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MacBook-Roadmap: Apple streicht zwei geplante Modelle

Milan Jovicic by Milan Jovicic
3. September 2026 - 18:34 CEST
in Apple Gerüchte
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Gestapelte MacBooks in verschiedenen Größen zur neuen MacBook Roadmap

Bild: Apfelpatient

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Ein faltbares MacBook mit bis zu 18 Zoll und ein OLED-Modell oberhalb der bekannten Pro-Größen sollen beide vom Tisch sein. Dafür rückt ein völlig neues 13,8-Zoll-Gerät in die Planung – das allerdings erst gegen Ende des Jahrzehnts. Und beim Chip des kommenden Spitzenmodells widerspricht die neue Prognose dem bisherigen Stand.

Die Angaben stammen aus einem Beitrag des Display-Chefanalysten von Omdia zur diesjährigen China Display Conference. Sie betreffen nicht einzelne Geräte, sondern Apples gesamte Planung für OLED-Displays in Macs und iPads – und damit auch das Modell, das bislang als MacBook Ultra gehandelt wird. An der langfristigen Linie, die gesamte Mac- und iPad-Reihe auf OLED umzustellen, ändert sich nichts. Verschoben hat sich, welche Geräte dabei welche Technik bekommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein faltbares MacBook mit 16,1 bis 18 Zoll im aufgeklappten Zustand soll gestrichen sein.
  • Ebenfalls gestrichen: ein OLED-MacBook zwischen 14,4 und 16,1 Zoll, das oberhalb der Pro-Modelle gesessen hätte.
  • Neu in der Planung ist ein 13,8-Zoll-MacBook zwischen dem MacBook Air und dem OLED-MacBook-Pro – erwartet wird es für 2029.
  • Die OLED-Modelle mit 14,3 und 16,3 Zoll sollen Ende 2026 kommen und könnten den M5 Ultra bekommen.
  • Die aktuellen Mini-LED-Modelle laufen parallel weiter, voraussichtlich bis mindestens 2028.

Was gestrichen sein soll

Das größere der beiden gestrichenen Projekte war ein faltbares MacBook, das aufgeklappt zwischen 16,1 und 18 Zoll gemessen hätte. Es war bereits aus seinem ursprünglichen Produktionsfenster für 2026 gerutscht, wurde in früheren Berichten allerdings meist als großformatiges faltbares iPad geführt und nicht als Notebook.

Der zweite gestrichene Kandidat ist weniger spektakulär, für die Produktlinie aber folgenreicher: ein MacBook mit OLED-Display zwischen 14,4 und 16,1 Zoll, das eine eigene Stufe zwischen den regulären Pro-Größen und dem faltbaren Gerät gebildet hätte. Mit beiden Absagen bleibt der Bereich von 14,3 bis 16,3 Zoll der MacBook-Pro-Reihe vorbehalten.

Das neue Modell kommt – aber nicht bald

An die Stelle der gestrichenen Zwischengröße tritt ein 13,8-Zoll-MacBook, das unterhalb der Pro-Modelle einsortiert wird statt darüber. Technisch wäre es der ambitionierteste Bildschirm der Reihe: LTPO+-Backplane, ein Touchsensor direkt in der Verkapselung, eine Kamera unter dem Panel und der Verzicht auf den Polarisator.

Der entscheidende Punkt steht allerdings nicht bei der Technik, sondern beim Zeitplan: Als Erscheinungsjahr nennt die Prognose 2029. Wer die Meldung als Ankündigung eines baldigen Modells liest, liegt drei Jahre daneben. Selbst der Panellieferant ist nach eigener Aussage des Analysten noch nicht absehbar – für ein Gerät, das später zur tragenden Größe der MacBook-Reihe werden könnte, wären am Ende wohl mehrere Zulieferer nötig.

ModellDisplaytechnikErwartet
MacBook Pro 14,3 / 16,3 ZollHybrid-OLED, RGB-Tandem, Oxide-BackplaneEnde 2026
MacBook Pro 14,3 / 16,3 Zoll (Bestand)LCD mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungläuft weiter bis mindestens 2028
MacBook 13,8 ZollHybrid-OLED, einlagige RGB-Struktur, LTPO+2029
MacBook AirLCDunverändert
Faltbares MacBook 16,1–18 Zoll–gestrichen
MacBook OLED 14,4–16,1 Zoll–gestrichen

Beim Chip widerspricht die Prognose dem bisherigen Stand

Für die OLED-Modelle mit 14,3 und 16,3 Zoll hält die Analyse eine Ausstattung mit dem M5 Ultra für sehr wahrscheinlich. Begründet wird das mit Apples eigener Modellpolitik: Weil die LCD-Fassung im März bereits mit M5, M5 Pro und M5 Max erschienen ist, bliebe für die höherwertige OLED-Variante nur die nächste Stufe.

Das steht gegen den bisherigen Stand. Ende Juni hieß es aus dem Umfeld des Konzerns, das Gerät werde mit M5 Pro und M5 Max ausgeliefert – eine Angabe, die damals selbst überraschte, weil sie einen M6 ausschloss. Ein MacBook mit Ultra-Chip hat es zudem noch nie gegeben; die Bezeichnung war bislang Desktop-Rechnern vorbehalten, zuletzt dem Mac Studio mit seinem aus vier Dies zusammengesetzten M5 Ultra.

Beide Angaben lassen sich nicht miteinander vereinbaren, und beide sind unbestätigt. Bemerkenswert ist der Unterschied in der Herleitung: Die eine stützt sich auf Angaben zur Produktplanung, die andere ausdrücklich auf einen Rückschluss aus der bereits erschienenen LCD-Fassung. Ein Rückschluss ist keine Lieferketteninformation, auch wenn er plausibel klingt.

Wie belastbar die Prognose ist

Omdia verfolgt Panel-Produktionslinien und Bestellmengen und ist damit bei Displays nah an der Fertigung – die Angaben zu Fertigungsstart, Stückzahlen und Zulieferern sind der starke Teil der Analyse. Für die kommenden OLED-Modelle nennt sie den Produktionsbeginn im Juli 2026 bei Samsung Display und rund 1,3 Millionen Panels für dieses Jahr.

Bei Chips und Produktnamen gilt das nicht im selben Maß. Die Analyse selbst weist darauf hin, dass die gesamte Planung auf der aktuellen Marktlage beruht und sich mit den Kapazitäten der Panelhersteller verschieben kann. Als äußere Faktoren nennt sie ausdrücklich die stark gestiegenen Speicherpreise und Apples Strategie für KI-Rechner.

Warum das Mini-LED-Modell die eigentliche Nachricht ist

Für Kaufentscheidungen ist der wichtigste Satz der Analyse nicht die Absage und auch nicht der Chip, sondern der Hinweis, dass die bestehenden Mini-LED-Modelle mit 14,3 und 16,3 Zoll nicht auslaufen, wenn die OLED-Fassung kommt. Beide sollen mehrere Jahre nebeneinander verkauft werden, die LCD-Variante voraussichtlich bis mindestens 2028 – nach Lesart der Analyse aus Kostengründen.

Wer also in den kommenden Monaten ein MacBook Pro kauft, kauft kein Auslaufmodell. Das ist in dieser Produktlinie keine Selbstverständlichkeit: Beim Wechsel auf Apple Silicon verschwanden die Vorgänger binnen weniger Monate aus dem Sortiment.

Wir rechnen damit, dass sich die Parallelführung auch im Preis niederschlägt und die OLED-Modelle deutlich oberhalb der heutigen Pro-Preise einsteigen, statt sie zu ersetzen. Der Grund steht in derselben Analyse: Die neue Fertigung läuft exklusiv über eine einzige Produktionslinie, und ein zweiter Lieferant soll frühestens 2028 dazukommen.

Was sich bis zur Vorstellung noch ändern kann

Panel-Roadmaps sind bewegliche Ziele, und die vorliegende Fassung ist bereits die überarbeitete Version einer früheren Planung. Gesichert ist damit vor allem der Rahmen: OLED zuerst in der Pro-Reihe, das MacBook Air bleibt vorerst bei LCD, und die große Klappmaschine ist keine Option mehr.

Wäre dir ein faltbares MacBook wichtiger gewesen als ein weiteres Modell zwischen Air und Pro – oder hältst du die Absage für die richtige Entscheidung? Widersprich uns gern in den Kommentaren.

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Tags: MacMacBookMacBook Pro
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Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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