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Tandem-OLED, ProMotion und Bedienung per Finger: Bisher war das die Ausstattung des iPad Pro, jetzt bringt sie auch das MacBook Pro mit. Trotzdem liegen zwischen beiden Geräten Welten – beim Preis, bei den Anschlüssen und beim Betriebssystem.
Mit dem MacBook Pro mit PROLED XDR Display gibt es seit dem 28. Oktober 2026 den ersten Mac mit Touchscreen. Damit stellt sich eine Frage, die es vorher so nicht gab: ein iPad Pro mit Magic Keyboard – oder ein Mac, den man antippen kann. Das iPad Pro läuft seit Oktober 2025 mit M5 als Nachfolger des Modells mit M4.
Die technischen Werte stammen aus Apples deutschen Datenblättern zum iPad Pro und zum MacBook Pro mit PROLED XDR Display, die Preise aus den Apple Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Verglichen wird vor allem das 13-Zoll-iPad-Pro mit dem 14-Zoll-MacBook-Pro, weil beide in Bildschirmgröße und Einsatzzweck am nächsten beieinanderliegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Beide nutzen Tandem-OLED mit 10 bis 120 Hz und lassen sich per Finger bedienen
- Das MacBook Pro hat mehr Kontrast, mehr Helligkeit und zusätzlich Adobe RGB, nur das iPad Pro unterstützt den Apple Pencil
- Der M5 Pro im MacBook Pro hat mehr Kerne, doppelt so viel Speicherbandbreite und mindestens 24 GB Arbeitsspeicher
- Drei Thunderbolt-5-Anschlüsse, HDMI und SDXC stehen beim iPad Pro einem einzigen Anschluss gegenüber
- In Deutschland kostet das iPad Pro mit 13 Zoll, 1 TB und Magic Keyboard 2.778 Euro, das MacBook Pro mit 14 Zoll startet bei 3.299 Euro
Die Unterschiede auf einen Blick
| iPad Pro 13 Zoll (M5) | MacBook Pro 14 Zoll mit PROLED XDR (M5 Pro) | |
|---|---|---|
| Display | 13 Zoll Tandem-OLED, 2752 × 2064 Pixel | 14,2 Zoll Tandem-OLED, 3024 × 1986 Pixel |
| Kontrast | 2.000.000:1 | 10.000.000:1 |
| Spitzenhelligkeit | 1600 Nits (HDR) | 2000 Nits (HDR und SDR im Freien) |
| Farbraum | P3 | P3 und Adobe RGB |
| Bildwiederholrate | 10 bis 120 Hz | 10 bis 120 Hz |
| Eingabe | Multi-Touch, Apple Pencil Pro | Multi-Touch, Tastatur, Trackpad |
| CPU / GPU | 9 oder 10 Kerne / 10 Kerne | 15 Kerne / 16 Kerne |
| Arbeitsspeicher | 12 GB (256/512 GB), 16 GB (1/2 TB) | 24 GB |
| Speicherbandbreite | 153 GB/s | 307 GB/s |
| Anschlüsse | 1 × Thunderbolt / USB 4 | 3 × Thunderbolt 5, HDMI, SDXC, MagSafe 3, Kopfhörer |
| Externe Displays | 1 | bis zu 3 |
| Mobilfunk | optional (5G) | nein |
| Gewicht | 579 g (ohne Tastatur) | 1,38 kg |
| Batterie | 38,99 Wh | 72,6 Wh |
| Preis ab (Deutschland) | 1.649 € | 3.299 € |
Display: gleiche Technik, andere Liga
Beide Geräte setzen auf Tandem-OLED mit zwei übereinanderliegenden Leuchtschichten, beide regeln die Bildwiederholrate zwischen 10 und 120 Hz und erreichen 1 Nit als minimale Helligkeit. Die Pixeldichte ist fast gleich: 264 ppi beim iPad Pro, 254 ppi beim MacBook Pro.
Bei den Spitzenwerten zieht das MacBook Pro davon. Den Kontrast gibt Apple mit 10.000.000:1 an, beim iPad Pro mit 2.000.000:1. Die Spitzenhelligkeit liegt bei 2000 statt 1600 Nits, und das MacBook Pro erreicht sie auch mit SDR-Inhalten im Freien, während das iPad Pro bei SDR bei 1000 Nits endet. Dazu kommt Adobe RGB als zweiter Farbraum samt Referenzmodi für Fotografie und Druck.
Nanotexturglas gibt es bei beiden, beim iPad Pro allerdings nur in den Modellen mit 1 oder 2 TB.
Touch, Stift und Dynamic Island
Am iPad Pro ist Touch die Grundlage, am MacBook Pro eine Ergänzung. macOS übersetzt Berührungen in vielen bestehenden Apps automatisch in Klicks, Tastatur und Trackpad bleiben aber das eigentliche Bedienkonzept. Für eigene Touch-Bedienung hat Apple die Gesten-Schnittstellen von macOS erweitert, Apps wie Adobe Lightroom und DaVinci Resolve sollen bis Jahresende folgen.
Den größten Unterschied macht der Stift. Das iPad Pro unterstützt den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil (USB‑C) samt Schwebefunktion, in Apples technischen Daten zum MacBook Pro taucht kein Stift auf. Wer zeichnet, Notizen per Hand schreibt oder Dokumente markiert, bleibt damit beim iPad.

Das MacBook Pro hat dafür eine Dynamic Island anstelle der Notch, in der Live-Aktivitäten, Anrufe und Musiksteuerung landen. Beim iPad Pro sitzt die Frontkamera für das Querformat an der langen Seite.
Leistung und Arbeitsspeicher
Im iPad Pro steckt der M5 mit 9 Kernen bei 256 und 512 GB Speicher, mit 10 Kernen bei 1 und 2 TB, jeweils mit 10-Core-GPU. Das MacBook Pro startet mit dem M5 Pro mit 15-Core-CPU und 16-Core-GPU und lässt sich bis zum M5 Max mit 18-Core-CPU und 40-Core-GPU ausbauen.
Noch deutlicher fällt der Abstand beim Arbeitsspeicher aus. Das iPad Pro hat 12 oder 16 GB, mehr gibt es nicht. Das MacBook Pro beginnt bei 24 GB und reicht bis 128 GB. Die Speicherbandbreite liegt mit 307 GB/s beim M5 Pro doppelt so hoch wie beim M5 im iPad Pro mit 153 GB/s.
Anschlüsse, Mobilfunk und Kameras
Das iPad Pro hat einen einzigen Thunderbolt-/USB-4-Anschluss mit bis zu 40 Gbit/s und steuert ein externes Display an. Das MacBook Pro bringt drei Thunderbolt-5-Anschlüsse mit bis zu 120 Gbit/s, HDMI, einen SDXC-Kartenleser, MagSafe 3 und eine Kopfhörerbuchse mit und betreibt mit M5 Pro bis zu drei, mit M5 Max bis zu vier externe Displays.

Dafür gibt es das iPad Pro als Wi-Fi + Cellular-Modell mit Apples C1X-Modem und 5G, beim 11-Zoll-Modell in Deutschland für 250 Euro Aufpreis. Ein MacBook Pro mit Mobilfunk bietet Apple nicht an. Bei WLAN 7 und Bluetooth 6 sind beide gleichauf.
Auch bei den Kameras hat das iPad Pro mehr zu bieten: eine 12-MP-Rückkamera mit LiDAR-Scanner und eine 12-MP-Frontkamera im Querformat. Das MacBook Pro hat eine 12-MP-Center-Stage-Kamera mit Schreibtischansicht.
Gewicht und Akku
Das 13-Zoll-iPad-Pro wiegt 579 Gramm, das 11-Zoll-Modell 444 Gramm. Das Magic Keyboard kommt bei beiden noch dazu. Das MacBook Pro wiegt mit 14 Zoll 1,38 Kilogramm, mit 16 Zoll 1,82 Kilogramm.
Die Batterie fasst beim 13-Zoll-iPad-Pro 38,99 Wattstunden, beim 14-Zoll-MacBook-Pro 72,6 Wattstunden. Apple gibt für das iPad Pro bis zu 10 Stunden Surfen im WLAN oder Videowiedergabe an, für das MacBook Pro mit M5 Pro bis zu 14 Stunden drahtloses Surfen und bis zu 22 Stunden Videostreaming.
Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz
In Deutschland und Österreich kosten iPad Pro, Magic Keyboard und MacBook Pro jeweils gleich viel:
| Modell | Deutschland / Österreich | Schweiz |
|---|---|---|
| iPad Pro 11 Zoll (256 GB) | ab 1.299 € | ab CHF 1149 |
| iPad Pro 13 Zoll (256 GB) | ab 1.649 € | ab CHF 1449 |
| Magic Keyboard für iPad Pro 11 Zoll | 349 € | CHF 299 |
| Magic Keyboard für iPad Pro 13 Zoll | 399 € | CHF 349 |
| MacBook Pro 14 Zoll mit PROLED XDR (M5 Pro, 1 TB) | ab 3.299 € | ab CHF 2799 |
| MacBook Pro 16 Zoll mit PROLED XDR (M5 Pro, 1 TB) | ab 3.899 € | ab CHF 3299 |
Ein fairer Vergleich braucht beim iPad Pro die Tastatur und denselben Speicher. Das 13-Zoll-Modell mit 1 TB kostet in Deutschland 2.379 Euro, mit Magic Keyboard sind es 2.778 Euro – 521 Euro weniger als das MacBook Pro mit 14 Zoll. Dafür bleibt es bei 16 statt 24 GB Arbeitsspeicher und bei einem Anschluss statt drei Thunderbolt-5-Ports plus HDMI und Kartenleser. Mit 256 GB und Tastatur liegt das 13-Zoll-iPad-Pro bei 2.048 Euro.
Stift und Mobilfunk gegen Anschlüsse und Arbeitsspeicher
Ich sehe im Touchscreen des MacBook Pro keinen Grund, das iPad Pro abzulösen. Das MacBook Pro bleibt ein Notebook, bei dem Touch Tastatur und Trackpad ergänzt – das iPad Pro ist ein Tablet, das sich mit Tastatur zum Notebook erweitern lässt. Wer zeichnet, mit dem Stift arbeitet, unterwegs Mobilfunk braucht oder ein leichtes Gerät für Sofa und Zug sucht, ist mit dem iPad Pro besser bedient – zumal das Multitasking unter iPadOS mit Fenstern und Stage Manager längst über zwei Apps nebeneinander hinausgeht.
Das MacBook Pro lohnt sich, wenn die Arbeit am Mac hängt: mehrere Monitore, Kartenleser und schnelle Speicher am Schreibtisch, große Projekte, die mehr als 16 GB Arbeitsspeicher brauchen, oder Bildbearbeitung in Adobe RGB. Brauchst du für deine Arbeit ohnehin macOS, ist Touch ein angenehmer Zusatz – aber kein Grund, vom iPad zu wechseln oder umgekehrt. Welches iPad oder welcher Mac insgesamt passt, beantworten die iPad-Kaufberatung und die Mac-Kaufberatung. Gegenüber der weiter angebotenen Mini-LED-Fassung mit denselben Chips kostet das OLED-Modell 400 bis 500 Euro Aufpreis.
Ist für dich der Apple Pencil das Argument, das kein MacBook ersetzt – oder würdest du für Touch am Mac das iPad Pro mit Tastatur aufgeben? Erzähl uns in den Kommentaren, ob bei dir der Stift oder der Mac den Ausschlag gibt.
Häufige Fragen: iPad Pro vs. MacBook Pro
Nur teilweise. Am MacBook Pro ergänzt Touch die Tastatur und das Trackpad, ersetzt sie aber nicht. Den Apple Pencil unterstützt nur das iPad Pro, und Mobilfunk gibt es ebenfalls nur beim iPad.
Nein. In den technischen Daten des MacBook Pro nennt Apple keinen Stift. Der Apple Pencil Pro und der Apple Pencil (USB‑C) funktionieren nur mit dem iPad Pro.
Beide nutzen Tandem-OLED mit 10 bis 120 Hz. Das MacBook Pro bietet mit 10.000.000:1 fünfmal so viel Kontrast, 2000 statt 1600 Nits Spitzenhelligkeit und zusätzlich Adobe RGB.
Das iPad Pro hat 12 GB, mit 1 oder 2 TB Speicher sind es 16 GB. Das MacBook Pro mit PROLED XDR startet bei 24 GB und lässt sich bis 128 GB ausbauen.
Am iPad Pro einen, mit bis zu 6K bei 60 Hz. Das MacBook Pro betreibt mit M5 Pro bis zu drei und mit M5 Max bis zu vier externe Displays.
In Deutschland kostet das 13-Zoll-iPad-Pro mit 256 GB und Magic Keyboard 2.048 Euro, mit 1 TB sind es 2.778 Euro. Das MacBook Pro mit 14 Zoll und PROLED XDR startet bei 3.299 Euro.
Nein. 5G-Mobilfunk bietet Apple nur beim iPad Pro an, beim 11-Zoll-Modell für 250 Euro Aufpreis.




