Apple steht unmittelbar vor der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2026. Kurz davor kommen die letzten Analysten-Updates, und bei JP Morgan fällt das Update besonders deutlich aus: Das Kursziel für die Apple-Aktie wird angehoben, vor allem wegen hoher Erwartungen an die Nachfrage nach dem iPhone 18 und wegen der Einschätzung, wie stark die iPhone-Umsätze in den Q1/2026-Zahlen ausfallen dürften.
Am 29. Januar wird Apple die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 bekannt geben. In diesem Umfeld legen Analysten ihre finalen Prognosen vor. In einer Mitteilung an Investoren passt JP Morgan nicht nur die Quartalsannahmen an, sondern auch die Bewertung der Aktie. Damit wird ein klarer Rahmen gesetzt, wie JP Morgan Apples kurzfristige Zahlen und den Produktzyklus 2026 einordnet.
Neues Kursziel: 315 US-Dollar statt 305 US-Dollar
JP Morgan hebt das Einjahres-Kursziel für Apple auf 315 US-Dollar an. Zuvor lag es bei 305 US-Dollar. Das letzte Update gab es im Oktober 2025, als JP Morgan das Kursziel von 290 auf 305 US-Dollar angehoben hatte.
Als Begründung nennt JP Morgan eine „höhere Ertragskraft“ und ein daraus abgeleitetes höheres Kursziel. Bewertungsseitig verweist die Bank darauf, dass Apple aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30 gehandelt werde. Das liege unter dem bisherigen Höchststand von 32, den Apple laut JP Morgan bei der Einführung der 5G-Smartphones erreicht hatte.
2026 als „wichtiger Produktzyklus“ mit Fokus auf iPhone 18
JP Morgan erwartet, dass 2026 für Apple ein „wichtiger Produktzyklus“ wird, der im nächsten Jahr zu noch höheren Gewinnen führen soll. Dabei wird ausdrücklich von einem stärkeren Produktzyklus für das iPhone 18 ausgegangen. Genau diese Erwartung an die iPhone-18-Nachfrage ist ein zentraler Treiber hinter der Kursziel-Anhebung.
Prognose für Apples erstes Quartal 2026
Gesamtumsatz über Konsens
Für das erste Quartal 2026 setzt JP Morgan den erwarteten Gesamtumsatz auf 139,8 Milliarden US-Dollar. Das liegt über dem Konsens von 138,4 Milliarden US-Dollar.
iPhone-Umsatz: 80,2 Milliarden US-Dollar und +16 % zum Vorquartal
Für das iPhone erwartet JP Morgan einen Umsatz von 80,2 Milliarden US-Dollar. Das entspreche einem Wachstum von 16 % gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig macht JP Morgan damit deutlich, wie stark die iPhone-Umsätze im Q1/2026-Finanzergebnis eingeschätzt werden.
Services: weiter Wachstum, aber minimal unter Konsens
Der Bereich Services soll weiter wachsen, allerdings laut JP Morgan „schwächer“ als erwartet. Die Prognose liegt bei 29,9 Milliarden US-Dollar, während die Konsensprognose 30,0 Milliarden US-Dollar beträgt.
Margen und Kosten: im Rahmen, aber Opex niedriger
Bruttomarge im Bereich der Unternehmensprognose
Die Bruttomargen sieht JP Morgan ungefähr auf Höhe der mittleren Unternehmensprognose, bei rund 47,6 %. Das passt in die kommunizierte Spanne von 47 % bis 48 %.
Betriebskosten unter Erwartung: 17,5 statt 18,1–18,5 Milliarden
Bei den Betriebskosten rechnet JP Morgan mit 17,5 Milliarden US-Dollar und damit unter den Erwartungen bzw. Prognosen von 18,1 bis 18,5 Milliarden US-Dollar.
JP Morgan führt das unter anderem darauf zurück, dass es wahrscheinlich zu einer zeitlichen Verschiebung bei der Erhöhung der Gebühren für den Zugang zu LLM-Modellen kommen wird. In dem Zusammenhang verweist JP Morgan auf Verträge wie den mit Google, der es Apple ermöglicht, das Gemini-Modell zu nutzen. Das wird als Baustein genannt, um die lang erwartete Überarbeitung von Siri umzusetzen.
Speicherpreise: kein großes Thema laut JP Morgan
Wie auch andere Analysten sieht JP Morgan das Risiko steigender Speicherpreise nicht als großes Problem für Apple. Begründet wird das mit langfristigen Liefer- und Preisverträgen sowie Skaleneffekten, wodurch der potenzielle Margendruck begrenzt sei.
Ausblick auf das zweite Quartal 2026: iPhone 17 und Services über 30 Milliarden
Für das zweite Quartal 2026 erwartet JP Morgan ein Wachstum von 10 bis 12 % gegenüber dem Vorjahr auf 106,2 Milliarden US-Dollar Umsatz. Als Treiber wird eine starke Nachfrage nach dem iPhone 17 genannt.
Auch Services sollen im zweiten Quartal 2026 die 30-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten. Die Bruttomargen sollen dabei mit rund 48 % robust bleiben.
JP Morgan setzt auf starken Produktzyklus bei Apple
Unterm Strich zeichnet JP Morgan ein klares Bild: Apple wird vor den Q1/2026-Zahlen am 29. Januar positiv bewertet, vor allem wegen starker iPhone-Umsatzannahmen, solider Margenerwartungen und niedriger eingeschätzter Betriebskosten. Dazu kommt der Blick nach vorn: 2026 wird als wichtiger Produktzyklus eingeordnet, mit besonders hohen Erwartungen an das iPhone 18. Genau daraus leitet JP Morgan das neue Kursziel von 315 US-Dollar ab. (Bild: Shutterstock / Stockinq)
Haftungsausschluss: Keine Empfehlung für Investitionen
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