Die erste Beta von iOS 27.2 ist kein kleines Wartungsupdate. Sie bringt eine neu gebaute Health-App, fünf weitere Sprachen für Siri AI, Profile in der Apple TV App und eine neue Tracking-Abfrage für die EU. Dazu kommen kleinere Änderungen in Musik, Podcasts und den Siri-Einstellungen.
Apple hat am 16. September die ersten Betas von iOS, iPadOS, macOS, watchOS, tvOS und visionOS 27.2 an Entwickler verteilt. Das iPhone Duo wird mit iOS 27.1 ausgeliefert, eine öffentliche Testphase für diese Version gibt es nicht.
Installiert wird die Beta über die Beta-Updates in den Softwareupdate-Einstellungen, derselbe Weg wie bei der Developer Beta von iOS 27.
Das Wichtigste in Kürze
- Die neu gebaute Health-App lässt sich testen, gehört laut Apple aber nicht zur fertigen iOS 27.2.
- Siri AI steht in der Beta auf Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch bereit, Deutsch ist nicht dabei.
- Die Apple TV App auf iPhone und iPad bekommt Profile samt Kinderprofilen.
- Eine neue Tracking-Abfrage wird in Deutschland und vier weiteren EU-Ländern Pflicht.
Neu gebaute Health-App im Test
Die überarbeitete Health-App aus der September-Keynote ist in drei Bereiche gegliedert: Insights, Longevity und Browse. Insights fasst aktuelle Werte wie Vitaldaten, Schlaf und Aktivität zusammen, Longevity zeigt die langfristige Entwicklung und berechnet Health Age. Dafür gibt es Tests direkt in der App, die über die iPhone-Kamera Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und VO2max messen. Außerdem hat die App ein neues Symbol.
Die neue Health-App ist in der Beta erstmals testbar, laut Apples Hinweisen für Entwickler aber nicht Teil der fertigen iOS 27.2. Sie folgt später im Jahr und startet zunächst nur in US-Englisch.
Siri AI in fünf weiteren Sprachen
In der Beta lässt sich Siri AI auf Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch nutzen. Apple hatte die Sprachen für Oktober angekündigt, eine deutsche Fassung gehört nicht dazu.
Auf dem iPhone ändert das in der EU vorerst wenig. Apple bietet Siri AI auf iOS und iPadOS in der EU weiterhin nicht an und begründet das mit dem Digital Markets Act. In der Schweiz gilt diese Einschränkung nicht, dort können französischsprachige Nutzer die neue Sprache verwenden, sobald sie ausgeliefert wird.
Profile in der Apple TV App
Die Apple TV App auf iPhone und iPad kennt jetzt Profile samt Kinderprofilen. Ein Profil braucht nur Bild, Namen und die Angabe, ob es für ein Kind gedacht ist. Kinderprofile begrenzen TV-Sendungen und Filme getrennt auf eine Altersfreigabe, voreingestellt ist „Ab 6 Jahren“.
In den Einstellungen der App gibt es außerdem eine neue Option für Gebärdensprachdolmetschung, sofern ein Titel sie anbietet.
Neue Tracking-Abfrage für die EU
Für App-Tracking-Transparenz gibt es in der EU eine alternative Abfrage. In Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien ist die neue Tracking-Abfrage Pflicht, in den übrigen EU-Ländern entscheidet der App-Anbieter. Apps dürfen außerdem ein Jahr nach der letzten Entscheidung erneut fragen.
Kleinere Änderungen in Apps und Einstellungen
- Siri: Der Bereich für den App-Zugriff wurde zu einer Liste ausgeschlossener Apps umgebaut. Mehrere Apps lassen sich jetzt auf einmal hinzufügen, statt jede einzeln auszuschließen. Ausgeschlossene Apps tauchen nicht mehr in Siri, der Suche und in Vorschlägen auf.
- Telefon: Ist bei einem Kontakt ein Jahrestag hinterlegt, weist die Telefon-App beim Anruf darauf hin. Die Funktion setzt Apple Intelligence voraus.
- Musik: In der Mediathek sind einige rote Akzente verschwunden. Die Tasten für Wiedergabe und Zufallswiedergabe sowie die Symbole neben den Bereichen erscheinen schwarz.
- Podcasts: Die bisherige Warteschlange wurde zu einem Bereich für neue Folgen umgebaut, direkt darunter folgt ein Bereich zum Weiterhören.
- Uhr: Bei Weckern im 12-Stunden-Format erscheinen die Angaben für vormittags und nachmittags kleiner als die Uhrzeit.
- CarPlay Ultra: Für CarPlay Ultra gibt es Themes mit eigener Auswahl für Hintergrundbild, Instrumentenstil und Farbe. Im Code finden sich Hinweise, dass die Ambientebeleuchtung unterstützter Fahrzeuge die gewählte Farbe übernimmt.
- FaceTime: Die im Mai angekündigte Schnittstelle, über die Apps für Gebärdensprachdolmetschung eine dolmetschende Person in ein laufendes Videotelefonat holen können, ist aktiv.
Nach Verweisen im Code ist außerdem eine Löschoption vorgesehen, die den Speicher komplett überschreibt – allerdings nur für in China verkaufte Geräte.
Was im deutschsprachigen Raum davon ankommt
Gemessen an der Liste ist die Ausbeute hierzulande überschaubar. Die Health-App startet in US-Englisch, und die neuen Siri-AI-Sprachen helfen auf dem iPhone in der EU nicht, solange die Funktion dort gesperrt bleibt. Sofort spürbar sind die Profile in der Apple TV App mit den gewohnten Altersstufen und die neue Tracking-Abfrage, die in Deutschland verpflichtend ist.
Nutzt du ein iPhone in Deutschland oder Österreich, wirst du von 27.2 also vor allem in der Apple TV App und bei Apps mit Tracking-Anfrage etwas merken. Die großen Neuerungen darüber hinaus hängen an einer Sprache oder an einem Markt, der Rest sind Detailänderungen in einzelnen Apps.
iOS 27.2: So geht es weiter
Vor iOS 27.2 erscheint iOS 27.1, und zwar ohne vorherige Testphase: Das iPhone Duo wird damit ab dem 23. Oktober ausgeliefert. Die neue Health-App erscheint laut Apple nicht mit der fertigen iOS 27.2, sondern später im Jahr.


