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Im Mac mini und im iMac steckt jetzt derselbe M6 Chip, trotzdem liegen zwischen beiden fast 1.000 Euro. Wer den Aufpreis bezahlt, bekommt einen Bildschirm, Lautsprecher, Kamera und Tastatur dazu, aber weniger Anschlüsse und weniger Platz für externe Displays. Welche Rechnung aufgeht, hängt fast nur davon ab, was schon auf dem Schreibtisch steht.
Mit dem iMac mit M6 hat Apple Ende Oktober beide Einstiegs-Desktops auf dieselbe Chipgeneration gebracht. Der Mac mini mit M6 und M5 Pro ist bereits seit August im Handel. Die Werte in diesem Vergleich stammen aus Apples deutschen Datenblättern zum iMac und zum Mac mini sowie aus dem deutschen Apple Store.
Wie sich die beiden Geräte gegenüber ihren Vorgängern schlagen, steht in den Generationsvergleichen iMac M6 vs. M4 und Mac mini M6 vs. M4. Hier geht es um die Frage, welches der beiden Geräte heute die bessere Wahl ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Mac mini kostet ab 1.049 Euro und hat immer den vollen M6 mit 12-Core CPU und 12-Core GPU.
- Der iMac startet bei 1.799 Euro mit einem M6 mit 10-Core CPU und 10-Core GPU. Derselbe Chip wie im Mac mini steckt erst im iMac für 1.999 Euro.
- Beim Mac mini fehlen Bildschirm, Kamera, Tastatur und Maus. Dafür bietet er mehr Anschlüsse, Ethernet ab Werk und bis zu drei externe Displays.
- Arbeitsspeicher und SSD kosten bei beiden dieselben Aufpreise. Beim iMac mit 10-Core CPU ist bei 24 GB und 1 TB Schluss.
- Wer einen brauchbaren Monitor besitzt, fährt mit dem Mac mini deutlich günstiger. Mit Apples eigenem Studio Display kippt die Rechnung zugunsten des iMac.
Der Chip: gleiche Generation, nicht dasselbe Modell
Apple verbaut den M6 in zwei Ausbaustufen. Der Mac mini bekommt in allen drei Standardmodellen die volle Variante mit 12-Core CPU (2 Super-, 4 Performance- und 6 Effizienz-Kerne) und 12-Core GPU. Beim iMac gibt es diese Fassung nur im Modell mit vier Anschlüssen. Das Einstiegsmodell mit zwei Anschlüssen nutzt einen M6 mit 10-Core CPU (2 Super-, 3 Performance- und 5 Effizienz-Kerne) und 10-Core GPU.
Beim Mac mini nennt Apple die Speicherbandbreite getrennt nach Ausbau: 153 GB/s mit 16 GB, 170 GB/s mit 24 oder 32 GB. Beim iMac steht für beide Chipvarianten „bis zu 170 GB/s“. Die Dual 16-Core Neural Engine, die Neural Accelerators in der GPU und die Media Engine sind in allen M6-Modellen gleich.
Nach oben ist der Mac mini offener. Für 1.999 Euro gibt es ihn mit M5 Pro, 15-Core CPU, 16-Core GPU, 307 GB/s Speicherbandbreite und bis zu 64 GB Arbeitsspeicher. Einen iMac mit Pro-Chip bietet Apple nicht an.
Technische Daten im direkten Vergleich
| Mac mini (M6) | iMac (M6, 10-Core) | iMac (M6, 12-Core) | |
|---|---|---|---|
| Preis DE/AT | ab 1.049 € | ab 1.799 € | ab 1.999 € |
| Preis CH | ab 899 CHF | ab 1.499 CHF | ab 1.699 CHF |
| CPU / GPU | 12-Core / 12-Core | 10-Core / 10-Core | 12-Core / 12-Core |
| Arbeitsspeicher | 16 GB, optional 24 oder 32 GB | 16 GB, optional 24 GB | 16 GB, optional 24 oder 32 GB |
| SSD | 256 GB bis 2 TB | 256 GB bis 1 TB | 256 GB bis 2 TB |
| Integriertes Display | – | 24″ 4.5K Retina, 500 Nits | 24″ 4.5K Retina, 500 Nits, Nanotextur optional |
| Externe Displays | bis zu 3 | 1 | bis zu 2 |
| Thunderbolt | 3x Thunderbolt 4 (hinten) | 2x Thunderbolt / USB 4 | 4x Thunderbolt 4 |
| Weitere Anschlüsse | 2x USB-C (vorn, 10 Gbit/s), HDMI, Klinke | Klinke | Klinke |
| Ethernet | 2,5 Gbit, optional 10 Gbit | 2,5 Gbit optional | 2,5 Gbit |
| Kamera | – | 12 MP Center Stage | 12 MP Center Stage |
| Audio | integrierter Lautsprecher | 6 Lautsprecher, drei Mikrofone | 6 Lautsprecher, drei Mikrofone |
| Im Lieferumfang | – | Magic Keyboard, Magic Mouse | Magic Keyboard mit Touch ID, Magic Mouse |
| Gewicht | 0,67 kg | 4,42 kg | 4,44 kg |
| Farben | Silber | sieben Farben | sieben Farben |
Was der iMac für den Aufpreis mitbringt
Vergleicht man gleiche Chips, beträgt der Abstand 950 Euro: 1.049 Euro für den Mac mini gegen 1.999 Euro für den iMac mit 12-Core CPU. In diesem Betrag stecken ein 24-Zoll-Display mit 4480 x 2520 Pixeln, eine 12-MP-Kamera mit Center Stage und Schreibtischansicht, sechs Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Unterstützung, drei Mikrofone sowie Magic Keyboard mit Touch ID und Magic Mouse.

Beim iMac für 1.799 Euro fällt Touch ID weg, die Tastatur gibt es nur gegen Aufpreis. Dazu kommen der kleinere Chip, nur zwei Thunderbolt-Anschlüsse und eine Grenze von 24 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD. Ethernet kostet bei diesem Modell 30 Euro extra.
Was der Mac mini besser kann
Bei den Anschlüssen liegt der kleine Rechner klar vorn. Drei Thunderbolt-4-Buchsen auf der Rückseite, HDMI, Ethernet mit 2,5 Gbit ab Werk und zwei USB-C-Anschlüsse vorn hat kein iMac. Gegen 110 Euro Aufpreis gibt es 10-Gbit-Ethernet, eine Option, die Apple für den iMac nicht anbietet.
Auch bei Monitoren ist der Mac mini flexibler: Er treibt bis zu drei externe Displays an, zwei davon mit bis zu 6K bei 60 Hz. Der iMac mit 12-Core CPU schafft zwei externe Bildschirme zusätzlich zum eingebauten, das Einstiegsmodell nur einen. Welche Kombination mit welchem Chip funktioniert, steht in der Übersicht, wie viele externe Displays ein Mac unterstützt.
Mit 12,7 x 12,7 Zentimetern Grundfläche und 670 Gramm passt der Mac mini unter jeden Monitor und lässt sich ohne Aufwand umziehen. Beim Monitor, bei Tastatur und Maus bleibt die Wahl frei.
Gleiche Aufpreise, unterschiedliche Grenzen
Apple berechnet für Speicher bei beiden Geräten dieselben Beträge: 220 Euro für 24 GB, 440 Euro für 32 GB, 220 Euro für 512 GB, 550 Euro für 1 TB und 1.100 Euro für 2 TB SSD. Der Abstand zwischen Mac mini und iMac bleibt dadurch in jeder Konfiguration gleich. Wie viel Arbeitsspeicher sinnvoll ist, steht in der Übersicht, wie viel RAM ein Mac mit Apple Silicon wirklich braucht.
| Konfiguration (24 GB, 512 GB) | Preis DE |
|---|---|
| Mac mini (M6) | 1.489 € |
| iMac (M6, 10-Core) | 2.239 € |
| iMac (M6, 12-Core) | 2.439 € |
Den Mac mini mit 24 GB und 512 GB führt Apple als Standardmodell. Die beiden iMac-Preise ergeben sich aus dem Grundpreis plus Apples Aufpreisen.
Mac mini plus Studio Display: die Gegenrechnung
Wer keinen Monitor besitzt und beim Mac mini auf Apple-Zubehör setzt, landet schnell über dem iMac. Das Studio Display kostet in der günstigsten Ausführung 1.699 Euro, das Magic Keyboard mit Touch ID 169 Euro und die Magic Mouse 85 Euro. Zusammen mit dem Mac mini sind das 3.002 Euro, rund 1.000 Euro mehr als der iMac mit gleichem Chip.

Dafür bekommt man einen größeren Bildschirm, der sich bei einem späteren Rechnerwechsel weiter nutzen lässt. Die Unterschiede zwischen den beiden Apple-Monitoren stehen im Vergleich Studio Display vs. Studio Display XDR. Ein Monitor eines anderen Herstellers drückt die Summe deutlich, wobei Auflösung und Bildqualität dann vom gewählten Modell abhängen.
Das Display entscheidet die Rechnung
Ich halte den Mac mini für die bessere Wahl, sobald ein brauchbarer Monitor vorhanden ist. Er hat den vollen Chip zum niedrigsten Preis, mehr Anschlüsse, Ethernet ab Werk und den Pro-Chip als Aufstiegsmöglichkeit. Bei rund 950 Euro Abstand zum gleich ausgestatteten iMac bleibt genug Spielraum für Tastatur, Maus und einen ordentlichen Bildschirm.
Der iMac spielt seine Stärke aus, wenn der Schreibtisch leer ist oder ein einzelnes Gerät gewünscht wird: Display, Kamera, Lautsprecher und Mikrofone in einem Gehäuse, ein Kabel, eine Farbe nach Wahl. Dabei würde ich zum Modell mit 12-Core CPU greifen. Das Einstiegsmodell spart 200 Euro, verzichtet dafür aber auf zwei Kerne, zwei Anschlüsse, Ethernet und Touch ID und ist bei 24 GB und 1 TB am Ende.
Wer zwischen allen Desktop-Macs schwankt, findet die Gesamtübersicht in der Mac-Kaufberatung. Reicht der M6 nicht, ist der Vergleich Mac mini vs. Mac Studio der nächste Schritt. Alle Beiträge zu beiden Geräten bündeln die Seiten zum iMac und zum Mac mini, Details zum neuen Modell stehen in den Daten, Preisen und Terminen zum iMac M6.
Hast du schon einen Monitor auf dem Schreibtisch, der den Mac mini zur günstigeren Wahl macht, oder wäre dir das Komplettpaket iMac den Aufpreis wert? Schreib uns in den Kommentaren, mit welchem Bildschirm du rechnest.
Häufige Fragen: iMac vs. Mac mini
Der Mac mini hat in allen Standardmodellen den M6 mit 12-Core CPU und 12-Core GPU, also denselben Chip wie der iMac für 1.999 Euro. Gegenüber dem iMac für 1.799 Euro mit 10-Core CPU und 10-Core GPU hat er zwei Kerne mehr in CPU und GPU
Ja. Im Lieferumfang sind nur der Mac mini und das Netzkabel. Bildschirm, Tastatur und Maus kommen separat dazu, entweder vorhandene Geräte oder neue.
Der Mac mini mit M6 unterstützt bis zu drei externe Displays über Thunderbolt und HDMI. Der iMac mit 12-Core CPU schafft zusätzlich zum eingebauten Bildschirm bis zu zwei, das Einstiegsmodell einen.
Mit dem günstigsten Studio Display für 1.699 Euro, dem Magic Keyboard mit Touch ID für 169 Euro und der Magic Mouse für 85 Euro kommt der Mac mini auf 3.002 Euro. Der iMac mit gleichem Chip kostet 1.999 Euro.
Der iMac mit 12-Core CPU hat 2,5-Gbit-Ethernet ab Werk. Beim Modell mit 10-Core CPU kostet es 30 Euro Aufpreis. Der Mac mini hat 2,5 Gbit serienmäßig und lässt sich gegen 110 Euro mit 10 Gbit bestellen.
Das Modell mit 12-Core CPU kostet 200 Euro mehr und bietet dafür zwei Kerne mehr, vier statt zwei Thunderbolt-Anschlüsse, Ethernet, Touch ID und bis zu 32 GB Arbeitsspeicher sowie 2 TB SSD. Beim Einstiegsmodell ist bei 24 GB und 1 TB Schluss.
Nein. Einen Pro-Chip bietet Apple nur im Mac mini an: Mit M5 Pro kostet er ab 1.999 Euro und lässt sich mit bis zu 64 GB Arbeitsspeicher konfigurieren.





