Beim MacBook Pro deutet sich ein größerer Technologiesprung an. Apple arbeitet seit einiger Zeit an einem Wechsel von Mini-LED zu OLED, und neue Informationen zeigen, dass dieses Projekt nun deutlich konkreter wird. Der Start einer speziellen Produktionslinie für OLED-Laptop-Displays gilt als klares Signal dafür, dass sich die Entwicklung nicht mehr in einer frühen Konzeptphase befindet, sondern auf eine spätere Markteinführung zusteuert.
Das Display ist eines der wichtigsten Merkmale des MacBook Pro. Es beeinflusst Bildqualität, Energieverbrauch, Gerätehöhe und letztlich auch das gesamte Design. Während OLED bei Smartphones und Tablets längst etabliert ist, war der Einsatz in Laptops lange Zeit technisch aufwendig und teuer. Genau diese Hürden scheinen nun überwunden zu werden, was den Weg für ein OLED MacBook Pro ebnet.
Samsung Display startet neue OLED-Produktion
Die Panels für das kommende MacBook Pro sollen von Samsung Display gefertigt werden. Das Unternehmen hat stark in eine neue OLED-Produktionslinie der 8,6. Generation investiert. Diese befindet sich im Werk in Asan in Südkorea und ist speziell für größere Displays wie Laptop-Bildschirme ausgelegt.
Eine 8,6G-Fabrik arbeitet mit deutlich größeren Glassubstraten als OLED-Linien für Smartphones. Dadurch lassen sich mehrere Panels in Laptop-Größe aus einer einzigen Glasplatte schneiden. Das verbessert die Ausbeute und senkt die Produktionskosten. Genau dieser Punkt ist entscheidend, wenn OLED künftig Mini-LED im MacBook Pro ersetzen soll, ohne die Preise weiter nach oben zu treiben.
Technische Details der OLED-Panels
Die neue Produktionslinie ist auf starre OLED-Panels mit Oxid-TFT-Backplanes ausgelegt. Zusätzlich kommt eine moderne Tandem-OLED-Struktur zum Einsatz. Diese Bauweise ist besonders für Laptops geeignet und bietet gegenüber klassischen Single-Stack-OLED-Panels mehrere Vorteile.
Dazu gehören eine höhere Helligkeit, eine verbesserte Energieeffizienz und eine längere Lebensdauer der Displays. Gerade bei einem leistungsstarken Notebook wie dem MacBook Pro sind diese Eigenschaften wichtig, da hohe Display-Helligkeit und lange Akkulaufzeit gleichzeitig erwartet werden.
Produktionsbeginn als Hinweis auf Serienreife
Laut dem bekannten Account yeux1122 im Naver-Blog hat Samsung bereits mit der Produktion von Panels aus dieser neuen Linie begonnen. Das deutet darauf hin, dass Apple und andere mögliche Kunden die erforderlichen Qualifizierungs- und Zuverlässigkeitstests abgeschlossen haben. In der Regel startet eine solche Fertigung erst dann, wenn die Technik stabil genug für den späteren Serieneinsatz ist.
Touchscreen und dünneres Design
Nach Einschätzung des Analysten Ming-Chi Kuo wird Apples erstes OLED MacBook Pro auch über ein Touchscreen-Display verfügen. Diese Aussage wurde später von Mark Gurman bestätigt, der für Bloomberg berichtet.
Zusätzlich ist von dünneren und leichteren Display-Rändern die Rede. Apple soll sich darauf konzentrieren, ein möglichst schlankes Gerät zu entwickeln, ohne dabei Abstriche bei der Akkulaufzeit oder bei wichtigen neuen Funktionen zu machen. OLED spielt hierbei eine zentrale Rolle, da diese Technologie einen kompakteren Display-Aufbau erlaubt als Mini-LED.
Neue Kamera-Aussparung im Display
Für die neu gestalteten 14-Zoll- und 16-Zoll-Modelle des MacBook Pro wird außerdem eine Lochkamera am oberen Rand des Displays erwartet. Diese könnte in einer pillenförmigen Aussparung untergebracht sein, ähnlich wie beim Dynamic-Island-Design des iPhone. Damit würde Apple sich von der bisherigen Notch-Lösung verabschieden, an die MacBook-Pro-Nutzer bislang gewöhnt sind.
Zeitplan und kommende Chips
Laut Mark Gurman sollen die OLED-Modelle des MacBook Pro mit neuen M6-Chips ausgestattet sein. Die Markteinführung wird derzeit für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Zuvor plant Apple jedoch noch ein weiteres Update der aktuellen Generation.
In Kürze werden neue 14-Zoll- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro- und M5 Max-Chips erwartet. Zwei größere Aktualisierungen innerhalb eines Jahres wären zwar ungewöhnlich, dafür gibt es aber einen Präzedenzfall. Apple hat die MacBook-Pro-Reihe im Jahr 2023 ebenfalls zweimal aktualisiert, zuerst mit M2 Pro und M2 Max im Januar und später mit M3, M3 Pro und M3 Max im Oktober.
OLED verändert Design und Bedienung des MacBook Pro
Das OLED MacBook Pro rückt spürbar näher. Der Start der Panel-Produktion, die eingesetzte Tandem-OLED-Technologie und die geplanten Designänderungen zeigen, dass Apple einen umfassenden Generationswechsel vorbereitet. OLED soll dabei nicht nur die Bildqualität verbessern, sondern auch dünnere Geräte, neue Bedienkonzepte wie Touchscreens und eine modernisierte Formensprache ermöglichen. Alles deutet darauf hin, dass das MacBook Pro in den kommenden Jahren einen der größten Umbrüche seit der Einführung von Apple Silicon erleben wird. (Bild: Shutterstock / Dontree_M)
- iPhone Fold: Neue Details zu Technik, KI & Marktstrategie
- Apple und TSMC: KI-Boom stellt die Chip-Allianz auf die Probe
- iPhone 17e: Dynamic Island kommt, Display bleibt bei 60 Hz
- iOS 26.4 könnte Apple Notizen deutlich aufwerten
- iPhone Fold: Flüssigmetall-Scharnier und Titan-Gehäuse
- iPhone 18 Pro: Leak deutet große Änderungen beim Display an
- Apple könnte am 28. Januar ein High-End MacBook Pro vorstellen
- Apple trifft der KI-Boom: Wichtige Chipteile fehlen weltweit
- Apple optimiert Gemini selbst ohne Google-Branding bei Siri
- Apple Glasses: So wird aus der Nische endlich Massenmarkt
- Apple und KI: Partnerschaft mit Google als Übergangslösung
- Apple bereitet neue KI-Serverchips und Rechenzentren vor
- Apple, KI und TSMC: Warum sich das Machtgefüge ändert
- iPhone 2027: Warum das Jubiläumsmodell weniger radikal wird
- iPhone Fold ebnet Weg für dünneres Display im iPhone Air 2
- iPhone mit 200 Megapixeln? Leaker bremst Erwartungen
- Apple prüft Multispektralbildgebung für iPhone-Kameras
- iPhone 18: Bruch mit dem jährlichen Release bei Apple
- iPhone 17e: Massenproduktion soll schon in Kürze anlaufen
- Apple bleibt ruhig bei KI und könnte am Ende gewinnen
- iPhone Fold: So soll Apples erstes Foldable laut Leaks aussehen
- iPhone 18: So teuer wird Apples neuer A20-Chip
- iPhone Air 2: Neue Hinweise widersprechen bisherigen Gerüchten
- iPhone 18 erhält erstmals Kamerasensoren aus US-Fertigung
- iPhone Fold: Apple testet weiter faltenfreies Display



