Die Apple Watch gilt seit Jahren als eines der wichtigsten Wearables im Gesundheitsbereich. Funktionen wie Herzfrequenzmessung, EKG oder Sturzerkennung haben gezeigt, dass Apple den Fokus längst über Fitness hinaus erweitert hat. Ein zentrales Feature fehlt jedoch bis heute: die Blutzuckermessung. Neue technologische Entwicklungen außerhalb von Apple deuten nun darauf hin, dass genau dieses Ziel realistischer wird als je zuvor.
Die Blutzuckermessung mit der Apple Watch war angeblich bereits in der frühen Entwicklungsphase des Produkts vorgesehen. Ein Bericht aus dem Jahr 2023 beschreibt, dass die allererste Apple Watch ursprünglich mit einer nicht invasiven Glukosemessung als Hauptfunktion geplant war. Technische Hürden machten diese Umsetzung damals unmöglich.
In den darauffolgenden Jahren tauchten immer wieder Berichte auf, wonach Apple kurz davorstehen soll, diese Funktion einzuführen. Trotz zahlreicher Patente und Gerüchte ist mehr als ein Jahrzehnt später noch keine Apple Watch mit Blutzuckermessung erschienen. Dennoch gibt es inzwischen neue Hinweise, dass der technologische Durchbruch näher rückt, auch wenn er nicht direkt von Apple selbst kommt.
Warum die Blutzuckermessung so wichtig ist
Die Relevanz dieses Themas ist enorm. Laut der International Diabetes Federation leiden mittlerweile mehr als zehn Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung an Diabetes. Besonders problematisch ist, dass fast die Hälfte der Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung weiß.
Diabetes ist weltweit für Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Die Risiken steigen deutlich, wenn Typ-2-Diabetes bereits vor dem 40. Lebensjahr auftritt. Eine frühzeitige Diagnose kann schwere Folgeerkrankungen verhindern und Leben retten.
Das größte Problem liegt in der aktuellen Messtechnik. Herkömmliche Blutzuckermessgeräte sind invasiv und erfordern einen kleinen Nadelstich in die Haut. Diese Hürde sorgt dafür, dass vor allem Menschen mit bekanntem Risiko regelmäßig messen. Für die breite Bevölkerung sind diese Methoden ungeeignet, was eine frühzeitige Erkennung zusätzlich erschwert.
Nicht invasive Blutzuckermessung in klinischen Studien
Seit vielen Jahren gilt die nicht invasive Blutzuckermessung als eine der größten Herausforderungen der Medizintechnik. Ein Verfahren, das ohne Blut auskommt und sich in ein Alltagsgerät integrieren lässt, hätte enormes Potenzial für die Gesundheitsvorsorge.
Ein aktuell besonders vielversprechender Ansatz basiert auf der Analyse der Atemluft. Der sogenannte Aceton Atem ist ein bekanntes Symptom bei Diabetes. Bestimmte flüchtige organische Verbindungen im Atem stehen in direktem Zusammenhang mit erhöhten Blutzuckerwerten.
Ein neues Gerät nutzt genau diesen Effekt und befindet sich derzeit in klinischen Studien am Menschen. Laut einem Bericht von Wired handelt es sich um ein kleines Gerät namens Isaac, das wie ein Anhänger um den Hals getragen wird. Es ist etwa so groß wie eine Vierteldollarmünze und misst Biomarker wie Aceton in der Atemluft.
Isaac wurde an der Indiana University in aktive klinische Studien aufgenommen. Ziel ist es, die Messgenauigkeit mit herkömmlichen Blutzuckermessmethoden zu vergleichen. Zunächst werden Jugendliche mit Typ-1-Diabetes untersucht, anschließend auch Erwachsene mit Typ-2-Diabetes.
Die Studien sind bereits auf eine behördliche Prüfung ausgerichtet. Eine Zulassung durch die US-amerikanische Food and Drug Administration wird frühestens im kommenden Jahr erwartet. Sollte diese erfolgen, wäre das ein wichtiger Meilenstein für die nicht invasive Blutzuckermessung.
Bedeutung dieser Technologie für die Apple Watch
Das getestete Gerät wird zur Messung kurz an den Mund gehalten, anschließend wird ausgeatmet. Eine Messung dauert nur wenige Sekunden. Es handelt sich dabei nicht um eine kontinuierliche Überwachung, sondern um punktuelle Tests, die täglich durchgeführt werden können.
Genau diese Funktionsweise macht die Technologie für Wearables wie die Apple Watch interessant. Grundsätzlich wäre eine Integration denkbar, auch wenn derzeit noch technische Hürden bestehen. Die größte Herausforderung ist die Miniaturisierung, da Isaac aktuell fast so groß ist wie eine Apple Watch selbst.
Sollte das Gerät jedoch die FDA-Zulassung erhalten, wäre das ein starkes Signal dafür, dass der Ansatz technisch ausgereift und zuverlässig ist. Apple ist bekannt dafür, bestehende Technologien zu übernehmen, weiterzuentwickeln und in kompakter Form in eigene Produkte zu integrieren.
Die Apple Watch auf dem Weg zur nicht invasiven Blutzuckermessung
Die Blutzuckermessung mit der Apple Watch ist weiterhin nicht Realität, aber sie wirkt heute deutlich greifbarer als noch vor wenigen Jahren. Fortschritte in der Atemanalyse und laufende klinische Studien zeigen, dass nicht invasive Verfahren funktionieren können.
Wenn sich diese Technologie bewährt und weiter verkleinern lässt, könnte sie langfristig den Weg in die Apple Watch finden. Eine solche Funktion hätte das Potenzial, Millionen Menschen frühzeitig auf ein Diabetesrisiko hinzuweisen und die Gesundheitsvorsorge grundlegend zu verändern. Auch wenn noch Zeit vergeht, ist klar, dass die Vision einer Apple Watch mit Blutzuckermessung näher rückt. (Bild: Shutterstock / Wongsakorn 2468)
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