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Vision Pro: Stellenabbau reicht weiter als bekannt

Milan Jovicic by Milan Jovicic
1. September 2026 - 15:13 CEST
in Apple News
1
Apple Vision Pro mit Kopfband auf einer dunklen Ablagefläche, während der Vision Pro Stellenabbau weitere Bereiche erfasst

Bild: Apfelpatient

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Der Personalabbau rund um Apples Headset hat mehr Bereiche erfasst als bislang berichtet – Gerätesicherheit, Audio-Entwicklung, Testabteilung und visionOS gehören dazu. Damit trifft er eine Software, an der auch Apples Brillen hängen.

Ende August wurde bekannt, dass Apple über 200 Stellen streicht, rund die Hälfte davon im Umfeld der Vision Pro mit Schwerpunkt auf den Teams für Spiele und Immersive Video. Ein Bericht von Bloomberg erweitert dieses Bild nun: Betroffen waren demnach auch Beschäftigte in anderen Konzernbereichen, die für das Headset arbeiteten. Die Angaben stammen von Mark Gurman, dessen Berichte zu Apples internen Umbauten sich über Jahre als belastbar erwiesen haben und der sich hier auf Personen mit Kenntnis der Vorgänge stützt; eine Stellungnahme des Unternehmens zu diesem Teil liegt nicht vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Abbau erfasste zusätzlich Gerätesicherheit, Audio-Entwicklung, Siri-Anbindung, Qualitätssicherung und visionOS.
  • Weil visionOS auch auf den kommenden Datenbrillen laufen soll, betrifft der Einschnitt Software, die beide Produktlinien nutzen.
  • Innerhalb der Vision-Gruppe wird seit Monaten für den Fortbestand der Plattform geworben – beim neuen Konzernchef.
  • Das Brillenprojekt N50 bleibt dem Bericht zufolge auf Kurs für das kommende Jahr.
  • Ein überarbeiteter Nachfolger des Headsets wird frühestens Ende 2028 erwartet.

Welche Bereiche zusätzlich betroffen sind

Der ursprünglich berichtete Schnitt betraf die Vision Products Group selbst. Nun kommen Beschäftigte hinzu, die außerhalb dieser Gruppe am Headset arbeiteten: in der Gerätesicherheit, in der Audio-Entwicklung, bei der Anbindung von Siri, in der Qualitätssicherung und an visionOS.

Das ist keine bloße Ausweitung derselben Nachricht. Die zuerst genannten Streichungen ließen sich als Rückzug aus Inhalten lesen – weniger eigene Spiele, weniger selbst produziertes Immersive Video. Die jetzt genannten Bereiche betreffen dagegen die Grundlagen des Geräts.

Warum der Schnitt auch die Brillen trifft

Der entscheidende Punkt steckt in visionOS. Das System soll auch auf den Datenbrillen laufen, die Apple unter dem Codenamen N50 entwickelt. Wer an visionOS arbeitet, arbeitet damit an der Software beider Produktlinien – ein Abbau in diesem Bereich lässt sich nicht sauber dem Headset allein zuordnen.

Am Brillenprojekt selbst hält Apple dem Bericht zufolge fest; der Start ist weiter für das kommende Jahr vorgesehen. Zu den Apple Glasses kursieren seit Monaten Angaben zu Modellen, Zeitplan und Ausstattung, die inzwischen ein recht dichtes Bild ergeben.

Ein Widerspruch zu Ternus‘ öffentlichen Worten

Innerhalb der Vision-Gruppe soll seit Monaten beim neuen Konzernchef dafür geworben werden, an der Plattform festzuhalten. Kollegen, die mit ihm über das Headset gesprochen haben, beschreiben ihn dem Bericht zufolge als von Beginn an skeptisch: zu klobig, zu teuer für einen breiten Markt. Sollte sich die Gerätegattung dauerhaft nicht durchsetzen, sei er bereit, sie ganz aufzugeben.

Diese Darstellung steht in einem auffälligen Kontrast zu dem, was Ternus im April öffentlich sagte. Damals betonte er mit Blick auf das Headset, man sei „erst am Anfang“. Wenige Wochen später wurde berichtet, dass er persönlich die Streichung sämtlicher Vision-Pro-Nachfolger aus der Roadmap freigegeben habe. Beide Stände lassen sich nur schwer zusammenbringen – belegt ist die öffentliche Aussage, alles Weitere sind Berichte über interne Haltungen.

ZeitpunktVorgang
April 2026Ternus verteidigt das Headset öffentlich
Juni 2026Berichte über die Streichung aller Headset-Nachfolger aus dem Fahrplan
Juni 2026Der Hardware-Verantwortliche der Gruppe wechselt zu OpenAI
August 2026Über 200 Stellen gestrichen, rund die Hälfte im Vision-Umfeld
September 2026Der Abbau reicht weiter als gemeldet, auch visionOS betroffen

Was Besitzern eines Headsets bleibt

Für alle, die das Headset besitzen, ist die entscheidende Frage nicht, ob ein Nachfolger kommt, sondern wie lange die Software gepflegt wird. Hier gibt der Bericht Entwarnung und Anlass zur Skepsis zugleich: visionOS verschwindet nicht, weil die Brillen darauf aufbauen – aber die Mannschaft, die es weiterentwickelt, ist kleiner geworden. Ein System, das zwei Produktlinien tragen soll, wird künftig eher in Richtung der Brillen weiterentwickelt als in Richtung des Headsets.

Wir rechnen deshalb damit, dass kommende visionOS-Versionen weniger headsetspezifische Funktionen bringen und der Schwerpunkt auf Grundlagen liegt, die beide Geräte brauchen. Der belegte Ausgangspunkt dafür ist Apples eigene Zusage vom August, Vision Pro und visionOS blieben bestehen – zugesagt ist damit der Fortbestand, nicht das Tempo.

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Tags: Apple Vision ProApple VR/ARvisionOS
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Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

Comments 1

  1. Milan Jovicic sagt:
    11 Minuten ago

    Würdest du dir heute noch ein Headset kaufen, dessen Nachfolger frühestens 2028 kommt – oder wartest du gleich auf die Brillen?

    Reply

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