die AirPods geladen werden und ein Apple-Gerät mit WLAN-Verbindung in Bluetooth-Reichweite liegt. Eine Mitteilung darüber gibt es nicht, ein Update-Verlauf in den Einstellungen ebenfalls nicht.
Das ist mehr als eine Randnotiz, denn an der Firmwareversion hängen konkrete Funktionen. Hörtest und Hörhilfe, die Live-Übersetzung, die Kamerafernbedienung am Stiel und verlustfreies Audio über USB-C kamen jeweils erst mit einer bestimmten Firmware – auch bei Nutzern, die das passende Systemupdate längst installiert hatten. Wer gerade auf iOS 27 aktualisiert hat, hat damit also noch nicht automatisch die neuen AirPods-Funktionen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein manueller Auslöser existiert nicht. Apple beschreibt nur Bedingungen, unter denen das Update von selbst läuft.
- Ob die installierte Version aktuell ist, verrät nur Apples Support-Dokument zu den Firmwareupdates – die Einstellungen zeigen es nicht.
- Abgelesen wird die installierte Version über Einstellungen, Bluetooth, Info-Taste und den Abschnitt „Info”.
- Die AirPods Max laufen anders: Sie werden per Kabel am rechten Hörer geladen, nicht in einem Ladecase.
- Bleibt die Version nach mehreren Anläufen stehen, hilft nur Zurücksetzen und neu koppeln.
Woran sich ein aktueller Stand erkennen lässt
Die Einstellungen zeigen nur, welche Version installiert ist – nicht, ob es eine neuere gibt. Den Abgleichwert liefert allein Apples Support-Dokument zu den AirPods-Firmwareupdates. Dort steht je Modell der jeweils aktuelle Stand, von den AirPods 1 bis zu den AirPods Max 2, und darunter die Versionshinweise.
Die Liste unterscheidet feiner, als viele erwarten: Die AirPods Pro 2 tauchen getrennt nach Ladecase mit Lightning und mit USB-C auf, die AirPods Max ebenso. Wer beim Vergleich das falsche Modell erwischt, hält eine völlig andere Versionsnummer für seinen Soll-Wert. Welche Generation vorliegt, klärt Apples Übersicht zum Identifizieren der AirPods; alternativ steht die Modellbezeichnung in derselben Info-Ansicht wie die Firmwareversion.
Ältere Generationen teilen sich dabei einen gemeinsamen Stand, während die aktuellen Modelle eigene Versionen bekommen. Verkauft werden inzwischen AirPods 5, AirPods Pro 3 und AirPods Max 2; die AirPods 4 sind aus dem Verkauf gefallen, in der Firmwareliste stehen sie weiterhin.
Firmwareversion ablesen
Auf iPhone und iPad führt der Weg über die Einstellungen-App: Dort „Bluetooth” öffnen, neben dem Namen der AirPods auf die Info-Taste tippen und im Abschnitt „Info” nach unten scrollen. Die Ohrhörer müssen dafür mit dem Gerät verbunden sein.
Auf dem Mac liegt dieselbe Angabe in den Systemeinstellungen unter „Bluetooth”, ebenfalls hinter der Info-Taste neben dem Gerätenamen. Voraussetzung ist in beiden Fällen ein aktuelles Betriebssystem.

So läuft das Update bei AirPods und AirPods Pro
Apple beschreibt keinen Startbefehl, sondern eine Umgebung, in der das Update von selbst greift. Fünf Bedingungen müssen zusammenkommen: ein aktuelles iOS, iPadOS oder macOS auf dem gekoppelten Gerät, eingeschaltetes Bluetooth, eine bestehende Verbindung zu den Ohrhörern, ein mit dem WLAN verbundenes Gerät und ein Ladecase am Strom.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, läuft es so ab:
- Die AirPods ins Ladecase legen und den Deckel schließen.
- Das Ladecase an den Strom anschließen und geschlossen lassen.
- Ohrhörer und Case in Bluetooth-Reichweite des gekoppelten Geräts liegen lassen.
- Mindestens 30 Minuten warten.
- Den Deckel öffnen, damit sich die AirPods wieder verbinden, und die Version erneut ablesen.
Die halbe Stunde ist dabei ausdrücklich ein Mindestwert. Ein festes Zeitfenster nennt Apple nicht, und eine Fortschrittsanzeige gibt es an keiner Stelle des Vorgangs.
AirPods Max: Kabel statt Ladecase
Für die Over-Ear-Modelle gilt derselbe Ablauf mit einer entscheidenden Abweichung. Das Ladekabel wird direkt am rechten Hörer angeschlossen und mit einem Netzteil oder USB-Anschluss verbunden; ein Case, das den Strom weitergibt, gibt es hier nicht. Auch danach dauert es mindestens 30 Minuten, bevor sich das Prüfen der Version lohnt.
Wenn sich nichts tut
Bleibt die Versionsnummer nach mehreren Anläufen unverändert, lohnt der Abgleich mit Apples Bedingungen. Alle fünf müssen gleichzeitig erfüllt sein: aktuelles Betriebssystem, aktiviertes Bluetooth, bestehende Verbindung zu den Ohrhörern, WLAN am gekoppelten Gerät und ein Ladecase am Strom. Fällt eine davon weg – etwa weil das iPhone im Mobilfunknetz hängt –, passiert nichts.
Hilft das nicht, bleibt der Weg über einen Neustart der Kopplung. Apple verweist dafür auf die eigenen Anleitungen zum Zurücksetzen der AirPods und zum Zurücksetzen der AirPods Max; die Schritte inklusive der Stolperfallen beim erneuten Koppeln stehen auch in unserer Anleitung zum Verbinden und Zurücksetzen. Danach wird der Ablauf einmal komplett wiederholt.
Einen Weg zurück auf eine ältere Version beschreibt Apple nicht. Wer neue Funktionen dagegen früher haben möchte, kann die öffentliche Beta-Firmware installieren – mit den üblichen Risiken eines Vorabstands.
Was ein Firmware-Update tatsächlich mitbringt
Die Versionshinweise lesen sich meist nach Routine, doch einige Sprünge haben spürbare Folgen. Mit 7B19 kamen Hörtest, Hörhilfe und Gehörschutz auf die AirPods Pro 2 – ohne diese Firmware bleibt der Hörtest am iPhone schlicht aus. 7E101 schaltete den AirPods Max mit USB-C verlustfreies Audio mit sehr niedriger Latenz frei.
Der größte Sprung der jüngeren Zeit war 8A356: Herzfrequenzmessung während des Trainings auf den AirPods Pro 3, Aufnahmen in Studioqualität, die Kamerafernbedienung über den Stiel und das Pausieren von Medien bei Inaktivität. Dieselbe Version brachte auch die Live-Übersetzung mit AirPods.
Diese Mindeststände ändern sich nicht mehr – sie bleiben der Prüfwert, wenn eine Funktion fehlt:
| Funktion | Firmware ab | Betrifft |
|---|---|---|
| Hörtest, Hörhilfe, Gehörschutz | 7B19 | AirPods Pro 2 |
| Verlustfreies Audio mit geringer Latenz | 7E101 | AirPods Max mit USB-C |
| Herzfrequenz im Training | 8A356 | AirPods Pro 3 |
| Aufnahme in Studioqualität, Kamerafernbedienung | 8A356 | AirPods 4, AirPods Pro 2 und Pro 3 |
| Live-Übersetzung | 8A356 | AirPods 4 mit ANC, AirPods Pro 2 und neuer |
Die Live-Übersetzung hängt dabei nicht allein an den Ohrhörern: Apple setzt zusätzlich ein iPhone mit Apple Intelligence ab iOS 26 voraus. Fehlt die Funktion trotz passender Kopfhörer, lohnt zuerst der Blick auf den Firmwarestand.
Warum Apple keinen Update-Knopf anbietet
Aus Sicht der Nutzer ist die Sache unbefriedigend: Ein Bauteil, das man täglich trägt, bekommt Software, die man weder anfordern noch nachvollziehen kann. Das Support-Dokument beschreibt Wartebedingungen, keinen Vorgang – und genau daran scheitern die meisten Versuche, ein Update zu erzwingen.
Praktisch heißt das für dich: Lege die Ohrhörer abends ins angeschlossene Case und lass das iPhone im selben Raum im WLAN liegen. Damit sind alle Bedingungen erfüllt, und das Update kommt über Nacht von allein. Nur wenn du auf eine bestimmte neue Funktion wartest, lohnt es sich, die Version vorher und nachher gezielt abzugleichen.
Hast du schon einmal wochenlang auf ein Firmware-Update gewartet, das einfach nicht kam – oder lief bei dir alles unbemerkt im Hintergrund? Erzähl uns in den Kommentaren, wie du es hältst.
Häufige Fragen: AirPods Firmware
Einstellungen öffnen, „Bluetooth” antippen, neben dem Namen der AirPods auf die Info-Taste tippen und im Abschnitt „Info” nach unten scrollen. Am Mac steht dieselbe Angabe in den Systemeinstellungen unter „Bluetooth”.
Die Einstellungen zeigen das nicht. Den Soll-Wert je Modell pflegt Apple im Support-Dokument zu den AirPods-Firmwareupdates – nur dort lässt sich abgleichen.
Nein. Einen Knopf dafür gibt es nicht. Apple beschreibt ausschließlich die Bedingungen, unter denen das Update von selbst läuft.
Mindestens 30 Minuten im angeschlossenen Ladecase. Ein festes Zeitfenster nennt Apple nicht, eine Fortschrittsanzeige gibt es an keiner Stelle.
Dann ist eine der fünf Bedingungen nicht erfüllt: aktuelles Betriebssystem, aktiviertes Bluetooth, bestehende Verbindung zu den Ohrhörern, WLAN am gekoppelten Gerät, Ladecase am Strom.
Dort wird das Ladekabel direkt am rechten Hörer angeschlossen, ein Ladecase gibt es nicht. Wartezeit und Vorgehen sind ansonsten identisch.
Apple beschreibt keinen Weg zurück auf eine ältere Version. Das Support-Dokument kennt nur den Weg nach vorn.





