Apple steht offenbar kurz vor der Vorstellung eines neuen, günstigeren MacBook. Seit längerer Zeit wird über ein Einstiegsmodell spekuliert, das preislich unter dem MacBook Air angesiedelt sein soll. Da ein niedrigerer Preis fast immer mit technischen Kompromissen einhergeht, werden bereits konkrete Einschränkungen diskutiert. Ein Leaker hat nun acht mögliche Begrenzungen des neuen MacBook veröffentlicht. Die Informationen stammen aus einer internen Version von Apples Kernel Debug Kit für eine macOS-Tahoe-Beta, die im vergangenen Jahr online aufgetaucht ist.
Die Hinweise kommen von demselben Informanten, der zuvor behauptet hatte, dass das nächste Studio Display eine Bildwiederholfrequenz von 90 Hz erhalten könnte und dass das kommende iPad mini mit einem A20 Pro Chip ausgestattet sein soll. Darüber hinaus wurden weitere Vorhersagen zu künftigen Apple-Produkten gemacht.
Viele dieser Behauptungen sind bislang unbestätigt (via Weibo). Erst wenn die entsprechenden Geräte erscheinen, lässt sich das Ganze verifizieren.
Die durchgesickerten Dateien gelten zwar als echt. Allerdings beruhen einige der nun veröffentlichten Einschränkungen nicht direkt auf klaren Einträgen in den Dateien, sondern auf Interpretationen des Leakers. Entsprechend sollten die Angaben mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden.
Die acht angeblichen Einschränkungen des neuen MacBook
Geringere maximale Displayhelligkeit
Das günstigere MacBook soll eine niedrigere maximale Displayhelligkeit bieten als das MacBook Air. Während das Air eine Helligkeit von bis zu 500 Nits erreicht, könnte das neue Modell unter diesem Wert bleiben. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt.
Kein True Tone
Laut Leak wird das neue MacBook offenbar auf True Tone verzichten. Diese Funktion passt die Farbtemperatur und Intensität des Displays automatisch an das Umgebungslicht an. Ohne True Tone bleibt die Farbdarstellung statisch.
Keine Speicheroptionen mit 1 TB oder 2 TB
Das neue MacBook soll ausschließlich mit 256 GB oder 512 GB Speicher angeboten werden. Für Bildungseinrichtungen könnte zusätzlich eine 128-GB-Variante vorgesehen sein.
Speicheroptionen mit 1 TB oder 2 TB, wie sie beim MacBook Air und MacBook Pro erhältlich sind, sollen nicht zur Verfügung stehen.
Langsamere SSD-Geschwindigkeiten
Im Basismodell soll der Flash-Speicher geringere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten aufweisen als bei aktuellen MacBook-Air- und MacBook-Pro-Modellen.
Als möglicher Grund wird genannt, dass Apple nur einen einzelnen NAND-Chip verbauen könnte. Das würde die Produktionskosten senken, hätte aber direkte Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der SSD.
Keine Schnellladefunktion
Das neue MacBook wird laut Informant möglicherweise nicht „schnellladefähig“ sein. Im Vergleich zu anderen aktuellen Modellen könnte das Aufladen des Akkus damit mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Keine hintergrundbeleuchtete Tastatur
Eine weitere Einschränkung betrifft die Tastatur. Sie soll möglicherweise nicht hintergrundbeleuchtet sein. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen wäre das ein Unterschied zu höherpreisigen Modellen.
Keine Unterstützung für hochohmige Kopfhörer
Mac-Modelle, die seit 2021 auf den Markt gekommen sind, unterstützen in der Regel hochohmige Kopfhörer direkt über den 3,5-mm-Klinkenanschluss.
Das günstigere MacBook soll diese Unterstützung offenbar nicht bieten. Hochwertige Kopfhörer mit hoher Impedanz könnten daher nicht ohne zusätzlichen Verstärker betrieben werden.
Kein N1-Chip für moderne Funkstandards
Besonders auffällig ist der mutmaßliche Verzicht auf Apples N1-Chip. Dieser spezielle Chip kommt in allen iPhone-17- und iPhone-Air-Modellen zum Einsatz und unterstützt Wi-Fi 7, Bluetooth 6 sowie Thread.
Apple gibt an, dass der N1-Chip auch die Gesamtleistung und Zuverlässigkeit von Funktionen wie Personal Hotspot und AirDrop verbessert. Das günstigere MacBook soll stattdessen einen MediaTek-Chip für die drahtlose Konnektivität verwenden.
Weitere technische Details zum MacBook
Neben den acht Einschränkungen werden auch weitere Spezifikationen genannt.
- Das neue MacBook soll mit dem A18 Pro Chip ausgestattet sein, der auch im iPhone 16 Pro zum Einsatz kommt. Ein Chip der M-Serie soll nicht verbaut werden.
- Auf Basis der bekannten Spezifikationen des A18 Pro ist davon auszugehen, dass das MacBook mit 8 GB Arbeitsspeicher ausgestattet sein wird.
- Das Display soll eine Größe von 12,9 Zoll haben und damit kleiner ausfallen als bei vielen aktuellen Modellen.
- Bei den Anschlüssen wird offenbar auf reguläre USB-C-Ports gesetzt. Schnellere Thunderbolt-Anschlüsse sollen nicht integriert sein.
Farben im Stil des iBook
Gerüchten zufolge wird das neue MacBook in auffälligen Farbvarianten erscheinen. Genannt werden Gelb, Grün, Blau und Pink.
Damit erinnert das Konzept an das iBook aus den frühen 2000er Jahren, das ebenfalls in markanten Farben erhältlich war. Die Ausrichtung könnte insbesondere jüngere Zielgruppen oder den Bildungsbereich ansprechen.
Geplante Vorstellung
Medien sollen das günstigere MacBook bei sogenannten „Apple Experience“-Veranstaltungen in New York, London und Shanghai ausprobieren können. Der Termin wird mit Mittwoch, dem 4. März, um 9 Uhr Eastern Time (15.00 Uhr MEZ) angegeben.
Ein Livestream zur Vorstellung ist offenbar nicht geplant. Stattdessen wird erwartet, dass Apple das neue MacBook per Pressemitteilung ankündigt.
MacBook als Einstiegsmodell mit klaren Kompromissen
Das neue MacBook soll als deutlich günstigeres Einstiegsmodell positioniert werden. Die bislang bekannten Informationen deuten auf klare Einsparungen bei Display, Speicheroptionen, Ladefunktion, Tastatur, Audio-Unterstützung und drahtloser Konnektivität hin.
Gleichzeitig sprechen der A18 Pro Chip, das kompakte 12,9-Zoll-Display und die möglichen Farbvarianten für eine eigenständige Ausrichtung innerhalb der Produktpalette.
Ob sich alle genannten Einschränkungen bestätigen, bleibt abzuwarten. Die Echtheit der durchgesickerten Dateien steht zwar außer Frage, doch die Interpretation der Details stammt von einer Quelle ohne nachgewiesene Erfolgsbilanz. Eine endgültige Einschätzung ist daher erst nach der offiziellen Vorstellung des MacBook möglich. (Bild: Shutterstock / Farknot Architect)
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