Apple erprobt offenbar ein zweites neues Display-Panel für das Jubiläums-iPhone. Nach der Sieben-Zoll-Fläche für das größte Modell kommt nun eine Diagonale von rund 6,4 Zoll ins Spiel, die für das Pro-Modell gedacht sein soll. Wächst die gesamte Reihe, wäre es die erste Größenanpassung seit 2024.
Die Gerüchte zum Jubiläumsmodell drehen sich seit Monaten um Glas, Rundungen und ein randloses Design. Welche Diagonalen dabei herauskommen, blieb dagegen unscharf – die Übersicht aller Gerüchte zum Jubiläumsmodell führt bislang vor allem Design- und Fertigungsdetails.
Ein Beitrag auf Weibo ergänzt nun die Zahlen. Laut dem chinesischen Leaker Digital Chat Station bemustert Apple derzeit zwei neue Panels: eines mit rund 6,4 Zoll und das bereits bekannte mit knapp sieben Zoll.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple soll zwei neue Display-Panels mit rund 6,4 und knapp sieben Zoll erproben.
- Die kleinere Fläche wird dem Pro-Modell des Jubiläums-iPhones zugeordnet.
- Die Bildschirmdiagonalen der gesamten Reihe sollen wachsen, das Seitenverhältnis bleibt gleich.
- Passend dazu ist erneut von einem randlosen Gehäuse mit Rundungen an allen vier Kanten die Rede.
- Der Leaker ist bei Zulieferdetails treffsicher, Bemusterung bedeutet aber noch keine Serienentscheidung.
Was der Leak an Zahlen liefert
Die 6,4 Zoll wären ein kleiner Schritt gegenüber dem, was aktuell im Regal steht. Das iPhone 17 Pro misst 6,3 Zoll, und das für September erwartete iPhone 18 Pro soll die Diagonale unverändert übernehmen.
Für das größere Modell bleibt es bei der Fläche, über die bereits im Juli berichtet wurde: rund 6,96 Zoll, die im Marketing vermutlich als sieben Zoll auftauchen würden. Damit wäre es das größte iPhone-Display aller Zeiten.
| Modell | Diagonale | Status |
|---|---|---|
| iPhone 17 Pro | 6,3 Zoll | im Handel |
| iPhone 18 Pro | 6,3 Zoll | für September erwartet, unverändert |
| iPhone 20 Pro | rund 6,4 Zoll | Panel in Bemusterung |
| iPhone 20 Pro Max | rund 6,96 Zoll | Panel in Bemusterung |
Zuletzt hat Apple die Diagonalen der Pro-Modelle 2024 angefasst: Das iPhone 16 Pro wuchs von 6,1 auf 6,3 Zoll, das Pro Max von 6,7 auf 6,9 Zoll. Seither steht die Größe still.
Größer werden, ohne größer zu wirken
Der interessantere Teil des Leaks steckt nicht in den Diagonalen, sondern in zwei Nebensätzen. Das Seitenverhältnis soll unverändert bleiben, und die Geräte sollen ein durchgehend randloses Design mit Rundungen an allen vier Kanten bekommen.
Beides zusammen ergibt ein plausibles Bild: Wenn der Rahmen praktisch verschwindet, wächst die nutzbare Fläche, ohne dass das Gehäuse im gleichen Maß zulegen muss. Der Sprung von 6,3 auf 6,4 Zoll ließe sich so unterbringen, ohne dass das Gerät in der Hand spürbar anders wirkt.
Zu diesem Bild passen frühere Berichte über einen Prototyp mit rundum gebogenem Display sowie über ein Micro-Curved-OLED von Samsung. Die Diagonale wäre demnach eine Folge des Designs, nicht dessen Zweck.
Wie belastbar die Angaben sind
Digital Chat Station meldet regelmäßig aus der Zulieferkette und liegt bei Panel- und Akkudetails häufig richtig. Der Haken liegt in der Natur der Information: Bemusterung heißt, dass Apple ein Panel testet – nicht, dass es in Serie geht.
Genau an dieser Stelle gab es bereits Zweifel. Ein Bericht warnte im Mai vor Bildverzerrungen an den Rändern eines randlosen Displays – ein ungelöstes Problem würde eher die Fläche kosten als das Design.
Hinzu kommt der Zeithorizont. Das Jubiläumsmodell wird für 2027 erwartet, und für dieses Jahr sind gleich sechs neue iPhone-Modelle im Gespräch. Bis zur finalen Entscheidung über Diagonalen und Gehäuse liegen noch mehrere Bemusterungsrunden.
Auch die Modellnamen sind offen. Ob Apple das Jubiläumsmodell als iPhone 20 führt oder eine eigene Bezeichnung wählt, ist bislang Spekulation.
Warum 0,1 Zoll mehr sind, als sie klingen
Ein Zehntelzoll klingt nach Rundungsfehler. In der Praxis entscheidet er darüber, ob Apple die Pro-Reihe nach drei Generationen bei derselben Größe überhaupt anfasst – und ob das größere Modell mit knapp sieben Zoll allein an der Spitze steht oder Teil einer durchgehend gewachsenen Reihe ist.
Für Käufer mit kleineren Händen ist das keine gute Nachricht. Seit dem Ende der Mini-Modelle gibt es unterhalb von 6,3 Zoll im aktuellen Sortiment nichts mehr; wächst die Reihe geschlossen, verschiebt sich die Untergrenze weiter nach oben. Wer heute abwägt, findet die realen Unterschiede im Vergleich von iPhone 17 und iPhone 17 Pro.
Bemerkenswert bleibt, wie früh dieser Strang läuft. Ein Gerät, das frühestens im Herbst 2027 erscheint, hat bereits zwei erprobte Panelgrößen, ein diskutiertes Fertigungsverfahren und einen dokumentierten Problembericht – zu einem Zeitpunkt, an dem das iPhone 18 Pro noch nicht einmal vorgestellt ist. (Bild: Apfelpatient)
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