Die Apple Card bleibt ein teures Geschäft für Banken. Nachdem sich Goldman Sachs aus der Zusammenarbeit mit Apple zurückgezogen hatte, ist JP Morgan Chase in das Kreditkartenprogramm eingestiegen. Die Folgen zeigen sich deutlich in den aktuellen Geschäftszahlen. Im vierten Quartal 2025 musste JP Morgan Chase einen spürbaren Gewinnrückgang hinnehmen. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Übernahme der Apple Card.
Die Apple Card galt lange als strategisch interessantes Produkt mit großem Kundenpotenzial. In der Praxis erwies sich das Programm jedoch als finanziell belastend. Goldman Sachs verlor über Jahre hinweg Geld mit der Apple Card und trennte sich schließlich von dem Geschäft. JP Morgan Chase übernahm die Partnerschaft in dem Wissen, dass zunächst hohe Kosten anfallen würden. Genau diese Phase spiegelt sich nun in den aktuellen Quartalszahlen wider.
Gewinneinbruch bei JP Morgan Chase im vierten Quartal
Nach Angaben des Wall Street Journal sind die Gewinne von JP Morgan Chase im vierten Quartal 2025 um 7 Prozent gesunken. Der Gewinn lag bei rund 13 Milliarden US Dollar. Mehrere Faktoren trugen zu diesem Rückgang bei.
Einerseits fielen die Einnahmen aus dem Investmentbanking geringer aus als erwartet. Bestimmte Transaktionen dauerten länger als geplant, wodurch Gebühren später verbucht wurden. Der größte Belastungsfaktor war jedoch die Apple Card.
Apple Card als Hauptkostenfaktor
Mit der Übernahme der Apple Card verbuchte JP Morgan Chase Kosten in Höhe von 2,2 Milliarden US Dollar. Dieses Geld wurde nicht durch direkte Verluste verursacht, sondern bewusst zurückgelegt. Es handelt sich um Rückstellungen für mögliche zukünftige Kreditausfälle bei Apple-Card-Kunden.
Das Unternehmen geht davon aus, dass ein Teil der vergebenen Kredite nicht vollständig zurückgezahlt wird. Die Rückstellungen sollen diese erwarteten Ausfälle abfedern und gelten als Vorsichtsmaßnahme.
Altlasten aus der Zeit von Goldman Sachs
Der Grund für die hohen Rückstellungen liegt in der Struktur des übernommenen Kreditportfolios. Goldman Sachs soll bei der Apple Card viele Kunden mit niedrigerer Bonität akzeptiert haben. Diese Kunden haben statistisch ein höheres Ausfallrisiko.
Ein ähnliches Problem zeigte sich auch bei einem weiteren Verbraucherkreditkartenprogramm von Goldman Sachs mit General Motors, das ebenfalls scheiterte. Beide Programme galten intern als zu risikoreich.
Während der ersten Verhandlungen im Jahr 2024 über den Ausstieg von Goldman Sachs aus dem Apple-Deal wurde bekannt, dass sich die offenen Salden der Apple Card auf rund 17 Milliarden US Dollar beliefen. Zum Vergleich lagen die ausstehenden Salden der GM-Kreditkarte bei etwa 2 Milliarden US Dollar. Diese Zahlen verdeutlichen das Ausmaß des übernommenen Risikos.
Konkrete Auswirkungen auf das Quartalsergebnis
Die mit der Apple Card verbundenen Rückstellungen belasteten das Ergebnis von JP Morgan Chase im vierten Quartal spürbar. Pro Aktie fiel der Gewinn um rund 60 Cent niedriger aus. Zusätzlich verfehlte das Unternehmen seine eigene Prognose bei den Investmentbanking-Gebühren, was den Druck auf das Quartalsergebnis weiter erhöhte.
Gesamtjahresbilanz bleibt dennoch stark
Trotz der Belastungen durch die Apple Card bewerten Analysten die Geschäftsentwicklung insgesamt positiv. Im Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz von JP Morgan Chase um 3 Prozent auf 182,4 Milliarden US Dollar. Der Jahresgewinn lag bei rund 57 Milliarden US Dollar.
Allerdings blieb das Ergebnis unter dem Vorjahr. Im Jahr 2024 hatte JP Morgan Chase rund 58,5 Milliarden US Dollar verdient. Dieser Wert galt als Rekordgewinn für eine US-Bank.
Hohe Rückstellungen bremsen JP Morgan Chase wegen der Apple Card
Die Apple Card hat sich für JP Morgan Chase kurzfristig als teure Übernahme erwiesen. Der Gewinnrückgang im vierten Quartal 2025 ist vor allem auf hohe Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle zurückzuführen. Gleichzeitig zeigt die Gesamtjahresbilanz, dass das Institut finanziell stabil bleibt. Ob sich die Apple Card langfristig rechnet, hängt davon ab, wie gut es gelingt, das übernommene Kreditportfolio zu steuern und zukünftige Ausfälle zu begrenzen. (Bild: Shutterstock / David Finley)
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