Drei Verkaufstage haben gereicht: In der Startwoche des iPhone 18 Pro war Apple der größte Smartphone-Verkäufer in China. Der Gesamtmarkt schrumpft dabei weiter. Ein Teil des Erfolgs hat allerdings mit einem Gerät zu tun, das in diesem Herbst gar nicht erschienen ist.
Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max sind am 18. September in den Handel gekommen. Laut einer Auswertung von Counterpoint Research lagen die Verkäufe der Pro-Reihe in China in der Startwoche um 12 Prozent über denen des Vorjahres. Grundlage ist der wöchentliche Sell-out-Tracker des Marktforschers, gezählt werden also Verkäufe an Endkunden, keine Auslieferungen an den Handel.
Für Apple setzt sich damit eine Entwicklung fort, die bereits mit dem iPhone 17 begonnen hatte. Im vierten Quartal 2025 hatte Apple in China mit 22 Prozent Marktanteil den ersten Platz erreicht, getragen von der damals neuen iPhone-Generation.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Verkäufe der iPhone-18-Pro-Reihe lagen in China in der Startwoche 12 Prozent über dem Vorjahr.
- Apple kam in der Woche vom 14. bis 20. September auf 33 Prozent aller Smartphone-Verkäufe im Land und lag damit auf Platz eins.
- Der chinesische Gesamtmarkt lag in derselben Woche 17 Prozent unter dem Vorjahreswert.
- Counterpoint nennt das fehlende Basismodell iPhone 18 und Preiserhöhungen bei chinesischen Flaggschiffen als Gründe.
Ein Drittel des Marktes in drei Tagen
In der Kalenderwoche 38, die vom 14. bis zum 20. September lief, entfiel laut Counterpoint ein Drittel aller in China verkauften Smartphones auf Apple. Die neuen Pro-Modelle standen in dieser Woche nur an den letzten drei Tagen in den Läden, von Freitag bis Sonntag.
Der Vorjahresvergleich ist trotzdem fair. Das iPhone 17 Pro kam am 19. September 2025 in den Handel, ebenfalls an einem Freitag. In der vergleichbaren Kalenderwoche des Vorjahres, die vom 15. bis zum 21. September 2025 reichte, lag es damit ebenso nur drei Tage im Verkauf.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Plus der Pro-Reihe in der Startwoche | 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr |
| Apples Anteil an den Verkäufen, 14. bis 20. September | 33 Prozent |
| Gesamtmarkt China in derselben Woche | 17 Prozent unter Vorjahr |
| Verkaufstage der Pro-Reihe in dieser Woche | drei |
Die 33 Prozent beschreiben eine einzelne Woche mit Produktstart. Mit den 22 Prozent aus dem vierten Quartal 2025 lassen sie sich nicht direkt vergleichen, der Zeitraum ist ein anderer und die Woche fällt mitten in den Verkaufsstart.
Ein schrumpfender Markt
Der Hintergrund ist ein schwacher Gesamtmarkt. Die wöchentlichen Smartphone-Verkäufe in China liegen laut Counterpoint seit Juli zweistellig unter dem Vorjahr, Gründe sind eine schwache Nachfrage und steigende Speicherkosten. Auch die Startwoche des iPhone 18 Pro hat daran nichts geändert, der Markt lag weiterhin 17 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Für die kommenden Wochen erwartet der Marktforscher eine Erholung gegenüber den Vormonaten, weil im September mehrere neue Flaggschiffe erschienen sind. Das Volumen des Vorjahres erreicht der Markt damit aber nicht.
Zwei Gründe für den Vorsprung
Counterpoint führt den starken Start auf frühe Upgrades und eine kräftige Unterstützung durch den Handel zurück. Zwei Faktoren hebt Analyst Ivan Lam besonders hervor.
Zum einen fehlt in diesem Herbst das Basismodell iPhone 18. Wer ein neues iPhone wollte, dürfte deshalb teilweise direkt zum Pro-Modell gegriffen haben. Zum anderen haben viele chinesische Hersteller die Preise ihrer Flaggschiffe um mehr als 200 US-Dollar angehoben. Der Abstand zum iPhone Pro ist dadurch geschrumpft, das iPhone wirkt im Vergleich günstiger als früher.
Die Preiserhöhungen dürften die Konkurrenz auch über die Startphase hinaus belasten. Counterpoint rechnet damit, dass die neuen chinesischen Flaggschiffe im vierten Quartal weniger verkaufen als ihre Vorgänger.
Ein Plus mit Sonderfaktor
Ich halte das Plus von 12 Prozent für weniger aussagekräftig, als es auf den ersten Blick wirkt. Im Vorjahr verteilte sich die Nachfrage zum Start auf Basis- und Pro-Modelle, in diesem Jahr gibt es zum Pro schlicht keine Alternative aus der neuen Generation. Ein Teil des Zuwachses dürfte deshalb verschobene Nachfrage sein und keine zusätzliche.
Belastbarer wird das Bild in den Quartalszahlen, und dort kommt ein weiterer Faktor hinzu. Das iPhone Duo kann ab dem 16. Oktober vorbestellt werden und kommt am 23. Oktober in den Handel. Ich erwarte, dass es in China einen Teil der Kunden anzieht, die sonst zum Pro gegriffen hätten.
Hierzulande ist die Lage dieselbe: Ein iPhone 18 gibt es in diesem Herbst nicht, die Auswahl unter den aktuellen iPhones läuft bis auf Weiteres ohne Basismodell der neuen Generation. Wenn du kein Pro brauchst, entscheidest du dich also zwischen Vorjahresgeräten und Warten.
Hättest du dich ohne Basismodell für das Pro entschieden oder lieber auf das iPhone 18 gewartet? Schreib uns in die Kommentare, wie du dich entschieden hast.





