Vier Neustarts in vier Wochen, dazu ein Serienfinale und drei Produktionen, die mitten im Monat weiterlaufen: Der September ist der Monat, in dem Apple TV den Sommer abschließt und den Herbst öffnet. Ein deutscher Regisseur inszeniert dabei ausgerechnet einen australischen Thriller.
Der August gehörte den Fortsetzungen – Ted Lasso, Silo und Dark Matter liefen parallel, wie die Übersicht zum August-Lineup zeigt. Im September dreht sich das Verhältnis: Vier neue Titel kommen dazu, verteilt auf vier aufeinanderfolgende Wochen, während zwei der laufenden Serien noch im Monat auslaufen. Drei der vier Neustarts sind Serien mit wöchentlicher Ausspielung, ihre Staffeln reichen damit bis weit in den Oktober und November hinein. Die kompletten Starttermine bis Ende November stehen in der Herbstvorschau mit allen elf bestätigten Terminen.
Das Wichtigste in Kürze
- Vier Neustarts im September: „Mayday“ (4.9.), „Last Seen“ (9.9.), „Slow Horses“ Staffel 6 (16.9.) und „Brothers“ (23.9.).
- Drei davon sind Serien, die mittwochs wöchentlich weiterlaufen – nur „Mayday“ ist ein Film und sofort komplett verfügbar.
- „Silo“ verabschiedet sich am 4. September mit dem Finale der dritten Staffel aus dem Programm.
- Bei „Last Seen“ führt mit Christian Schwochow ein deutscher Regisseur Regie – bei allen sechs Folgen.
- Alle Starts erfolgen weltweit zeitgleich, ein versetzter Termin für den deutschsprachigen Raum existiert nicht.
Die Starttermine im September auf einen Blick
| Datum | Titel | Format | Genre | Rhythmus |
|---|---|---|---|---|
| Fr., 4. September | Mayday | Film | Actionkomödie | komplett |
| Mi., 9. September | Last Seen | Serie | Thriller | Doppelfolge, dann wöchentlich |
| Mi., 16. September | Slow Horses (Staffel 6) | Serie | Spionagethriller | eine Folge, dann wöchentlich |
| Mi., 23. September | Brothers | Serie | Comedy | Doppelfolge, dann wöchentlich |
Mayday: Ryan Reynolds strandet hinter der Front

Den Auftakt macht am 4. September der Film „Mayday“. Ryan Reynolds spielt den Marinepiloten Troy „Assassin“ Kelly, der auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs zu einem Geheimauftrag über sowjetisches Gebiet aufbricht. Die Operation scheitert, Kelly bleibt hinter den feindlichen Linien zurück und trifft dort auf einen ehemaligen KGB-Agenten mit einer Schwäche für amerikanische Popkultur, gespielt von Kenneth Branagh. Aus der Zwangslage wird eine Zweckgemeinschaft.
Regie und Drehbuch stammen von John Francis Daley und Jonathan Goldstein, produziert wurde der Film von Skydance Media. Apple Original Films hatte den Termin und den Trailer im Juli veröffentlicht; die deutsche Fassung des Trailers folgte kurz darauf. Für Reynolds ist es nach der Weihnachtskomödie „Spirited“ die erneute Zusammenarbeit mit dem Streamingdienst.
Last Seen: Ein Notruf nach elf Jahren

Fünf Tage später startet am 9. September der australische Thriller „Last Seen“ mit einer Doppelfolge. Patrick Brammall spielt Ian Ridley, dessen Tochter Maggie vor elf Jahren spurlos verschwand. Ridley arbeitet inzwischen nicht mehr als Ermittler, sondern in der Einsatzzentrale der Polizei. Als dort der Notruf eines Mädchens eingeht, ist er überzeugt, Maggies Stimme zu erkennen.
Die sechsteilige Serie basiert auf dem Roman „The Dispatcher“ von Ryan David Jahn und wurde von Kris Mrksa adaptiert. Neben Brammall spielen Maxine Peake, Brendan Cowell, Daniel Henshall und Zahra Newman. Gedreht wurde vollständig im australischen Bundesstaat Victoria, die weiteren Folgen erscheinen bis zum 7. Oktober.
Warum die Serie im deutschsprachigen Raum besonders interessant ist
Regie führt Christian Schwochow – und zwar bei allen sechs Episoden. Der 1978 in Bergen auf Rügen geborene Regisseur hat mit „Bad Banks“ eine der prägenden deutschen Serienproduktionen der vergangenen Jahre inszeniert, dazu „Deutschstunde“, „Je suis Karl“ und „München – Im Angesicht des Krieges“. International steht er vor allem für mehrere Folgen von „The Crown“. Ein einziger Regisseur über alle sechs Episoden gibt der Serie eine durchgehende Handschrift – bei Stoffen, die von Atmosphäre und Figurenzeichnung leben, ist das ein spürbarer Unterschied. Apple nennt ihn in der Ankündigung zur Serie ausdrücklich als Regisseur und ausführenden Produzenten. Einen deutschsprachigen Trailer gibt es bereits.
Slow Horses: Die sechste Staffel beginnt am 16. September

Der wohl meisterwartete Start des Monats fällt auf den 16. September. Gary Oldman kehrt als Jackson Lamb zurück, Leiter jener MI5-Außenstelle, in der Agenten nach Karrierefehlern geparkt werden. Die sechste Staffel adaptiert mit „Joe Country“ und „Slough House“ gleich zwei Romane aus Mick Herrons Reihe – Band sechs und sieben. Diana Taverner, gespielt von Kristin Scott Thomas, zieht das Team in eine Auseinandersetzung um Vergeltung, die Slough-House-Truppe geht in Deckung.
Anders als bei „Last Seen“ und „Brothers“ steht zum Auftakt nur eine einzelne Folge bereit. Die insgesamt sechs Episoden erscheinen anschließend wöchentlich mittwochs, das Finale liegt laut Apples Ankündigung auf dem 21. Oktober. Der aktuelle Trailer nannte den Termin ein zweites Mal und verriet dabei die Rückkehr einer Figur aus der ersten Staffel. Die Serie endet mit der sechsten Runde nicht: Eine siebte Staffel ist längst bestätigt.
Brothers: Zwei Freunde, ein Verdacht

Den Monatsabschluss übernimmt am 23. September die Comedy-Serie „Brothers“. Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen fiktionalisierte Versionen ihrer selbst. Nach der geplatzten Hochzeit von Woodys Tochter zieht die Familie zu einem längeren Aufenthalt auf Matthews Ranch bei Austin – bis Matthews Mutter, gespielt von Holland Taylor, ein altes Familiengeheimnis ausplaudert: Die beiden könnten Halbbrüder sein. Parallel liebäugelt Matthew mit einer Kandidatur für das Gouverneursamt in Texas.
Showrunner ist Lee Eisenberg, produziert wird die Serie von Paramount Television Studios. Die acht Folgen starten mit einer Doppelfolge und laufen anschließend wöchentlich bis zum 4. November, wie Apple bei der Terminankündigung im Juni mitteilte. Der Stoff hat einen realen Kern: Beide Schauspieler haben die Verwandtschaftsfrage über Jahre öffentlich durchgespielt, ohne sie je zu klären. Seit der Ankündigung im Juni haben sich Besetzung und Termin nicht mehr geändert.
Diese Produktionen laufen im September weiter
Neben den Neustarts erscheinen im September wöchentlich neue Folgen von vier bereits gestarteten Serien. Zwei davon enden noch im Monat.
| Serie | Neue Folgen bis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Silo (Staffel 3) | 4. September | Staffelfinale, zehn Folgen insgesamt |
| Women in Blue (Staffel 2) | 30. September | spanischsprachiges Krimidrama |
| Ted Lasso (Staffel 4) | 7. Oktober | läuft in den Oktober hinein |
| Dark Matter (Staffel 2) | 30. Oktober | läuft in den Oktober hinein |
Das Finale von „Silo“ am 4. September ist der markanteste Einschnitt. Die dritte Staffel war die vorletzte; die abschließende vierte Staffel ist für den Sommer 2027 angekündigt und bereits abgedreht.
Bei „Ted Lasso“ hingegen steht die Fortsetzung außer Frage: Die vierte Staffel schickt den Trainer zu einem Frauenteam, und Apple hat zuletzt durchblicken lassen, dass noch genug Geschichten für eine fünfte Staffel vorhanden seien. Auch die zweite Staffel von „Women in Blue“ und die Rückkehr von „Dark Matter“ begleiten den Monat.
Sport bleibt ohne Aufpreis im Abo
Neben Serien und Filmen läuft im September der Spielbetrieb der Major League Soccer weiter. Seit der Saison 2026 sind sämtliche MLS-Partien einschließlich Leagues Cup ohne Zusatzkosten im Abo enthalten, der frühere MLS Season Pass ist entfallen. Für Zuschauer im deutschsprachigen Raum ist dabei die Zeitverschiebung der entscheidende Faktor: Die Anstoßzeiten der nordamerikanischen Liga fallen in mitteleuropäischer Zeit überwiegend in die späten Abend- und Nachtstunden.
Warum sich der September zäher anfühlt, als die Terminliste vermuten lässt
Vier Neustarts in vier Wochen klingen nach einem dichten Monat. Praktisch verteilt sich der Zuwachs aber sehr ungleich: Nach „Mayday“ am 4. September bekommst du in den folgenden drei Wochen jeweils nur den Auftakt einer Serie, deren Handlung sich anschließend über Wochen streckt. Wer keine wöchentliche Ausspielung mag, hat im September genau einen Titel, der komplett verfügbar ist.
Auffällig ist außerdem die Terminwahl am 4. September. Apple legt den Start des größten Films im Monat auf denselben Freitag wie das Finale einer laufenden Serie und bündelt damit zwei Ereignisse, die ein ähnliches Publikum ansprechen, auf einem einzigen Abend. Das Ergebnis ist ein starker Auftakt – und danach ein Monat, der sich vor allem aus Fortsetzungen speist.
Für den Dienst selbst passt das ins Bild: Der Schwerpunkt liegt in diesem Herbst spürbar bei Filmen, sieben von elf angekündigten Titeln sind Spielfilme oder Dokumentationen. Der September dreht dieses Verhältnis noch einmal um und liefert drei Serien gegen einen Film – ein letzter Serienmonat, bevor der Katalog im Oktober und November in die andere Richtung kippt. Dass Apple das Angebot insgesamt wettbewerbsfähiger machen will, hat der künftige Unternehmenschef mehrfach betont.
Apple TV im September 2026 – das Wichtigste auf einen Blick
Der Monat beginnt am 4. September doppelt: mit „Mayday“ als einzigem sofort vollständig verfügbaren Titel und dem Finale von „Silo“. Danach folgen im Wochentakt drei Serienstarts, deren Staffeln allesamt über den September hinausreichen – „Last Seen“ bis zum 7. Oktober, „Slow Horses“ bis zum 21. Oktober, „Brothers“ bis zum 4. November. Der stärkste Grund, gerade jetzt einzuschalten, dürfte für viele die Rückkehr von Jackson Lamb sein; der interessanteste Fund ist die australische Produktion mit deutscher Regie.



Welcher der vier Neustarts steht bei dir zuerst auf der Liste – der Reynolds-Film, den du an einem Abend durchsehen kannst, oder eine der drei Serien, die dich bis in den November hinein beschäftigen?