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Ursprünglich sollte Apples Smart-Home-Zentrale schon Anfang 2025 kommen, ausgeliefert wird sie ab dem 13. November 2026. Zwei Apple-Managerinnen erklären jetzt, was dazwischen gefehlt hat. Ihre Antwort erklärt auch, warum das Gerät hierzulande nicht zu haben ist.
Apple hat HomeView am 13. Oktober vorgestellt, als Tisch- und als Wandmodell für jeweils 299 Dollar. Vor dem Marktstart haben Kaiann Drance, bei Apple Vice President für Produktmarketing im Bereich Home, und Lilian Rincon, Vice President für Produktmarketing im Bereich KI, mit The Verge über das Gerät gesprochen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Bildschirm oder die Kamera, sondern Siri AI. Genau die hatte das Projekt über mehr als anderthalb Jahre aufgehalten.
Das Wichtigste in Kürze
- Laut Kaiann Drance kommt HomeView erst mit Siri AI so zusammen, wie Apple es vorher nicht liefern konnte
- Lilian Rincon hebt hervor, dass sich das Zuhause damit in natürlicher Sprache steuern lässt, auch von weniger technikaffinen Familienmitgliedern
- Das Gerät war ursprünglich für Anfang 2025 geplant und hing an den verschobenen KI-Funktionen
- In der EU startet HomeView nicht, weil Siri AI dort auf dem iPhone fehlt
- In der Schweiz läuft Siri AI auf dem iPhone, HomeView startet dort trotzdem nicht
Was Apple jetzt sagt
Drance stellt Siri AI und den persönlichen Kontext, also den Zugriff der Assistenz auf Termine, Nachrichten und andere persönliche Daten, als Kern des Geräts dar. Apple sieht darin zugleich ein Datenschutzversprechen. Den Zusammenhang formuliert sie so:
Mit der Magie von Siri AI fügt sich das auf eine Weise zusammen, wie wir es bisher nicht liefern konnten.
Rincon beschreibt Siri AI als deutlich leistungsfähiger als die bisherige Fassung. Als Beispiel nennt sie die Heizung:
Es ist großartig, weil man einfach ganz natürlich darum bitten kann, die Temperatur am Thermostat zu ändern.
Das richte sich nicht nur an Technikbegeisterte, sondern genauso an die Schwiegermutter oder den Studenten aus der Generation Z.
Ein Gerät, das auf seine Software gewartet hat
Die Aussagen passen zur Vorgeschichte. Schon im März 2025 hieß es, das Gerät müsse auf die verschobenen KI-Funktionen und iOS 19 warten, weil es stark auf die neuen Siri-Funktionen angewiesen sei. Die Hardware galt dagegen nicht als Problem.
Ausdrücklich als Grund für die Verschiebungen nennen die beiden Managerinnen Siri AI nicht. Ihre Aussagen laufen aber auf denselben Punkt hinaus: Ohne Siri AI hätte HomeView nicht das leisten können, wofür Apple es gebaut hat.
Warum das Gerät hierzulande fehlt
Dieselbe Abhängigkeit erklärt den Starttermin in Europa. HomeView startet ohne die EU, Apple begründet das damit, dass Siri AI unter iOS in der EU derzeit nicht verfügbar ist. Ist Siri AI der Kern des Geräts, wie Drance es beschreibt, fehlt dieser Kern ohne Siri AI auf dem iPhone.
Die Schweiz liegt anders. Dort läuft Siri AI auf dem iPhone bereits, unter den acht Startländern ist sie trotzdem nicht. Auf HomeView spricht Siri AI zum Start nur Englisch, Französisch für Kanada soll per Update folgen, Deutsch nennt Apple nicht.
| Land | Siri AI auf dem iPhone | HomeView zum Start |
|---|---|---|
| Deutschland, Österreich | nein | nein |
| Schweiz | ja | nein |
| USA, Großbritannien, Kanada u. a. | ja | ja, ab 13. November |
Die Sprache als zweite Hürde
Ich halte die Sprache für das größere Hindernis für den deutschsprachigen Raum. Selbst wenn Siri AI auf EU-iPhones startet, bleibt ein Gerät, das nach Apples eigener Darstellung vom Gespräch mit der Assistenz lebt, ohne deutsche Sprachausgabe wenig sinnvoll. Die Schweiz zeigt schon jetzt, dass die EU-Frage allein nicht reicht.
Würdest du HomeView kaufen, wenn es hierzulande erst einmal nur auf Englisch käme – oder ist Deutsch für dich die Bedingung? Schreib uns in die Kommentare, was für dich den Ausschlag gibt.





