Apple hat in kurzer Zeit ungewöhnlich viele Neuerungen geliefert. Innerhalb von nur drei Wochen wurden acht neue Produkte vorgestellt, ein Mac-Verkaufsrekord erreicht und 13 Verbesserungen für das iPhone eingeführt. Trotz dieser Fülle an Updates richtet sich die Aufmerksamkeit jetzt auf ein Thema, das seit Jahren erwartet wird: die nächste große Weiterentwicklung von Siri. Im Fokus stehen dabei „Apple Intelligence“ und eine deutlich personalisierte Version der Sprachassistentin.
Die Weiterentwicklung von Siri gehört zu den langfristig wichtigsten Projekten bei Apple. Während andere Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz schneller vorangekommen sind, hat Apple bewusst schrittweise gearbeitet. Mit Apple Intelligence und der Integration externer KI-Technologie soll nun ein größerer Sprung erfolgen.
Auffällig ist vor allem die Zusammenarbeit mit Google. Dass Apple auf Gemini setzt, zeigt eine strategische Öffnung, ohne dabei die eigenen Grundprinzipien wie Datenschutz und lokale Verarbeitung aufzugeben. Die neue Siri soll leistungsfähiger werden, ohne die Kontrolle über Nutzerdaten aus der Hand zu geben.
Apples bisherige Schritte zu Apple Intelligence
Apple stellte Apple Intelligence erstmals am 10. Juni 2024 auf der WWDC vor. Das System war Teil von iOS 18 und sollte Siri grundlegend verbessern. In den darauffolgenden Monaten wurden viele Funktionen schrittweise eingeführt, verteilt auf mehrere Updates:
- iOS 18.1
- iOS 18.2
- iOS 18.3
- iOS 18.4
Ein wesentlicher Teil der geplanten Funktionen fehlte jedoch im gesamten iOS-18-Zyklus. Dazu gehörten insbesondere:
- Personal Intelligence
- In-App-Aktionen über mehrere Anwendungen hinweg
- Bildschirmerkennung
Diese Funktionen wurden nicht rechtzeitig fertiggestellt und deshalb verschoben.
Verzögerung der personalisierten Siri
Am 7. März 2025 bestätigte Apple offiziell, dass sich die Entwicklung verzögert. In der Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass Siri bereits verbessert wurde, unter anderem durch:
- eine dialogorientiertere Kommunikation
- die Einführung von „Type to Siri“
- erweitertes Produktwissen
- Integration mit ChatGPT
Gleichzeitig wurde betont, dass eine personalisierte Siri, die den persönlichen Kontext besser versteht und Aktionen über Apps hinweg ausführen kann, mehr Zeit benötigt. Apple formulierte bewusst, dass diese Funktionen „im kommenden Jahr“ erscheinen sollen. Damit wurde signalisiert, dass eine Veröffentlichung frühestens 2026 realistisch ist.
Zusammenarbeit mit Google und Gemini
Am 12. Januar 2026 gaben Apple und Google eine gemeinsame Partnerschaft bekannt. Ziel ist eine mehrjährige Zusammenarbeit, bei der zukünftige Apple-Modelle auf Googles Gemini-Technologie basieren. Konkret bedeutet das:
- Apple Foundation Models werden teilweise auf Gemini aufgebaut
- neue Apple Intelligence-Funktionen werden dadurch ermöglicht
- eine stärker personalisierte Siri soll noch im selben Jahr erscheinen
Apple begründete die Entscheidung damit, dass Gemini die leistungsfähigste Grundlage für diese Modelle bietet. Gleichzeitig bleibt die Verarbeitung weiterhin an Apples Infrastruktur gebunden, einschließlich „Private Cloud Compute“. Der Fokus auf Datenschutz bleibt bestehen.
Verschiebung der neuen Siri-Funktionen
Ursprünglich wurde erwartet, dass erste Gemini-basierte Verbesserungen mit iOS 26.4 erscheinen. Diese Version wurde auch veröffentlicht, enthielt jedoch nicht die neuen Siri-Funktionen. Stattdessen deuten Berichte darauf hin, dass Apple die Einführung verschoben hat auf:
- iOS 26.5
- iOS 27
Zusätzlich hat Apple angedeutet, dass die neuen Funktionen umfangreicher ausfallen könnten als ursprünglich geplant. Das deutet darauf hin, dass nicht nur die verschobenen Features nachgereicht werden, sondern weitere neue Funktionen hinzukommen.
Einordnung der kommenden iOS-Versionen
Es gilt als wahrscheinlich, dass Apple die ursprünglich für iOS 18 geplanten Funktionen in iOS 26.5 integriert. Diese Version dürfte eine stabile Basis darstellen, bevor iOS 27 im September veröffentlicht wird.
Neue, noch nicht angekündigte Funktionen könnten dagegen für iOS 27 reserviert sein. Diese würden dann im Juni vorgestellt und über den Sommer hinweg weiterentwickelt, bevor sie im Herbst erscheinen.
Möglicher Zeitplan für die Veröffentlichung
Ein Blick auf Apples bisherigen Update-Rhythmus liefert Hinweise auf mögliche Termine. Die letzten Veröffentlichungen verliefen nach einem klaren Muster:
- iOS 26.3 Release Candidate: Mittwoch, 4. Februar
- iOS 26.3 finale Version: Mittwoch, 11. Februar
- iOS 26.4 Beta 1: Montag, 16. Februar
Das entspricht:
- sieben Tage zwischen Release Candidate und finaler Version
- fünf Tage bis zur nächsten Beta
Für iOS 26.4 ist bereits bekannt:
- Release Candidate: Mittwoch, 18. März
Überträgt man das Muster, ergibt sich:
- mögliche iOS 26.5 Beta 1: Montag, 30. März
Sollte Apple diesen Zeitplan einhalten und erste Gemini-Funktionen integrieren, könnten die neuen Siri-Funktionen tatsächlich noch im März erstmals verfügbar sein, zumindest in einer Entwickler-Beta.
Optimistische und realistische Einschätzung
Der beschriebene Zeitplan gilt als optimistisch. Technisch wäre es möglich, setzt aber voraus, dass die entsprechenden Funktionen bereits ausreichend stabil sind.
Eine realistischere Einschätzung geht davon aus, dass sich die Beta auf Mitte April verschieben könnte. Letztlich hängt alles davon ab, welche Funktionen rechtzeitig fertiggestellt werden.
Fest steht: Apple wird bald konkret zeigen, wie die nächste Generation von Siri und Apple Intelligence aussehen soll.
Apples nächster großer Schritt für Siri
Apple arbeitet seit Jahren an einer grundlegenden Verbesserung von Siri. Mit Apple Intelligence und der Integration von Gemini steht nun der bisher größte Entwicklungsschritt bevor. Die Kombination aus personalisiertem Kontextverständnis, App-übergreifenden Aktionen und moderner KI-Technologie könnte Siri deutlich leistungsfähiger machen als bisher.
Ob erste Funktionen noch im März erscheinen oder sich leicht verzögern, ändert wenig an der strategischen Bedeutung dieses Updates. Apple bereitet eine neue Phase seiner KI-Entwicklung vor, die langfristig das gesamte Ökosystem prägen dürfte. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Shutterstock / Mamun_Sheikh)
- Alte Blackberry-Deals holen Apple vor Gericht wieder ein
- OpenAI entwickelt Desktop-Super-App für macOS
- Apple erzielt Rekordstart mit günstigem MacBook Neo
- Apple verdiente 900 Mio. US-Dollar mit KI-Apps im Jahr 2025
- Apple wächst 2026 stark trotz schwachem China-Markt
- Google arbeitet an Gemini-App für macOS-Nutzer
- Apple Health wird mit KI smarter durch Perplexity Health
- Apple weitet 50-Jahre-Feier auf weitere Länder aus
- Apple vs. Masimo: Entscheidung zur Watch-Funktion
- Apple warnt vor Angriffen: iOS-Update jetzt erforderlich
- AppleCare One: Hinweise auf baldigen Start in Europa
- Apple im Visier: Brasilien untersucht NFC-Beschränkungen
- Apple TV erweitert Cast von The Morning Show
- iPhone bleibt zentral: Tim Cook sieht große Zukunft
- macOS 26.4: Das sind die wichtigsten Neuerungen
- tvOS 26.4: Genius Browse liefert bessere Empfehlungen
- Apple in KI-Klage: Streit um Daten und Urheberrecht
- iPhone-Sicherheitslücke: Warum iOS 26.3 so wichtig ist
- iOS 26.4: Familienfreigabe wird bei Zahlungen flexibler
- iOS 26.4 Update: Release Candidate jetzt verfügbar
- Apple und China: Konflikt trübt große Jubiläumsfeier
- Apple prüft härter: Warum KI-Vibe-Coding unter Druck gerät
- WhatsApp ersetzt Einstellungen durch neuen Profil-Tab



