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Apples Forschungsetat ist in einem einzigen Geschäftsjahr um fast ein Drittel gewachsen, mehr als in den drei Jahren davor zusammen. Im vierten Quartal blieb er praktisch auf dem Niveau des Vorquartals. Ein Plateau muss das aber nicht sein, wie ein Blick auf das Vorjahr zeigt.
Aus den Zahlen zum vierten Geschäftsquartal geht hervor, dass Apple im Geschäftsjahr 2026 insgesamt 45,77 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben hat. Im Jahr davor waren es 34,55 Milliarden Dollar, die Werte stehen in den konsolidierten Finanzübersichten.
Damit bestätigt sich die Richtung, die sich schon im Juni-Quartal abzeichnete. Weitere Zahlen zum Jahr stehen auf der Themenseite zu Apples Quartalszahlen.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple gibt im Geschäftsjahr 2026 rund 45,77 Milliarden Dollar für Forschung aus, 32,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Das September-Quartal liegt mit 11,73 Milliarden Dollar nur 1 Million über dem Juni-Quartal.
- Dasselbe Bild gab es schon vor einem Jahr, danach folgte der große Sprung.
- Der Anteil am Umsatz steigt von 8,3 auf 9,6 Prozent.
- Für Sachanlagen gab Apple deutlich weniger aus als im Vorjahr.
Plus von 11,2 Milliarden Dollar in einem Jahr
Der Zuwachs von rund 11,2 Milliarden Dollar liegt über dem, was in den drei Jahren zuvor zusammen dazukam. Von 2022 bis 2025 stieg der Etat um 8,3 Milliarden Dollar.
| Geschäftsjahr | Forschung und Entwicklung | Veränderung |
|---|---|---|
| 2022 | 26,25 Mrd. $ | – |
| 2023 | 29,92 Mrd. $ | +14,0 % |
| 2024 | 31,37 Mrd. $ | +4,9 % |
| 2025 | 34,55 Mrd. $ | +10,1 % |
| 2026 | 45,77 Mrd. $ | +32,5 % |
Der Etat wächst damit mehr als doppelt so schnell wie der Umsatz, der um 15,1 Prozent zulegte. Vertrieb und Verwaltung kamen nur auf 7,9 Prozent. Vom Umsatz flossen 9,6 Prozent in die Forschung, im Vorjahr waren es 8,3 Prozent.
Das September-Quartal bleibt fast auf dem Vorquartal
Mit 11,73 Milliarden Dollar ist das September-Quartal der höchste Wert des Jahres, allerdings nur um 1 Million Dollar. Das Juni-Quartal lag laut Apples Quartalsbericht bei 11,729 Milliarden Dollar.
| Quartal | Geschäftsjahr 2026 | Geschäftsjahr 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Dezember | 10,89 Mrd. $ | 8,27 Mrd. $ | +31,7 % |
| März | 11,42 Mrd. $ | 8,55 Mrd. $ | +33,6 % |
| Juni | 11,73 Mrd. $ | 8,87 Mrd. $ | +32,3 % |
| September | 11,73 Mrd. $ | 8,87 Mrd. $ | +32,3 % |
Die Tabelle zeigt, warum das Stehenbleiben wenig aussagt. Schon im Geschäftsjahr 2025 lagen Juni- und September-Quartal mit jeweils 8,866 Milliarden Dollar exakt gleichauf. Im Dezember-Quartal darauf sprang der Etat dann auf 10,89 Milliarden Dollar, ein Plus von fast 23 Prozent innerhalb eines Quartals.
Forschung wächst, Sachinvestitionen sinken
Für Grundstücke, Gebäude und Ausrüstung gab Apple im Geschäftsjahr 9,04 Milliarden Dollar aus, nach 12,72 Milliarden im Vorjahr. Das ist ein Rückgang um 28,9 Prozent, während die Forschung um fast ein Drittel zulegte. Der Forschungsetat ist inzwischen rund fünfmal so groß wie diese Investitionen.
Tim Cook hatte im Sommer gesagt, Apple investiere erkennbar mehr und die Forschung wachse schneller als das Unternehmen insgesamt. Finanzchef Kevan Parekh ergänzte damals, die Ausgaben für künstliche Intelligenz kämen zu den üblichen Investitionen in die Produkte hinzu. Ein Teil des Etats landet auch in Deutschland: München ist nach Apples Angaben der größte Entwicklungsstandort des Konzerns in Europa, die Teams dort arbeiten unter anderem am Chip-Design.
Warum das Plateau eher eine Pause ist
Ich rechne nicht damit, dass der Forschungsetat auf diesem Niveau stehen bleibt. Das Muster aus dem Vorjahr spricht dagegen, ich erwarte eher, dass die Ausgaben im Dezember-Quartal erneut zulegen.
Forschung ist Apples größter Posten bei den Betriebsausgaben, und parallel steigen die Kosten für Speicher. Käufer im deutschsprachigen Raum haben in diesem Jahr bereits zwei Preisrunden erlebt, im Juni bei Macs und iPads und im September beim iPhone.
Spürst du von den höheren Ausgaben schon etwas in deinem Alltag, oder sind Apple Intelligence und Co. für dich bisher kaum ein Kaufgrund? Erzähl uns in den Kommentaren, welche neue Funktion dir den Aufwand wirklich wert ist.





