Apple geht mit zunehmendem Kostendruck in das Jahr 2026. Steigende Preise für Speicher, Chips und moderne Wafer belasten die Hardwarekosten spürbar. Obwohl Apple bisher keine konkreten Maßnahmen ergriffen hat, ist klar, dass sich die Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Das Unternehmen versucht weiterhin, die Verkaufspreise stabiler zu halten als viele Wettbewerber. Genau dieser Ansatz sorgt intern für zusätzlichen Druck, denn die steigenden Komponentenpreise lassen sich langfristig nicht vollständig ausgleichen.
Die Einschätzungen stammen aus einer Investorenmitteilung von Morgan Stanley. Sie basieren nicht auf offiziellen Prognosen von Apple, sondern auf aktuellen Gesprächen und Prüfungen innerhalb der asiatischen Lieferkette. Vor allem Untersuchungen in Taiwan zeigen eine zunehmende Angebotsverknappung und steigende Inputkosten für Smartphones, PCs und Server. Diese Entwicklungen betreffen Apple direkt und wirken sich auf nahezu alle wichtigen Produktlinien aus.
Steigende Speicherpreise bis Anfang 2026
Laut Morgan Stanley haben die Preise für Speicherchips, insbesondere DRAM und NAND, bereits Ende 2025 deutlich angezogen. Diese Entwicklung hat viele Hardwarehersteller gezwungen, die Preise für Endprodukte zu erhöhen. Der Preisdruck wird sich voraussichtlich bis Anfang 2026 weiter verstärken.
Für Apple bedeutet das ein schwieriges Umfeld. Auch wenn die Verkaufspreise offiziell stabil bleiben, ist das Unternehmen nicht immun gegen steigende Kosten. Analysten erwarten, dass die Margen unter Druck geraten. Die Größe von Apple und die starke Marktposition sorgen zwar dafür, dass die Auswirkungen geringer ausfallen als bei kleineren Wettbewerbern, doch vollständig abfedern lassen sich die Kostensteigerungen nicht.
Ein zusätzlicher Effekt könnte eine Vorverlagerung der Nachfrage sein. Erwartete Preiserhöhungen führen oft dazu, dass Käufe früher erfolgen, was kurzfristig Absatzspitzen erzeugt, langfristig aber keine strukturelle Lösung darstellt.
Warum Speicherpreise besonders relevant sind
Steigende Kosten für Speicher treffen Apple-Nutzer vor allem über die Preisgestaltung von Speicherstufen und Upgrades. Besonders Macs sind davon betroffen. Arbeitsspeicher und Massenspeicher werden beim Kauf festgelegt und lassen sich später nicht aufrüsten. Höhere Einkaufspreise für Speicher zeigen sich daher häufig in teureren Konfigurationsoptionen oder weniger attraktiven Basisausstattungen.
Auch bei iPhones wirken sich steigende Speicherpreise direkt auf die Kosten der verschiedenen Speicherstufen aus. Selbst wenn die Einstiegspreise gleich bleiben, können höhere Speicheroptionen deutlich teurer werden.
Apples Sonderrolle bei DRAM und NAND
Apple unterscheidet sich bei der Speicherbeschaffung von vielen anderen OEMs. Das Unternehmen hat bis Anfang 2026 größere NAND-Bestände zu vergleichsweise günstigen Lieferantenpreisen aufgebaut. Diese Verträge laufen jedoch aus und müssen neu verhandelt werden, sobald die vereinbarten Mengen erfüllt sind.
Bei DRAM ist die Situation noch offener. Apple befindet sich laut Bericht weiterhin in Verhandlungen über die Preise für die Hardwaregeneration 2026. Die Lieferanten haben dabei eine starke Verhandlungsposition, da sich die Preise zunehmend dem allgemeinen Marktniveau annähern. Eine deutliche sequenzielle Preiserhöhung gilt als möglich.
Sollten diese Verhandlungen ungünstig verlaufen, würden sich die höheren Kosten direkt auf iPhones sowie auf die Speicher- und Speicherkonfigurationen von Macs auswirken. Apple kann einen Teil des Kostendrucks intern auffangen, etwa durch operative Effizienz. Wenn die Verkaufspreise unverändert bleiben, wird das Angebot an Konfigurationsoptionen jedoch zwangsläufig eingeschränkt.
Steigende Wafer-Kosten und Apples Vorteil bei TSMC
Auch auf der Foundry-Seite steigen die Kosten weiter. Hochmoderne Wafer werden teurer, was sich besonders bei neuen Fertigungsknoten bemerkbar macht. Morgan Stanley geht davon aus, dass Apple hier geringere Preissteigerungen hinnehmen muss als andere Kunden. Der Hauptgrund dafür ist die strategische Bedeutung von Apple für TSMC.
Gleichzeitig fallen die Kostensteigerungen bei Knoten der nächsten Generation stärker aus als bei aktuellen Prozessen. Apple kann einen Teil dieser Mehrkosten durch effizientere Chipgrößen kompensieren. Dennoch bleiben kundenspezifische Siliziumchips ein zentraler Kostenfaktor und betreffen nahezu alle wichtigen Produktlinien, vom iPhone bis zum Mac.
Welche Optionen Apple bleiben
Morgan Stanley beschreibt die Lage für OEMs insgesamt klar. Steigende Komponentenkosten führen zwangsläufig zu Preiserhöhungen, niedrigeren Spezifikationen oder sinkenden Margen. Apple verfügt im Vergleich zur Konkurrenz über höhere Margen und damit über mehr Handlungsspielraum.
Dieser Spielraum zeigt sich vor allem bei Upgrade-Preisen, Basiskonfigurationen und der Struktur der Produktpalette. Für Mac-Käufe bedeutet das konkret, dass Speicher- und Speicherplatz-Upgrades an der Kasse teurer werden könnten, selbst wenn die Einstiegspreise stabil bleiben.
Die entscheidende Frage ist, wie lange Apple diese Strategie 2026 aufrechterhalten kann. Irgendwann wirken sich steigende Konfigurationspreise oder weniger großzügige Basisausstattungen spürbar auf die Attraktivität der Produkte und auf die Margen aus.
Apple unter wachsendem Kostendruck im Jahr 2026
Apple steht 2026 vor einer angespannten Kostenlage. Steigende Preise für Speicher, Chips und Wafer erhöhen den Druck auf Margen und Produktkonfigurationen. Auch ohne direkte Preiserhöhungen sind Anpassungen kaum zu vermeiden, vor allem bei Speicheroptionen und Upgrades. Die starke Marktposition und enge Beziehungen zu Lieferanten verschaffen Apple Vorteile, doch auch diese haben Grenzen. Der Umgang mit steigenden Komponentenpreisen wird entscheidend dafür sein, wie stabil Apples Hardwarepreise und Margen in den kommenden Jahren bleiben. (Bild: Shutterstock / Ya.kubovskiy)
- iPhone Fold rückt näher: CES liefert starke Hinweise
- Apple macht Macs und iPads im 5-GHz-WLAN deutlich schneller
- Apple Vision Pro macht NBA-Spiele erstmals immersiv
- Apple TV gewinnt sieben Preise bei Critics Choice Awards
- iPhone-Exporte aus Indien erreichen die Marke von 50 Mrd.
- Belkin zeigt zur CES 2026 starke Qi2.2 Lade-Lösungen
- Apple Vision Pro ist kein Flop sondern falsch bewertet
- Clicks Power Keyboard: Neue MagSafe-Tastatur im Detail
- Punkt. MC03: Ein Smartphone, das Daten konsequent schützt
- Clicks Communicator: Kommunikation statt Smartphone-Stress
- Apple setzt auf neue Fitness+ Programme und Challenges
- Apple aktualisiert Vintage-Liste für Macs, iPhones und mehr
- Apple Fitness+ kündigt große Pläne für 2026 offiziell an
- Apple sammelt 3 Millionen Dollar für den Kampf gegen AIDS
- iPhone 17 Pro: Berichte über statische Geräusche beim Laden
- Apple besser vorbereitet: Notebook-Markt 2026 unter Druck
- Mehr Roomba-Modelle unterstützen Matter für HomeKit
- Pluribus Staffel 1: Das Finale war ganz anders geplant
- Apple erhält Aufschub bei US-Zöllen auf China-Halbleiter
- Cyberangriff auf Apple-Zulieferer: Hintergründe und Folgen
- Tesla arbeitet an nativen Autoschlüsseln für Smartphones
- Apple und das Milliardenurteil zum App Store in UK
- macOS Gatekeeper durch zweistufige Malware-Kette umgangen
- Apple Intelligence muss Chinas KI-Zensurtest bestehen
- Ted Lasso Staffel 4: Produzenten nennen möglichen Starttermin




