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Apple kommt mit HomeView spät in eine Geräteklasse, die Amazon seit Jahren besetzt. Auf dem Papier ist der Echo Show größer und offener. Trotzdem hat HomeView Vorteile, die in keiner Zollangabe stehen, und einen Nachteil, der hierzulande alles andere überlagert.
Am 13. November startet Apple HomeView in acht Ländern, Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören nicht dazu. Der naheliegende Gegenspieler steht dagegen längst im Regal: Amazons Echo Show mit Alexa+, die in Deutschland und Österreich bereits Deutsch spricht.
Apple führt HomeView in seinen technischen Daten mit 7-Zoll-Display und A18. Gegenüber stehen der Echo Show 8 und der Echo Show 11, die denselben Chip und dieselbe Kamera nutzen und HomeView preislich am nächsten kommen. Welche anderen Wege es bis zum EU-Start gibt, zeigen die Alternativen zu Apple HomeView.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Echo Show ist in Deutschland und Österreich erhältlich, HomeView nicht.
- Ein 16:9-Video läuft auf dem Echo Show 11 fast doppelt so breit wie auf HomeView.
- HomeView hat die höchste Pixeldichte und FaceTime.
- Zigbee und Android gibt es nur beim Echo Show, Netflix läuft dort als eigene App.
- Deutsch gehört bei Siri AI bisher nicht zu den unterstützten Sprachen, Alexa+ läuft in Deutschland und Österreich auf Deutsch.
HomeView und Echo Show im Datenvergleich
| Merkmal | Apple HomeView | Echo Show 8 | Echo Show 11 |
|---|---|---|---|
| Preis | 299 Dollar (USA) | 219,99 Euro | 269,99 Euro |
| Erhältlich in Deutschland und Österreich | nein | ja | ja |
| Display | 7 Zoll, quadratisch | 8,7 Zoll | 10,95 Zoll |
| Auflösung | 1088 × 1088 | 1340 × 800 | 1920 × 1200 |
| Pixeldichte | 220 ppi | rund 179 ppi | rund 207 ppi |
| Chip | A18 | AZ3 Pro | AZ3 Pro |
| Kamera | 12 MP, Center Stage | 13 MP | 13 MP |
| Lautsprecher | 2 Treiber, Tieftöner, 2 Passivmembranen | 2 Breitbandtreiber, 2,8-Zoll-Bass | 2 Breitbandtreiber, 2,8-Zoll-Bass |
| Smart Home | HomeKit, Matter, Thread | Zigbee, Matter, Thread | Zigbee, Matter, Thread |
| WLAN | Wi-Fi 6E | Wi-Fi 6E | Wi-Fi 6E |
| Breite | 14,55 cm | rund 21 cm | rund 26 cm |
| Gewicht | 952 g | rund 1 kg | rund 1,3 kg |
| Assistenz | Siri AI (Beta) | Alexa+ | Alexa+ |
Die Pixeldichte der beiden Echo-Modelle ist aus Auflösung und Diagonale gerechnet. Die Euro-Preise sind Amazons Preise, Stand 4. November. Einen Euro-Preis für HomeView gibt es nicht.
Das Display entscheidet über den Einsatzort
HomeView sitzt auf einem quadratischen Bildschirm mit einer Kantenlänge von rund 12,5 Zentimetern. Das passt zu Fotos, Timern, Kalender und Kamerabildern, nicht aber zu Filmen. Ein 16:9-Video läuft dort nur rund 12,5 Zentimeter breit, auf dem Echo Show 8 sind es rund 19 und auf dem Echo Show 11 rund 23,6 Zentimeter.
Bei der Schärfe dreht sich das Bild. Mit 220 ppi liegt HomeView vor beiden Echo-Modellen, und der Echo Show 8 zeigt trotz größerer Diagonale sogar weniger Bildpunkte insgesamt: rund 1,07 Millionen gegenüber rund 1,18 Millionen. Zu Apples Bildschirm gehören außerdem True Tone und eine automatische Helligkeit, die von 500 bis hinunter zu 0,3 Nits am Nachttisch reicht.
Beim Platzbedarf liegt ebenfalls Apple vorn. Mit 14,55 Zentimetern Breite passt HomeView auf schmale Regalböden, der Echo Show 11 braucht rund 26 Zentimeter. Für die Wand gibt es ein eigenes HomeView-Modell mit nur 286 Gramm. Für den Echo Show bietet Amazon einen verstellbaren Ständer als Zubehör an.

Siri AI gegen Alexa+
An dieser Stelle fällt die Entscheidung für Deutschland und Österreich. Für Apple ist Siri AI der Kern des Geräts, läuft auf HomeView aber als Beta, und Deutsch gehört nicht zu den unterstützten Sprachen.
Alexa+ läuft seit dem 7. Mai im Early Access in Deutschland und Österreich, und zwar auf Deutsch. Neu gekaufte Echo Show 8 und 11 bringen den Zugang mit, nötig sind ein deutschlandbasiertes Amazon-Konto und die Spracheinstellung Deutsch (Deutschland). Mit Prime ist die Assistenz ohne Aufpreis enthalten, ohne Prime nennt Amazon nach dem Early Access 22,99 Euro im Monat. Das Abo gehört damit in die Rechnung, denn ohne Prime wäre die Assistenz teuer.
Siri AI hat dafür einen anderen Hebel. Persönliche Anfragen laufen über ein gekoppeltes iPhone oder iPad mit Apple Intelligence, also über Mails, Termine und Nachrichten, die dort ohnehin liegen. Serverbasierte Funktionen unterliegen laut Apple täglichen Grenzen, erweiterter Zugang soll künftig kostenpflichtig werden.
Smart Home: zwei Systeme, ein gemeinsamer Nenner
HomeView arbeitet mit HomeKit- und Matter-Zubehör und steuert es über die eingebaute Home-App, inklusive Szenen und Automationen. Bis zu neun Kamerabilder lassen sich gleichzeitig anzeigen, dazu erkennt das Gerät Rauch- und CO-Melder am Geräusch. Wer die Apple-Home-Welt schon eingerichtet hat, findet dort alles wieder.
Der Echo Show bringt mit Zigbee ein Funkprotokoll mit, das HomeView fehlt. Dazu kommen Matter und ein Thread Border Router, sodass sich viele Lampen und Sensoren ohne eigene Bridge anbinden lassen. Amazons Omnisense-Technologie erfasst Anwesenheit, Temperatur und die visuelle ID.
Herstellerübergreifend ist Matter der gemeinsame Weg zwischen beiden Welten. Reines HomeKit-Zubehör bleibt dagegen in der Home-App, und Alexa-Routinen wandern nicht zu Apple. Ein Wechsel oder ein Parallelbetrieb kostet deshalb mehr als nur den Gerätepreis.
Video, Musik und Anrufe
Auf dem Echo Show laufen Prime Video und Netflix als Apps, weitere Dienste über den Browser. Das erledigt der Bildschirm ohne Umweg über ein Smartphone. Eine vollwertige App-Auswahl wie am Fernseher bietet er aber nicht.

HomeView bringt Apple Music und Apple Podcasts mit. Apple TV und kompatible Audio- und Video-Apps von Drittanbietern kommen über ein gekoppeltes iPhone, einen eigenen App Store gibt es auf dem Gerät nicht. Im Gegenzug läuft Musik per Handoff vom iPhone weiter, und Multiroom-Audio über AirPlay ist eingebaut.
Beim Klang setzt Apple im Tischmodell auf zwei Treiber im Display, einen nach unten abstrahlenden Tieftöner und zwei Passivmembranen, dazu 3D Audio mit Dolby Atmos bei kompatiblen Inhalten. Amazon kombiniert zwei Breitbandtreiber mit einem 2,8-Zoll-Bass und wirbt ebenfalls mit 3D-Audio.
Für Anrufe ist die Sache klar: FaceTime gibt es nur auf HomeView, inklusive Center Stage und vier Mikrofonen. Der Echo Show setzt auf Alexa-Anrufe und Drop In. Apple Music läuft dagegen auch auf dem Echo Show, der Dienst lässt sich dort mit dem bestehenden Abo einbinden.
Datenschutz und Einrichtung
Beim Datenschutz gehen beide Hersteller unterschiedliche Wege. Apple verarbeitet Gesichts- und Stimmerkennung in den Secure Exclaves des A18, auf die laut Apple weder das Betriebssystem noch das Unternehmen zugreifen kann. Amazon setzt auf eine Taste, die Mikrofone und Kamera abschaltet. In Apples Datenblatt taucht keine vergleichbare Taste auf.
Die Einrichtung zieht eine harte Grenze. HomeView braucht ein iPhone mit iOS 27.2 oder ein iPad mit iPadOS 27.2. Der Echo Show kommt ohne Apple-Gerät aus, die Alexa-App gibt es auch für Android. In gemischten Haushalten ist Amazons Gerät damit das offenere. HomeView erkennt dafür bis zu sechs Personen am Gesicht und gibt jeder einen eigenen Home-Bildschirm.
Warum der Echo Show hierzulande gewinnt, aber nicht für jeden
Ich sehe in diesem Vergleich kein Patt. In Deutschland und Österreich gewinnt der Echo Show, weil er zu kaufen ist und Deutsch spricht. HomeView verkauft Apple in der EU nicht, und auch die Schweiz steht nicht auf der Startliste. Selbst nach einem Start fehlte Siri AI nach heutigem Stand die deutsche Sprache.
Für Apple-Haushalte ist der Echo Show trotzdem kein Selbstläufer. Lebt dein Zuhause in der Home-App, holst du dir mit ihm ein zweites System ins Haus, ohne FaceTime und ohne den Zugriff auf deine Daten vom iPhone. Dann hängt die Entscheidung daran, wie dringend das Display wirklich ist.
Ich empfehle den Echo Show 11 allen, die Video und Rezepte groß sehen wollen, und den Echo Show 8 für Küche oder Schreibtisch mit weniger Platz. Der kleinere Echo Show 5 passt für Nachttisch oder Flur. Wer auf HomeView warten will, wartet ohne Termin. Ich würde das nur tun, wenn FaceTime und die Home-App wichtiger sind als eine Assistenz auf Deutsch.
Reicht dir fürs Erste ein Echo Show als Übergang, oder hält deine Home-App dich davon ab, ein zweites System aufzustellen? Schreib uns in den Kommentaren, was in deinem Zuhause den Ausschlag gibt.
Häufige Fragen: Apple HomeView vs. Echo Show
Nein. Apple verkauft HomeView nicht in der EU, weil Siri AI dort auf iOS bisher nicht verfügbar ist. Auch die Schweiz steht nicht auf der Liste der acht Startländer. Einen Termin für die EU nennt Apple nicht.
In den USA kostet HomeView 299 Dollar, einen Euro-Preis gibt es nicht. Der Echo Show 8 kostet bei Amazon 219,99 Euro, der Echo Show 11 kostet 269,99 Euro.
Nein. HomeView hat ein quadratisches 7-Zoll-Display, der Echo Show 8 misst 8,7 und der Echo Show 11 10,95 Zoll. Die höchste Pixeldichte hat mit 220 ppi aber HomeView.
Herstellerübergreifend ist Matter der gemeinsame Weg zwischen Apple Home und Alexa. Reines HomeKit-Zubehör bleibt in der Home-App. Ein Echo Show ersetzt die Home-App also nicht vollständig.
Nein. FaceTime gibt es nur auf HomeView. Der Echo Show setzt auf Alexa-Anrufe und Drop In.
Deutsch gehört bei Siri AI bisher nicht zu den unterstützten Sprachen. Alexa+ läuft dagegen in Deutschland und Österreich auf Deutsch, zunächst im Early Access.
Nein. Der Echo Show kommt ohne Apple-Gerät aus, die Alexa-App gibt es auch für Android. HomeView braucht dagegen ein iPhone mit iOS 27.2 oder neuer oder ein iPad mit iPadOS 27.2 oder neuer.





