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Wenige Tage nach dem Bericht über gekürzte Bestellungen beim iPhone 18 Pro hebt JP Morgan sein Kursziel für die Apple-Aktie um 20 Dollar an. Die Analysten halten die Kürzungen für übliche Anpassungen und rechnen fest mit dem iPhone Duo. Beim iPhone-Umsatz im Weihnachtsquartal erwarten sie trotzdem ein Minus.
JP Morgan hat das Kursziel für die Apple-Aktie von 340 auf 360 Dollar angehoben. Das geht aus einer Investorennotiz von JP Morgan hervor, die AppleInsider vorliegt. Ende Juli hatte die Bank ihr Ziel noch auf 340 Dollar gesenkt, damals mit Verweis auf Engpässe in der Lieferkette und steigende Bauteilpreise.
Anlass der neuen Notiz ist ein Bericht von Nikkei Asia, nach dem Apple die Bauteilbestellungen für das iPhone 18 Pro gekürzt haben soll, um mindestens 15 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung. JP Morgan rät Anlegern, über diese Meldung hinwegzusehen.
Das Wichtigste in Kürze
- JP Morgan hebt das Kursziel für die Apple-Aktie von 340 auf 360 Dollar an.
- Die gemeldeten Bestellkürzungen beim iPhone 18 Pro halten die Analysten für übliche Produktionsanpassungen.
- Für das Dezemberquartal erwartet die Bank rund 8,5 Millionen verkaufte iPhone Duo.
- Der iPhone-Umsatz soll im Dezemberquartal um rund 2 Prozent sinken, der Gesamtumsatz um rund 2 Prozent steigen.
Kürzungen als jährliche Routine
Nach Einschätzung von JP Morgan steckt hinter dem Bericht nichts, was über die üblichen Produktionsanpassungen hinausgeht, die Apple jedes Jahr vornimmt. Die Nachfrage nach dem iPhone 18 Pro liege bislang sogar leicht über der des iPhone 17 Pro zum gleichen Zeitpunkt, wenn auch nur knapp. Das Vorjahresmodell verkaufe sich zudem weiterhin gut.
Die Erwartungen für das Dezemberquartal senkt die Bank trotzdem etwas. Den Grund sieht sie im zweigeteilten Start der iPhone-Generation: Das Basismodell iPhone 18 kommt erst Anfang 2027. Käufer, die auf dieses Modell warten, fehlen im laufenden Quartal.
Gleichzeitig dürfte die Teilung nach Ansicht der Analysten den Pro-Modellen zusätzliche Käufer bringen. Die Lücke soll vor allem das iPhone Duo schließen, das am 23. Oktober in den Handel kommt.
Was JP Morgan für die nächsten Quartale erwartet
Für das Septemberquartal, also Apples viertes Geschäftsquartal, rechnen die Analysten mit Zahlen knapp über den Erwartungen des Marktes. Engpässe in der Lieferkette nennen sie dafür weiter als Faktor. Apple legt diese Zahlen am 2. November um 23 Uhr deutscher Zeit vor.
Für das Dezemberquartal sieht die Prognose so aus:
| Kennzahl | Erwartung von JP Morgan |
|---|---|
| iPhone Duo | rund 8,5 Millionen verkaufte Geräte |
| iPhone-Umsatz | rund 2 Prozent unter Vorjahr |
| Gesamtumsatz | rund 2 Prozent über Vorjahr |
Den Rückgang beim iPhone-Umsatz begründet die Bank mit weniger verkauften Geräten, weil ein neues Basismodell fehlt. Höhere iPhone-Preise und das teure iPhone Duo sollen den Gesamtumsatz trotzdem ins Plus drehen.
Die Duo-Schätzung liegt über anderen Zahlen
Mit rund 8,5 Millionen verkauften Geräten im Dezemberquartal liegt JP Morgan deutlich über anderen Schätzungen. Counterpoint Research hatte Ende September mit rund 6 Millionen iPhone Duo bis Jahresende gerechnet. Eine Quelle aus der Lieferkette hatte Apples Lagerziel für 2026 bei 6 bis 8 Millionen Geräten verortet.
Die Zahlen messen nicht exakt dasselbe: JP Morgan spricht von Verkäufen in einem Quartal, Counterpoint von Auslieferungen bis Jahresende, die Lieferkettenquelle von einem Lagerziel. Da das iPhone Duo erst am 23. Oktober startet, decken sich die Zeiträume aber weitgehend. Hinzu kommen Berichte über eine Ausbeute von nur gut 60 Prozent in der Endmontage.
Die Risiken aus Sicht der Bank
Trotz des optimistischen Tons nennt JP Morgan auch Risiken. Ein großer Teil betrifft die Weltwirtschaft und ihre Wirkung auf die Nachfrage. Dazu kommen lokale Wettbewerber in internationalen Märkten, die mit Preissenkungen schneller reagieren können, sowie Zölle, mit denen Regierungen heimische Hersteller schützen.
Innerhalb von Apples eigenem Einfluss führt die Bank weiterhin den Wechsel an der Unternehmensspitze als Risiko, bescheinigt der Übergabe an John Ternus aber einen bislang gelungenen Verlauf. Als weiteres Risiko gelten Übernahmen, die das Management ablenken und Kosten oder Verpflichtungen mitbringen können.
Das Kursziel kehrt zurück
Das Ziel von JP Morgan hat sich in diesem Jahr mehrfach bewegt:
| Datum | Kursziel |
|---|---|
| 30. Januar 2026 | 325 Dollar |
| 7. Juli 2026 | 345 Dollar |
| 31. Juli 2026 | 340 Dollar |
| Oktober 2026 | 360 Dollar |
Ich halte die Duo-Schätzung für den eigentlich interessanten Teil der Notiz, nicht das Kursziel. Wenn Apple tatsächlich rund 8,5 Millionen Geräte im ersten Verkaufsquartal absetzen soll, müsste die Fertigung deutlich schneller reifen, als es die Berichte aus der Lieferkette bislang nahelegen. Ob das gelingt, zeigen die Lieferzeiten nach dem Start der Vorbestellung am Freitag.
Hältst du 8,5 Millionen verkaufte iPhone Duo bis Ende Dezember für realistisch – oder bremsen die knappen Stückzahlen das Gerät stärker als von JP Morgan erwartet? Schreib uns deine Prognose in die Kommentare.





