Das iPhone Fold rückt näher und neue Aussagen aus Analystenkreisen liefern ein immer vollständigeres Bild. In einer aktuellen Investorenmitteilung hat der bekannte Apple-Analyst Jeff Pu erneut konkrete technische Details zum ersten faltbaren iPhone genannt. Gleichzeitig ordnet er das Gerät in Apples Gesamtstrategie für das Jahr 2026 ein, das für den Smartphone-Markt insgesamt schwierig werden dürfte.
Der globale Smartphone-Markt steht laut mehreren Prognosen vor einem Rückgang. Steigende Kosten für Speicher und eine schwache Nachfrage, vor allem im Android-Mittelklassebereich, belasten die Verkaufszahlen. Apple soll sich diesem Trend jedoch weitgehend entziehen. Das iPhone Fold spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie die neue iPhone-18-Reihe, die laut Jeff Pu sowohl technisch als auch strategisch auf Wachstum ausgelegt ist.
Rückläufiger Markt, steigender Apple-Anteil
Jeff Pu erwartet, dass die weltweiten Smartphone-Verkäufe im Jahr 2026 um etwa 4 Prozent sinken werden. Als Hauptursache nennt er die Auswirkungen höherer Speicherkosten in einem insgesamt schwachen Endmarkt. Besonders betroffen seien Android-Geräte der unteren und mittleren Preisklasse.
Apple soll sich davon jedoch abkoppeln. Für 2026 prognostiziert Pu rund 250 Millionen verkaufte iPhones. Das entspräche einem Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil von Apple würde damit auf 21 Prozent steigen, nachdem er 2024 bei 19 Prozent und 2025 bei 20 Prozent lag.
Ein weiterer Wachstumstreiber ist laut Pu die weiterhin starke Nachfrage nach der iPhone-17-Reihe. Apple hat deshalb seine Produktionsprognose für das erste Quartal 2026 von ursprünglich 56 Millionen auf 59 Millionen Geräte erhöht.
Das iPhone Fold als Teil der iPhone-18-Reihe
Im Herbst 2026 plant Apple laut aktuellem Stand die Vorstellung von drei neuen iPhones. Dazu gehören das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und erstmals ein faltbares Modell, das iPhone Fold. Das reguläre iPhone 18 soll erst im Frühjahr 2027 folgen, gemeinsam mit dem iPhone 18e und dem iPhone Air 2. Die technischen Daten, die Jeff Pu nennt, basieren auf Informationen von GF Securities und gelten für alle drei Herbst-Modelle, mit einigen wichtigen Unterschieden beim iPhone Fold.
Display, Design und Gehäuse
Das iPhone Fold soll über ein internes Display mit 7,8 Zoll verfügen. Zusätzlich ist ein externes Display mit 5,3 Zoll geplant, das im zusammengeklappten Zustand genutzt wird. Damit positioniert sich das Gerät klar zwischen Smartphone und Tablet.
Beim Gehäuse setzt Apple laut Pu auf eine Kombination aus Titan und Aluminium. Die beiden Pro-Modelle der iPhone-18-Reihe sollen hingegen ausschließlich Aluminium verwenden. Das Material des iPhone Fold deutet auf eine höhere Robustheit und eine klare Premium-Ausrichtung hin.
Prozessor, Speicher und Funktechnik
Alle drei Modelle der iPhone-18-Reihe sollen mit dem neuen A20 Pro ausgestattet sein. Der Chip basiert auf dem N2-Fertigungsprozess und nutzt ein WMCM-Gehäuse. Diese Bauweise ermöglicht eine engere Integration von Recheneinheiten und Speicher.
Der Arbeitsspeicher beträgt bei allen Modellen 12 GB LPDDR5. Auch beim Mobilfunk setzt Apple einheitlich auf das eigene Apple-C2-Baseband.
Kameraausstattung im Detail
Bei der Frontkamera setzt Apple auf einen 18-Megapixel-Sensor mit einer 6P-Linse. Beim iPhone Fold soll diese Kamera sowohl im zusammengeklappten als auch im aufgeklappten Zustand zur Verfügung stehen, jeweils mit 18 Megapixeln.
Auf der Rückseite ist beim iPhone Fold ein Dual-Kamera-System geplant. Es besteht aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera mit 7P-Linse sowie einer zweiten 48-Megapixel-Kamera mit 6P-Linse. Die Pro-Modelle erhalten zusätzlich ein Periskop-Teleobjektiv, das beim iPhone Fold laut der Tabelle nicht vorgesehen ist.
Touch ID statt Face ID
Ein zentrales Merkmal des iPhone Fold ist der Verzicht auf Face ID. Während iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max weiterhin auf strukturiertes Licht und eine kleinere Dynamic Island setzen, soll das faltbare Modell ausschließlich Touch ID nutzen. Damit bestätigt Jeff Pu frühere Berichte und unterstreicht, dass Apple beim iPhone Fold andere Prioritäten setzt als bei klassischen iPhones.
Fokus auf KI und lokale Verarbeitung
Jeff Pu verknüpft die iPhone-18-Reihe ausdrücklich mit Apples KI-Roadmap. Der Wechsel auf N2-Silizium, das WMCM-Packaging und der Ausbau auf 12 GB RAM sollen vor allem KI-Workloads direkt auf dem Gerät ermöglichen.
Ziel ist eine deutlich leistungsfähigere Version von Siri, die laut Pu im Jahr 2026 eingeführt werden soll. Diese neue Siri soll stärker lokal arbeiten, schneller reagieren und komplexere Aufgaben ohne ständige Cloud-Anbindung bewältigen können. Das iPhone Fold soll dabei von seiner großen Displayfläche und der hohen Rechenleistung profitieren.
Strategiewechsel bei Apple: Das iPhone Fold im Fokus
Das iPhone Fold ist mehr als nur ein weiteres neues Modell. Es ist Teil einer klaren Strategie, mit der Apple einem schrumpfenden Markt aktiv begegnen will. Faltbares Design, Touch ID, leistungsstarke Hardware und ein starker Fokus auf KI-Verarbeitung auf dem Gerät zeichnen ein iPhone, das sich bewusst von bisherigen Generationen absetzt. Wenn sich die Prognosen von Jeff Pu bestätigen, wird das iPhone Fold ein zentraler Baustein für Apples Wachstum im Jahr 2026. (Photo by seveniwe / Bigstockphoto)
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