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Elon Musk: Geschworene sehen Betrug bei Twitter-Deal

Milan Jovicic by Milan Jovicic
21. März 2026 - 01:51 CET
in Apple News
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Elon Musk Twitter

Bild: Shutterstock / kovop

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Elon Musk steht erneut im Zentrum eines bedeutenden Gerichtsverfahrens. Eine Geschworenenjury in San Francisco hat entschieden, dass er Investoren im Zusammenhang mit der Übernahme von Twitter bewusst in die Irre geführt hat. Das Urteil könnte erhebliche finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen und wirft ein Schlaglicht auf die Ereignisse rund um den Twitter-Deal im Jahr 2022.

Wenn es um Elon Musk geht, stehen oft große Visionen und kontroverse Entscheidungen im Fokus. Der Fall rund um Twitter zeigt jedoch eine andere Seite: juristische Auseinandersetzungen und konkrete Vorwürfe der Marktbeeinflussung. Dabei geht es nicht nur um einzelne Aussagen, sondern um deren Auswirkungen auf den Aktienkurs und die daraus entstandenen Verluste für Investoren.

Ausgangspunkt: Das Übernahmeangebot für Twitter

Im Jahr 2022 unterbreitete Elon Musk ein unaufgefordertes Angebot zur Übernahme von Twitter Inc. Er bot 54,20 US-Dollar pro Aktie, was das Unternehmen mit rund 44 Milliarden US-Dollar bewertete. Zu diesem Zeitpunkt lag die Marktkapitalisierung von Twitter bei etwa 36 Milliarden US-Dollar.

Das Angebot wurde zunächst als überraschender Schritt gewertet und leitete eine Phase intensiver Verhandlungen und öffentlicher Diskussionen ein.

Kritik an Fake-Accounts und Rückzugsversuche

In den darauffolgenden Wochen und Monaten äußerte Musk wiederholt Zweifel an den Angaben von Twitter zur Anzahl der Fake-Accounts auf der Plattform. Er behauptete, die tatsächliche Zahl der Bots sei deutlich höher als offiziell angegeben.

Parallel dazu versuchte er mehrfach, sich aus dem bereits vereinbarten Deal zurückzuziehen. Diese Aussagen und Schritte sorgten für Unsicherheit am Markt und beeinflussten die Entwicklung des Aktienkurses.

Entwicklung des Aktienkurses

Im Juli 2022 erreichte die Twitter-Aktie einen Tiefstand von 32,52 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 40 Prozent im Vergleich zu dem von Musk angebotenen Kaufpreis von 54,20 US-Dollar pro Aktie.

Diese Kursentwicklung spielte eine zentrale Rolle in den späteren Vorwürfen der Investoren.

Abschluss der Übernahme trotz Konflikt

Trotz der Versuche, sich aus dem Deal zu lösen, wurde die Übernahme letztlich abgeschlossen. Vorausgegangen war eine Klage von Twitter, mit der das Unternehmen die Einhaltung der ursprünglichen Vereinbarung durchsetzen wollte.

Nach Abschluss der Übernahme wurde Twitter später in „X“ umbenannt.

Neue Klage: Vorwurf des Betrugs

Nach dem Kauf sah sich Elon Musk mit einer weiteren Klage konfrontiert. Investoren warfen ihm vor, das Unternehmen öffentlich bewusst negativ dargestellt zu haben, um den Aktienkurs zu drücken und sich dadurch Vorteile zu verschaffen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, ob seine öffentlichen Aussagen gezielt eingesetzt wurden, um den Markt zu beeinflussen.

Das Urteil der Jury

Eine achtköpfige Geschworenenjury am Bundesgericht in San Francisco kam zu dem Schluss, dass Musk Investoren absichtlich in die Irre geführt hat. Zwei von vier Betrugsvorwürfen wurden jedoch zurückgewiesen.

Für die verbleibenden Punkte sah die Jury es als erwiesen an, dass seine Aussagen Einfluss auf den Aktienkurs hatten.

Berechnung des Schadens

Die Jury analysierte, in welchem Umfang Musks Äußerungen den Aktienkurs von Twitter über einen Zeitraum von etwa fünf Monaten beeinflusst haben. Auf dieser Grundlage wurde berechnet, wie stark der Kurs an einzelnen Handelstagen gedrückt wurde.

Die genaue Höhe des Schadenersatzes steht noch nicht fest. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt, wenn betroffene Aktionäre ihre individuellen Ansprüche geltend machen.

Mögliche finanzielle Folgen

Nach Einschätzung des Anwalts der Investoren könnte Elon Musk für einen Betrag von bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar haftbar gemacht werden.

Die tatsächlichen Zahlungen könnten sich auf Hunderte Millionen oder sogar Milliarden Dollar belaufen, abhängig von den eingereichten Forderungen der Investoren.

Reaktion und weiteres Vorgehen

Elon Musk hat auf eine Anfrage zur Stellungnahme bislang nicht reagiert, so Bloomberg. Laut WSJ haben seine Anwälte jedoch bestätigt, dass er gegen das Urteil Berufung einlegen wird.

Damit ist davon auszugehen, dass sich das Verfahren weiter fortsetzen und möglicherweise über einen längeren Zeitraum hinziehen wird.

Elon Musk und die Konsequenzen seiner Kommunikation

Das Urteil gegen Elon Musk stellt einen bedeutenden Schritt in der juristischen Aufarbeitung der Twitter-Übernahme dar. Im Zentrum steht die Frage, wie stark öffentliche Aussagen eines einflussreichen Unternehmers den Markt beeinflussen dürfen.

Auch wenn die endgültige Höhe des Schadenersatzes noch offen ist und eine Berufung bevorsteht, zeigt der Fall bereits jetzt die möglichen finanziellen und rechtlichen Konsequenzen solcher Entwicklungen. Gleichzeitig verdeutlicht er, welche Rolle Kommunikation und Vertrauen im Verhältnis zwischen Unternehmen und Investoren spielen. (Bild: Shutterstock / kovop)

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Tags: TechPatient
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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