Apples Aktion für Studierende läuft seit heute auch im deutschsprachigen Raum. Wer ein qualifiziertes MacBook oder iPad zum Bildungspreis kauft, bekommt eine Geschenkkarte obendrauf – die Höhe hängt vom Gerät ab. Zwei Dinge fallen auf: Das Zubehör aus dem Vorjahr fehlt, und ausgerechnet Apples günstigstes Notebook ist ausgeschlossen.
Die Aktion startete bereits Mitte Juli in Asien und Nordamerika, Europa folgt jetzt mit deutlichem Abstand. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 16 weitere Länder dabei, von Belgien bis Ungarn. Im vergangenen Jahr lief die Aktion hierzulande schon Anfang Juli an – der Start liegt diesmal also gut fünf Wochen später.
Wer profitiert, ist unverändert eng gefasst: Es geht um Hochschulen, nicht um Schulen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Aktion läuft vom 13. August bis zum 22. Oktober 2026
- Es gibt eine Apple Geschenkkarte über 80 bis 120 Euro, in der Schweiz 80 bis 120 Franken
- Qualifiziert sind nur MacBook Air, MacBook Pro, iPad Air und iPad Pro
- Anders als im Vorjahr legt Apple kein Zubehör mehr bei, sondern ausschließlich Guthaben
- Die Geschenkkarte kommt zusätzlich zum regulären Bildungsrabatt, der ganzjährig gilt
Welche Geräte teilnehmen und was sie kosten
Die Höhe der Geschenkkarte richtet sich nach dem Gerät. Nur beim MacBook Pro gibt es den vollen Betrag, alle anderen qualifizierten Modelle liegen darunter.
| Gerät | Geschenkkarte | Bildungspreis DE/AT | Bildungspreis CH |
|---|---|---|---|
| MacBook Pro | 120 € | ab 2.089 € | ab 1.799 CHF |
| MacBook Air | 80 € | ab 1.289 € | ab 1.149 CHF |
| iPad Pro | 80 € | ab 1.189 € | ab 1.049 CHF |
| iPad Air | 80 € | ab 749 € | ab 679 CHF |
Die Schweizer Beträge stehen bei 80 bis 120 Franken, wie Apples Schweizer Bildungsstore ausweist. Umgerechnet wird dabei nichts – Apple setzt für jeden Markt eigene Beträge an.
Nicht qualifiziert sind das reguläre iPad, das iPad mini, der Mac mini, der iMac, das Mac Studio und die Studio Displays. Für diese Geräte gilt weiterhin der normale Bildungsrabatt, nur eben ohne Guthaben.
Warum das MacBook Neo außen vor bleibt
Der auffälligste Ausschluss betrifft Apples günstigstes Notebook. Das MacBook Neo steht in Apples österreichischem Bildungsstore ab 699 Euro in der Liste – aber unter „Bildungsrabatte“, nicht unter den Geräten mit dem Vermerk „Qualifiziert für Angebot“.
Das ist bemerkenswert, weil Apple genau dieses Modell als Einstiegsgerät positioniert und es sich besser verkauft als MacBook Air und MacBook Pro. Ein Gerät, das ohnehin läuft, braucht keine Kaufanreize; die Aktion zielt erkennbar auf die teureren Modelle.
Für Studierende mit knappem Budget verschiebt sich die Rechnung dadurch. Wer zwischen Neo und Air schwankt, sollte die 80 Euro Guthaben in den Vergleich einbeziehen – die Unterschiede zwischen beiden Modellen bleiben davon unberührt. Da beim MacBook Neo ohnehin kein Guthaben anfällt, bleibt bei diesem Modell nur der Preisvergleich mit dem Handel.
Guthaben statt Zubehör
Im vergangenen Jahr legte Apple noch Hardware bei, etwa AirPods oder einen Apple Pencil. Diesmal gibt es ausschließlich eine Geschenkkarte, die sich frei einsetzen lässt – für Zubehör, für Software oder für ein Abo.
Eine Ausnahme gibt es in Europa nur in der Türkei: Dort können Käufer zwischen einem Viererpack AirTags ohne Aufpreis und verschiedenen kostenpflichtigen Zusatzoptionen wählen.
Ob der Wechsel ein Vorteil ist, hängt vom Bedarf ab. Ein beigelegtes Paar AirPods hat einen höheren Listenpreis als 120 Euro, nützt aber nichts, wenn schon welche vorhanden sind.
Wer teilnehmen darf
Berechtigt sind eingeschriebene und neu zugelassene Studierende an Hochschulen, deren Eltern beim Kauf für sie, sowie Lehrkräfte und Mitarbeiter an Hochschulen. Schüler allgemeinbildender Schulen fallen nicht darunter.
Online läuft die Prüfung über UNiDAYS. Wer sich dort mit dem Apple Account anmeldet, bleibt anschließend ein Jahr lang verifiziert und muss den Nachweis nicht bei jedem Kauf wiederholen.
Pro qualifiziertem Gerät und Käufer gibt es höchstens eine Geschenkkarte. Der Betrag wird laut Apples Bedingungen als Rabatt in Höhe des Kartenwerts verrechnet, im Warenkorb erscheinen aber zunächst beide Positionen.
Was die Geschenkkarte praktisch wert ist
Der Zeitpunkt fällt in ein Jahr, in dem Apple die Preise bereits angehoben hat: Macs, iPads und die Vision Pro wurden im Juni teurer. Gegenüber dem Preisniveau vom Frühjahr gleicht die Geschenkkarte damit einen Teil dessen aus, was seitdem hinzugekommen ist.
Ein echter Vorteil gegenüber anderen Märkten bleibt trotzdem: In den USA endet die Aktion bereits am 24. September, in Europa erst am 22. Oktober. Wer den Kauf bis zum Semesterstart schieben will, hat hier vier Wochen mehr Zeit.
Für dich heißt das: Steht ein Gerät ohnehin an, kommen Bildungsrabatt und Guthaben zusammen, was den Kauf über den Bildungsstore attraktiv macht. Bevor du bestellst, lohnt trotzdem ein Blick in den freien Handel – beim MacBook Air und beim iPad Air liegt der Straßenpreis zeitweise unter dem, was Bildungspreis und Geschenkkarte zusammen ergeben, weil die Karte nur bei Apple einlösbar ist.
Bis zum 22. Oktober entscheidet der Bedarf, nicht die Frist
Zehn Wochen sind reichlich Zeit, und die Geräteauswahl ändert sich in dieser Zeit voraussichtlich nicht. Der Druck entsteht eher durch die Formulierung in Apples Bedingungen, wonach das Angebot nur solange der Vorrat reicht gilt.
Was hältst du von der Umstellung auf reines Guthaben – ist dir eine frei verwendbare Geschenkkarte lieber als beigelegte AirPods, oder war das Zubehör aus dem Vorjahr das bessere Geschäft? Schreib uns in die Kommentare, wie deine Rechnung aussieht. (Bild: Apple)
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