WhatsApp bereitet eine neue Funktion vor, die den Einstieg in bestehende Gruppen-Chats erleichtern soll. In einer aktuellen Beta-Version können Gruppenmitglieder entscheiden, ob sie einen Teil des bisherigen Chat-Verlaufs mit neu hinzugefügten Personen teilen. Die Funktion wird derzeit von ausgewählten Testern ausprobiert und dürfte in absehbarer Zeit offiziell veröffentlicht werden.
Der fehlende Zugriff auf frühere Nachrichten ist seit Jahren ein häufiger Kritikpunkt bei WhatsApp-Gruppen. Neue Mitglieder kommen oft mitten in laufende Diskussionen und haben keinen Überblick über wichtige Absprachen, Termine oder geteilte Informationen. Andere Messaging-Plattformen bieten diese Möglichkeit bereits. WhatsApp schließt nun auf und testet eine Lösung, die flexibel, transparent und sicher umgesetzt werden soll.
WhatsApp rollt neue Funktion für Beta-Tester aus
Wie WABetaInfo berichtet, hat Meta eine neue WhatsApp-Beta über TestFlight veröffentlicht. Darin ist erstmals eine Funktion enthalten, mit der sich der letzte Chat-Verlauf gezielt mit neuen Gruppenmitgliedern teilen lässt. Aktuell ist sie nur für einen begrenzten Kreis von Beta-Testern verfügbar.
Geteilt werden können bis zu 100 der letzten Nachrichten aus einem Gruppenchat. Voraussetzung ist, dass diese Nachrichten innerhalb der letzten 14 Tage gesendet wurden. Ältere Inhalte bleiben weiterhin ausgeschlossen.
So funktioniert das Teilen des Chat-Verlaufs
Der Ablauf ist an das Hinzufügen neuer Gruppenmitglieder gekoppelt. Wird ein neues Mitglied über den Info-Bildschirm des Gruppenchats hinzugefügt, kann am unteren Rand des Bildschirms eine zusätzliche Option erscheinen. Diese erlaubt es, den letzten Chat-Verlauf ganz oder teilweise freizugeben.
WhatsApp zwingt dabei nicht zur maximalen Auswahl. Es können auch weniger als 100 Nachrichten ausgewählt werden, falls nur bestimmte Inhalte relevant sind. Dadurch bleibt die Kontrolle über den Umfang der geteilten Informationen vollständig erhalten.
Optische Kennzeichnung für bessere Übersicht
Nachrichten, die über diese Funktion weitergegeben werden, sind für neue Gruppenmitglieder klar gekennzeichnet. Sie erscheinen in einer anderen Farbe als reguläre Chat-Nachrichten. Dadurch ist sofort erkennbar, welche Inhalte nachträglich geteilt wurden und nicht live im Chat entstanden sind.
Diese visuelle Hervorhebung soll helfen, den Überblick zu behalten und Missverständnisse zu vermeiden, besonders in aktiven oder thematisch komplexen Gruppen.
Transparenz für alle Gruppenmitglieder
Da das Teilen von Chat-Verläufen sensibel sein kann, legt WhatsApp großen Wert auf Transparenz. Sobald Nachrichten mit einem neuen Mitglied geteilt werden, erscheint im Gruppenchat automatisch eine Hinweisnachricht. Diese zeigt an, wer den Chat-Verlauf freigegeben hat.
So wissen alle Beteiligten, dass Inhalte weitergegeben wurden, und durch wen. Ein stilles oder unbemerktes Teilen von Nachrichten ist damit nicht möglich.
Sicherheit und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben erhalten
Auch bei dieser neuen Funktion bleibt WhatsApp seinem Sicherheitskonzept treu. Der Freigabeprozess nutzt die Nachrichten und den Verschlüsselungscode direkt auf dem Gerät der Person, die das neue Mitglied hinzufügt. Die geteilten Nachrichten sind erneut durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt und werden sicher an das neue Gruppenmitglied übertragen.
Damit stellt WhatsApp sicher, dass auch nachträglich freigegebene Inhalte denselben Schutz genießen wie reguläre Chats.
Noch kein Termin für den offiziellen Start
Wie bei vielen WhatsApp-Beta-Funktionen gibt es derzeit keinen festen Zeitplan für die breite Veröffentlichung. Bekannt ist jedoch, dass die Funktion nicht nur auf iOS, sondern auch auf Android getestet wird. Das spricht dafür, dass WhatsApp die Einführung plattformübergreifend vorbereitet.
Angesichts des fortgeschrittenen Teststadiums gilt es als wahrscheinlich, dass die Funktion in naher Zukunft für alle Nutzer verfügbar gemacht wird.
So verbessert WhatsApp die Gruppenkommunikation
Mit der neuen Gruppenfunktion reagiert WhatsApp auf einen langjährigen Wunsch vieler Nutzer. Das gezielte Teilen des letzten Chat-Verlaufs erleichtert neuen Mitgliedern den Einstieg, ohne die Kontrolle oder Sicherheit zu verlieren. Transparente Hinweise, begrenzte Auswahlmöglichkeiten und die gewohnte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sorgen dafür, dass die Funktion sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Sobald die Testphase abgeschlossen ist, dürfte sie ein fester Bestandteil von WhatsApp-Gruppen werden. (Bild: Shutterstock / TippaPatt)
- Apple bleibt Branchenmaßstab im Fortune-Ranking 2026
- Apple Event für Kreative: Kommt das neue MacBook Pro?
- Apple-KI-Klage: Richter weist Musks Quellcode-Antrag ab
- Apple wirft der EU politische Verzögerungstaktiken vor
- App Store: Ab März 2026 kommt deutlich mehr Werbung
- Apple Watch verbessert Früherkennung von Vorhofflimmern
- Apple steigerte 2025 seine Lobbyausgaben in den USA deutlich
- Apple unter Druck: Investoren fordern China-Transparenz
- Apple TV und die Oscars 2026: F1 wird zum Hoffnungsträger
- Apple lockt Käufer in China mit Rabatten zum Neujahr
- ChatGPT Atlas: Neues Update macht den KI-Browser besser
- Apple führt Global 500 2026 als wertvollste Marke an
- Apple-Zulieferer Luxshare: Hacker stehlen Produktdaten
- Threads führt weltweit Werbung ein – das ändert sich jetzt
- Apple TV enthüllt Starttermin von For All Mankind Staffel 5
- Apple reagiert auf BOE-Probleme und setzt auf Samsung
- Apple und Tracking: Frankreichs Urteil mit Signalwirkung
- iPad Pro & Air: Apple liefert neue Firmware für Magic Keyboard
- Apple droht Patentklage wegen Eye Contact Funktion
- Apple droht langwieriger Streit um Sturzerkennung
- iPhone 17 Pro: Tests entkräften Sorge um Verfärbung
- Apple setzte sich 2025 in China gegen Markttrend klar durch
- Firehound analysiert App-Store-Apps mit schweren Datenlecks



