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Mehr als 2,5 Milliarden aktive Geräte und über 1,5 Milliarden bezahlte Abos: Apples Dienstegeschäft erreicht einen Rekord. Das Tempo nimmt aber seit dem Hoch im März ab, und auch der Ausblick zeigt nach unten. Zwei Neuerungen aus der Telefonkonferenz kommen im deutschsprachigen Raum gar nicht an.
In der Telefonkonferenz zu den Zahlen des vierten Quartals hat Apple die Services mit einem Allzeitrekord von 31,57 Milliarden Dollar abgeschlossen. CEO John Ternus und Finanzchef Kevan Parekh verwiesen dabei beide auf die aktive Gerätebasis von mehr als 2,5 Milliarden, wie das Transkript der Konferenz zeigt.
Die Marke selbst nannte Apple bereits im Januar, eine genauere Zahl gab es diesmal nicht. Aufschlussreicher ist, was parallel beim Wachstum passiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Die aktive Gerätebasis liegt bei über 2,5 Milliarden und erreicht in allen großen Produktkategorien und Regionen einen Höchststand.
- Die Zahl der bezahlten Abos liegt bei über 1,5 Milliarden und ist laut Apple zweistellig gewachsen.
- Das Services-Wachstum sinkt von 16,3 Prozent im März-Quartal auf 9,8 Prozent im September-Quartal.
- Für das Dezember-Quartal erwartet Apple nur noch 8 bis 9 Prozent.
- iCloud+ mit Apple TV und die Werbung in Apple Karten betreffen den deutschsprachigen Raum nicht.
Vom Hoch im März geht es abwärts
Im Jahresvergleich steigt der Umsatz weiter, das Wachstum nicht. Seit dem März-Quartal geht es zurück, und Apples eigener Ausblick setzt diese Linie fort.
| Quartal | Services-Umsatz | Vorjahr | Wachstum |
|---|---|---|---|
| Dezember 2025 | 30,01 Mrd. $ | 26,34 Mrd. $ | +13,9 % |
| März 2026 | 30,98 Mrd. $ | 26,65 Mrd. $ | +16,3 % |
| Juni 2026 | 30,74 Mrd. $ | 27,42 Mrd. $ | +12,1 % |
| September 2026 | 31,57 Mrd. $ | 28,75 Mrd. $ | +9,8 % |
| Dezember 2026 (Ausblick) | – | 30,01 Mrd. $ | +8 bis +9 % |
Rechnerisch ergibt der Ausblick rund 32,4 bis 32,7 Milliarden Dollar. Als Gründe nennt Parekh Belastungen gegenüber dem Vorquartal, vor allem durch Lizenzen Dritter und Wechselkurse. Schon im September-Quartal drückten Wechselkurse das Wachstum gegenüber dem Juni-Quartal um mehr als 1,5 Prozentpunkte. Für den Schritt von 16 auf 12 Prozent hatte Parekh im Juli ebenfalls vor allem Wechselkurse genannt, dazu den starken Vorjahresvergleich durch den Film F1.
Wo Apple Rekorde meldet
Parekh nennt Allzeitrekorde bei Video, Cloud-Diensten, Zahlungsdiensten und Werbung, dazu einen Rekord für ein September-Quartal bei Musik. Der App Store fehlt in dieser Aufzählung, im Juni-Quartal hatte Apple ihn noch ausdrücklich erwähnt.
Die Bruttomarge der Services lag bei 76 Prozent und damit 0,4 Punkte über dem Vorquartal. Zum Vergleich: Bei den Produkten waren es 37,2 Prozent, inklusive rund einem Punkt aus Zoll-Rückerstattungen. Die Zahl der bezahlten Abos wuchs laut Parekh zweistellig. Sie zählt Abos, nicht Personen, und umfasst auch Abos bei Drittanbieter-Apps.
Zwei Neuerungen enden an der Grenze
Parekh hebt zwei Erweiterungen besonders hervor. iCloud+ enthält in mehr als 100 Ländern und Regionen nun Apple TV und Apple Arcade, doch Deutschland, Österreich und die Schweiz sind nicht dabei.
Auch die Werbung in Apple Karten läuft laut Parekh in den USA und Kanada. Wer hierzulande Apple Karten nutzt, sieht davon also vorerst nichts.
Die Basis ist das Versprechen, nicht das Tempo
Ich halte die 2,5 Milliarden Geräte weiterhin für Apples stärkstes Argument, weil jedes aktive Gerät ein möglicher Kunde für Dienste bleibt. Die Zahl sagt aber wenig, solange sie nur als „mehr als“ erscheint und seit Januar unverändert genannt wird. Aussagekräftiger ist die Tabelle, auch wenn ein Teil der Bremse laut Apple aus Wechselkursen und einem starken Vorjahr stammt.
Hierzulande kommt dazu, dass das stärkste neue Bündel fehlt. Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Apple TV und iCloud+ möchte, zahlt weiter beides einzeln oder nimmt Apple One.
Würdest du dein Dienste-Abo ändern, wenn iCloud+ auch hierzulande Apple TV und Apple Arcade enthielte? Schreib uns in den Kommentaren, welche Abos du dann kündigen würdest.





