Bei Apple rückt ein Thema immer stärker in den Mittelpunkt, das intern schon seit einiger Zeit vorbereitet wird: die Nachfolge von Tim Cook. Cook ist kürzlich 65 Jahre alt geworden. Gleichzeitig haben mehrere langjährige Führungskräfte Apple bereits verlassen oder stehen kurz davor. Vor diesem Hintergrund wird intensiver darüber gesprochen, wer künftig an der Spitze des Konzerns stehen könnte. In mehreren aktuellen Berichten wird John Ternus als wahrscheinlichster Kandidat für den CEO-Posten genannt. Ein ausführliches Profil der New York Times gibt nun einen genaueren Einblick in seine Rolle, seine Stärken und die offenen Fragen rund um seine mögliche Zukunft bei Apple.
Ein Führungswechsel bei Apple ist kein gewöhnlicher Personalprozess. Die Rolle des CEO ist eng mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens verbunden. Tim Cook hat Apple wirtschaftlich stabilisiert, die Lieferketten perfektioniert und den Konzern zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt geführt. Die Frage ist weniger, wer diesen Posten übernehmen kann, sondern welche Art von Führung Apple in der nächsten Phase braucht. Genau an diesem Punkt wird John Ternus zu einer zentralen Figur.
Apple treibt die Nachfolgeplanung voran
Laut Quellen, die mit der New York Times gesprochen haben, hat Apple bereits im vergangenen Jahr begonnen, die Nachfolge von Tim Cook konkreter zu planen. Auslöser war demnach Cooks Wunsch, seine Arbeitsbelastung schrittweise zu reduzieren. Ein vollständiger Rückzug steht zwar nicht unmittelbar bevor, doch intern wird offenbar bereits mit verschiedenen Szenarien gearbeitet.
Dabei wird davon ausgegangen, dass Cook dem Unternehmen erhalten bleibt und künftig den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen könnte. Diese Lösung würde Kontinuität sichern und gleichzeitig Raum für eine neue operative Führung schaffen.
Wer als möglicher CEO gehandelt wurde
Neben John Ternus wurden mehrere andere Führungskräfte als potenzielle Nachfolger genannt. Dazu zählen Software-Chef Craig Federighi, Services-Chef Eddy Cue, Marketing-Chef Greg Joswiak sowie Retail- und HR-Chefin Deirdre O’Brien.
Nach aktuellen Einschätzungen scheint John Ternus jedoch an allen anderen Kandidaten vorbeigezogen zu sein. Interne Beobachter sehen ihn derzeit als Favoriten für die Nachfolge von Tim Cook.
Die Rolle von John Ternus bei Apple
John Ternus ist Senior Vice President of Hardware Engineering und damit für einen der zentralsten Bereiche bei Apple verantwortlich. Er gilt als erfahrener Ingenieur und hat im Laufe seiner Karriere an zahlreichen Apple-Geräten mitgearbeitet. Seine Expertise liegt vor allem in der Weiterentwicklung bestehender Produkte und in der technischen Umsetzung komplexer Hardwareprojekte.
Kritisch angemerkt wird, dass Ternus weniger für völlig neue Produktkategorien bekannt ist. Zudem verfügt er nur über begrenzte Erfahrung in politischen, strategischen und öffentlichkeitsnahen Aufgaben, die mit der Rolle eines CEO untrennbar verbunden sind.
Kritische Stimmen aus dem Umfeld
Ein ehemaliger Apple-Ingenieur, Cameron Rogers, äußerte sich offen zu Ternus’ Führungsprofil. Er beschreibt ihn als äußerst sympathisch, umgänglich und beliebt. Viele arbeiten gerne mit ihm zusammen, weil er als zuverlässig und angenehm gilt. Gleichzeitig stellt Rogers infrage, ob Ternus bereits schwierige unternehmerische Entscheidungen treffen oder komplexe Hardwarekrisen eigenständig lösen musste.
Diese Einschätzung wird intern nicht von allen geteilt, zeigt aber, dass Ternus nicht unumstritten ist.
Technologische Beiträge und Gegenargumente
Befürworter von John Ternus verweisen darauf, dass er sehr wohl an innovativen Projekten beteiligt war. Dazu zählen unter anderem Arbeiten am sogenannten iPhone Air sowie an einem kommenden faltbaren iPhone, das als eines der technisch anspruchsvollsten Projekte in Apples aktueller Planung gilt.
Ternus wird zudem als sehr detailorientiert beschrieben und verfügt über ein tiefes Verständnis für Apples Lieferkette. Genau diese Fähigkeiten galten bereits bei Tim Cook als entscheidend für seinen Erfolg an der Spitze des Unternehmens.
Apple zwischen Kontinuität und Vision
Die Diskussion um John Ternus berührt eine grundsätzliche Frage innerhalb von Apple. Soll der Konzern weiter auf Stabilität, Effizienz und kontrollierte Weiterentwicklung setzen oder wieder stärker auf visionäre und risikoreiche Entscheidungen?
Der Vergleich mit Steve Jobs liegt dabei nahe. Während Jobs für radikale Ideen und disruptive Produkte stand, hat Cook Apple durch operative Stärke geprägt. John Ternus würde eher in dieser zweiten Tradition stehen. Genau das sorgt unter Apple-Mitarbeitern für unterschiedliche Einschätzungen darüber, welche Führungspersönlichkeit künftig gebraucht wird.
Die CEO-Frage bei Apple bleibt trotz Favorit offen
John Ternus gilt aktuell als der wahrscheinlichste Kandidat für die Nachfolge von Tim Cook als CEO von Apple. Seine technische Kompetenz, sein ruhiges Temperament und seine langjährige Erfahrung innerhalb des Unternehmens sprechen für ihn. Gleichzeitig bleiben Fragen offen, insbesondere in Bezug auf strategische Führung, öffentliche Präsenz und langfristige Vision.
Apple bereitet den Führungswechsel offenbar sorgfältig vor. Ob John Ternus diesen Schritt tatsächlich machen wird, hängt nicht nur von seiner Person ab, sondern auch davon, welchen Kurs Apple für die kommenden Jahre einschlagen will. (Bild: Apple)
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