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Dutzende Länder gleichzeitig, und nach einer halben Stunde war der Liefertermin im Januar: Der Start des iPhone Duo hätte deutlich kleiner ausfallen sollen. Einem neuen Bericht zufolge wollte Apple das faltbare iPhone zunächst nur in zwei Märkten verkaufen – Deutschland wäre nicht dabei gewesen.
Seit Freitag, 16. Oktober, lässt sich das iPhone Duo vorbestellen, wenige Minuten später war der Verkaufsstart am 23. Oktober für Neubestellungen vergeben. Apple selbst nennt die Nachfrage nach dem iPhone Duo „geradezu außergewöhnlich“. Mark Gurman liefert in seinem Newsletter Power On bei Bloomberg vom 18. Oktober nun eine Erklärung, warum es so eng wurde – und hält Apples Entscheidung für einen Fehler.
Gurman gilt bei Apples internen Plänen als einer der am besten informierten Berichterstatter. Seine Angaben zum ursprünglichen Startplan stützen sich auf ungenannte Quellen und sind von Apple nicht bestätigt. Alle Daten und Preise zum Gerät stehen auf der Faktenseite zum iPhone Duo.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple soll den Start des iPhone Duo ursprünglich nur für die USA und China geplant haben.
- Tatsächlich begann die Vorbestellung am 16. Oktober in Dutzenden Ländern und Regionen, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
- Laut Gurman wusste Apple von starken Lieferengpässen und hat den Start trotzdem durchgezogen.
- Er nennt das einen großen Fehler, weil Apple einen frühen Start im Quartal über die Nachfrage gestellt habe.
Was der Bericht sagt
Apple soll ursprünglich geplant haben, das iPhone Duo zunächst nur in den USA und in China auf den Markt zu bringen. Gestartet ist es anders: Die Vorbestellung begann in allen Ländern der ersten Welle gleichzeitig, 28 weitere Länder und Regionen folgen am 30. Oktober.
Wie viele Länder die erste Welle umfasst, beziffert Apple selbst unterschiedlich. Die deutsche Fassung der Mitteilung zur Vorstellung nennt mehr als 63 Länder und Regionen, die US-Fassung mehr als 70.
Gurman fasst seine Sicht ohne Umschweife zusammen:
Um es kurz zu machen: Apple hat hier einen großen Fehler gemacht.
Die Begründung liefert er gleich mit:
Das Unternehmen wusste, dass es starke Lieferengpässe geben würde, hat den Start aber trotzdem durchgezogen – und den Wunsch, das Gerät früh in seinem ersten Geschäftsquartal auf den Markt zu bringen, über die Befriedigung der Nachfrage gestellt.
Das, so Gurman, werde viele der Käufer enttäuschen, die das Gerät am dringendsten haben wollten.
Zwei Entscheidungen gegen die knappe Fertigung
Die Kritik zielt auf zwei Weichenstellungen, die sich aus dem eigenen Bestand nachzeichnen lassen. Die erste betraf den Termin, die zweite die Zahl der Länder.
| Zeitpunkt | Was bekannt ist |
|---|---|
| rund Mitte August | Apple rechnet laut Gurman zeitweise mit einem Verkaufsstart erst im November |
| Mitte September | Endmontage bei Foxconn mit gut 60 Prozent Ausbeute (Jiemian) |
| 16. Oktober | Vorbestellung in der ersten Welle, Liefertermin binnen einer halben Stunde am 25. Januar 2027 |
| 18. Oktober | Gurman: Start ursprünglich nur für USA und China geplant |
Dass Apple zwischenzeitlich einen späteren Termin erwog, hatte Gurman bereits beim Bericht über die Vorführgeräte in den US-Stores geschrieben. Die Ausbeute stammt aus einem Bericht über die Endmontage bei Foxconn, der sich auf eine einzelne Quelle aus der Lieferkette stützt. Der aktuelle Bericht ergänzt, dass auch die Zahl der Startländer erst später gewachsen sein soll.
Das erste Geschäftsquartal, auf das Gurman anspielt, ist Apples Weihnachtsquartal von Oktober bis Ende Dezember. Die Quartalszahlen am 2. November betreffen dagegen noch das Quartal bis Ende September und enthalten das iPhone Duo damit nicht.
Warum der breite Start für Deutschland trotzdem zählt
Ich teile Gurmans Kritik nur zur Hälfte. Hätte Apple am ursprünglichen Plan festgehalten, wäre das iPhone Duo hierzulande am 16. Oktober überhaupt nicht bestellbar gewesen. Deutschland, Österreich und die Schweiz hätten auf eine spätere Welle gewartet, ohne Termin und ohne Platz in der Warteschlange.
So ist die Lage zwar ernüchternd, aber planbar. Wer am Freitag bestellt hat, kennt seinen Termin, auch wenn die Stores am Verkaufstag keine Geräte für Kunden ohne Vorbestellung haben sollen. Für Käufer hierzulande war der breite Start damit der bessere Fall: lieber ein Termin im Januar als gar keiner.
Gurmans Einwand trifft dagegen auf die USA zu. Dort hätte ein Start in nur zwei Märkten mehr Geräte für weniger Käufer bedeutet und den Verkaufstag womöglich ohne monatelange Wartezeit über die Bühne gebracht.
Hat Apple aus deiner Sicht richtig entschieden, als es das iPhone Duo gleich in Dutzenden Ländern statt nur in den USA und China gestartet hat – oder wäre dir ein späterer, aber sofort lieferbarer Start lieber gewesen? Schreib uns in die Kommentare, welchen Weg du gewählt hättest.





