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OpenAI-Hardware von Jony Ive verzögert sich bis 2027

by Milan
10. Februar 2026
OpenAI Jony Ive

Bild: Shutterstock / Samuel Boivin

OpenAI arbeitet an seinem ersten eigenen Hardware-Gerät, das künstliche Intelligenz jenseits klassischer Bildschirme nutzbar machen soll. Das Projekt wird seit Monaten aufmerksam verfolgt, vor allem wegen des bekannten Designers hinter dem Produkt. Neue Gerichtsunterlagen zeigen nun, dass sich die Markteinführung deutlich verzögert und frühere Zeitpläne nicht mehr gelten.

Wenn OpenAI ein Hardware-Produkt entwickelt, geht es nicht um Zubehör oder ein Nischenexperiment. Das Unternehmen, das mit ChatGPT eine neue Phase der KI-Nutzung eingeläutet hat, verfolgt das Ziel, ein völlig neues Konsumgerät zu etablieren. Entworfen wird dieses erste Gerät von Jony Ive, dem langjährigen Chefdesigner von Apple. Genau diese Kombination aus KI-Plattform und ikonischem Produktdesign sorgt für hohe Erwartungen und entsprechend große Aufmerksamkeit.

Verzögerung bis 2027 bestätigt

Laut aktuellen Gerichtsunterlagen, über die unter anderem Wired berichtet, wird das erste von Jony Ive entworfene Hardware-Gerät von OpenAI frühestens Ende Februar 2027 an Kunden ausgeliefert. Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, das ChatGPT-basierte Gerät noch vor Ende 2026 auf den Markt zu bringen.

In den Unterlagen wird außerdem festgehalten, dass OpenAI bislang weder Verpackungsdesigns noch Marketingmaterialien für das Gerät erstellt hat. Das deutet darauf hin, dass sich das Produkt weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase befindet und eine kurzfristige Markteinführung nie realistisch war.

Hintergrund: Markenrechtsklage gegen OpenAI

Der Auslöser für die Offenlegung dieser Details ist eine Markenrechtsklage des Audio-Startups iyO. Das Unternehmen reichte die Klage ein, nachdem OpenAI das Startup io übernommen hatte. Dieses wurde von Jony Ive nach seinem Ausscheiden bei Apple mitgegründet.

Im Rahmen des Verfahrens erklärte OpenAI, dass der Name „io“ künftig nicht mehr für KI-Hardware verwendet wird. Das betrifft auch alternative Schreibweisen wie „IYO“ oder andere Groß- und Kleinschreibungen. Der Konzern überprüft demnach seine gesamte Strategie zur Produktbenennung und will mögliche Verwechslungen oder rechtliche Risiken vermeiden.

Was über das Gerät bekannt ist

Über das erste KI-Konsumprodukt von OpenAI sind weiterhin nur wenige konkrete Informationen öffentlich. Klar ist jedoch, was das Gerät nicht sein soll. Laut früheren Unterlagen zur Klage handelt es sich weder um ein In-Ear-Gerät noch um ein Wearable.

Stattdessen wird das Produkt als sogenanntes „drittes Kerngerät“ beschrieben. Es soll entweder in der Hosentasche Platz finden oder auf dem Schreibtisch neben einem MacBook Pro und einem iPhone liegen. Frühere Leaks liefern zusätzliche Hinweise:

  • Das Gerät soll taschengroß sein
  • Es kommt vollständig ohne Bildschirm aus
  • Es nimmt die Umgebung und den Alltag kontextuell wahr

Damit würde OpenAI bewusst mit bestehenden Bedienkonzepten brechen und ein Produkt entwickeln, das KI permanent, aber möglichst unauffällig verfügbar macht.

Interne Einschätzung bei OpenAI

Intern scheint das Projekt einen hohen Stellenwert zu haben. Sam Altman soll Mitarbeitenden nach einem Test des Prototyps gesagt haben, es handele sich um „die coolste Technologie, die die Welt je gesehen hat“. Diese Aussage fiel, nachdem Altman den von Jony Ive entworfenen Prototyp privat zu Hause ausprobiert hatte. Öffentlich äußert sich OpenAI weiterhin nur sehr zurückhaltend zu Details, Funktionsumfang oder Einsatzszenarien des Geräts.

OpenAI: Hohe Erwartungen treffen auf komplexe Realität

Die Verzögerung des ersten Hardware-Geräts zeigt, wie ambitioniert und zugleich komplex das Vorhaben von OpenAI ist. Rechtliche Auseinandersetzungen, offene Fragen zur Produktstrategie und ein hoher Anspruch an Design und Funktion verzögern den Zeitplan spürbar. Trotz allem bleibt das Projekt eines der spannendsten Experimente im aktuellen KI-Markt. Ob OpenAI mit diesem Gerät tatsächlich eine neue Geräteklasse etablieren kann, wird sich frühestens 2027 zeigen. (Bild: Shutterstock / Samuel Boivin)

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