Ab morgen läuft der Leagues Cup, das jährliche Kräftemessen zwischen Major League Soccer und Liga MX. Alle 62 Partien streamt Apple TV in über 100 Ländern – erstmals ohne Zusatzabo. Mit dabei: ein deutscher Weltmeister.
Der Leagues Cup geht in seine vierte Auflage, und für Zuschauer im deutschsprachigen Raum hat sich seit dem Vorjahr das Wichtigste geändert: Das Turnier steckt jetzt im regulären Apple-TV-Abo statt hinter einem separaten Pass. Apple hat den Start im Newsroom für den 4. August bestätigt und dabei auch das Rahmenprogramm skizziert. Wie sich der Monat bei Apple TV insgesamt entwickelt, zeigt der Blick auf die weiteren Starts im August.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle 62 Partien des Leagues Cup laufen live bei Apple TV, in mehr als 100 Ländern und Regionen.
- Der separate MLS Season Pass ist seit dieser Saison abgeschafft – die Spiele sind im normalen Abo für 9,99 Euro enthalten.
- 18 Klubs aus der MLS treffen auf 18 Klubs der Liga MX, erstmals mit vier Partien der ersten Phase in Mexiko.
- Thomas Müller steht mit den Vancouver Whitecaps im Teilnehmerfeld, Robert Lewandowski spielt für Chicago Fire.
- Kommentar gibt es auf Englisch, Spanisch und Französisch – eine deutsche Tonspur ist nicht vorgesehen.
Ein Turnier zwischen zwei Ligen
Der von der Concacaf sanktionierte Wettbewerb bringt 18 Klubs aus der Major League Soccer und 18 aus der mexikanischen Liga MX zusammen. Das Format garantiert bis einschließlich Viertelfinale Duelle über die Ligagrenze hinweg. Neu ist in dieser Saison, dass vier Begegnungen der ersten Phase in Mexiko ausgetragen werden.
Für die drei bestplatzierten Teams geht es um mehr als den Titel: Sieger, Zweiter und Dritter qualifizieren sich für den Concacaf Champions Cup 2027. Der Turniersieger rückt dabei direkt ins Achtelfinale vor und nimmt damit den Weg in Richtung FIFA-Klub-Weltmeisterschaft auf.
Titelverteidiger sind die Seattle Sounders, die im vergangenen Jahr mit einem 3:0 gegen Inter Miami CF ihren ersten Leagues-Cup-Triumph feierten. Ihr erstes Spiel bestreiten sie gegen Toluca FC, den amtierenden Gewinner des Concacaf Champions Cup.

Ein deutscher Weltmeister im Teilnehmerfeld
Den stärksten Anlass zum Einschalten liefert aus deutscher Sicht Vancouver. Thomas Müller spielt seit August 2025 für die Whitecaps, wurde für 2026 als Designated Player verpflichtet und stand im Juli erstmals im Kader des MLS All-Star Game. Der Klub trägt zwei Partien der ersten Phase zu Hause aus und tritt danach in Monterrey bei Tigres UANL an.
Apple selbst hat die Verbindung längst hergestellt: Zum Saisonstart im Februar kam Müller in der deutschsprachigen Mitteilung des Konzerns zu Wort und verwies darauf, dass Fans weltweit seine erste komplette MLS-Saison über den Dienst verfolgen können. Für Apple ist der deutsche Weltmeister damit erkennbar ein Argument, den Fußball über den nordamerikanischen Markt hinaus zu vermarkten.
Auch sonst ist die Bundesliga-Vergangenheit im Turnier präsent. Robert Lewandowski läuft für Chicago Fire auf, Müllers früherer Sturmpartner beim FC Bayern. Antoine Griezmann steht bei Orlando City SC unter Vertrag, Casemiro bei Inter Miami CF – für alle drei ist es das Leagues-Cup-Debüt.
Kosten und Anstoßzeiten aus deutscher Sicht
Die größte Veränderung gegenüber dem Vorjahr betrifft den Preis. Bis Ende 2025 war für MLS-Spiele der separate Season Pass nötig, seit dieser Saison sind sie im regulären Apple-TV-Abo enthalten. Wer den Dienst ohnehin abonniert hat, zahlt für das Turnier nichts extra. Apple hält dabei ausdrücklich fest, dass es keine regionalen Sperren oder Einschränkungen gibt – ein bei Sportrechten seltener Zustand, der sich aus der exklusiven weltweiten Vereinbarung mit der Liga ergibt.
| Zugang | Preis pro Monat |
|---|---|
| Apple TV in Deutschland und Österreich | 9,99 Euro |
| Apple TV in den USA | 12,99 US-Dollar |
| MLS Season Pass (bis Saisonende 2025) | 14,99 Euro, 99 Euro pro Saison |
Der zweite Punkt betrifft die Uhrzeit. Die Partie der Seattle Sounders gegen Toluca FC beginnt am 5. August um 19 Uhr pazifischer Zeit – das entspricht 4 Uhr morgens am 6. August in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Partien an der Westküste ist das der Regelfall, Begegnungen in Mexiko und an der Ostküste starten entsprechend früher.
Beim Ton bleibt es bei drei Sprachen, wo verfügbar: Englisch, Spanisch und Französisch. Eine deutsche Kommentarspur bietet Apple nicht an. Dazu kommen Vor- und Nachberichte auf Englisch und Spanisch sowie Inhalte auf Abruf.

Warum Apple beim Sport das Bezahlmodell umbaut
Der Wegfall des Season Pass ist die eigentliche Nachricht hinter dem Turnierstart. Apple hat drei Jahre lang versucht, Fußball als eigenständiges Zusatzabo zu verkaufen, und diesen Weg wieder verlassen. Sport wird damit zum Argument für das Hauptabo statt zur separaten Einnahmequelle – dieselbe Logik, mit der der Konzern zuletzt auch inhaltlich stärker in die Breite gegangen ist.
Für dich als Zuschauer hierzulande ist die Rechnung damit einfacher geworden: Ein Abo für 9,99 Euro deckt Serien, Filme und jetzt auch das komplette Turnier ab, während US-Abonnenten für dasselbe Paket umgerechnet spürbar mehr zahlen. Der Haken bleibt die Zeitzone. Wer die Spiele live sehen will, braucht entweder einen sehr frühen Wecker oder die Bereitschaft, den Ergebnissen bis zum Abend aus dem Weg zu gehen. (Bild: Apple)
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