Dieser Beitrag kann Partnerlinks enthalten. Mehr dazu im Partnerprogramm.
Apple baut seine Rechtsabteilung weiter um – und holt dafür erneut Personal von Meta. Ein langjähriger Prozesschef des Facebook-Konzerns soll eine neu geschaffene Stelle übernehmen, die weltweit die Patent- und Wirtschaftsverfahren bündelt. Davon hat Apple derzeit reichlich.
Scott Tucker wechselt von Meta zu Apple. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Tucker war knapp sechs Jahre lang stellvertretender Chefjurist bei Meta und dort für Rechtsstreitigkeiten zuständig, davor arbeitete er in leitender Rechtsfunktion bei Morgan Stanley.
Bei Apple soll er Vizepräsident für globale Rechtsstreitigkeiten und Finanzdienstleistungen werden. Die Personalie fügt sich in eine Reihe von Wechseln an der Spitze, die die Führungsriege von Apple seit Monaten verändern.
Das Wichtigste in Kürze
- Scott Tucker, bislang Prozesschef und stellvertretender Chefjurist bei Meta, wechselt laut Bloomberg zu Apple.
- Die Stelle ist neu geschaffen und umfasst Patent- und Wirtschaftsverfahren weltweit sowie Rechtsfragen zu Apples Finanzdiensten.
- Tucker gehört damit zum Team von Chefjuristin Jennifer Newstead, die selbst von Meta kam.
- Mit Heather Grenier berichtet eine bisherige direkte Mitarbeiterin von Newstead künftig an Tucker.
Die neue Stelle in der Rechtsabteilung
Laut dem Bericht ist die Position neu. Tucker soll weltweit die kommerziellen Rechtsstreitigkeiten und die Patentverfahren verantworten, dazu die rechtlichen Fragen rund um Apples Finanzangebote. Ein Startdatum nennt der Bericht nicht.
Die Neuordnung verändert auch die Berichtswege. Heather Grenier, die bislang direkt an Newstead berichtete, ist künftig Tucker unterstellt. Ihren Platz im juristischen Führungsteam von Newstead behält sie laut Bloomberg.
Der zweite Wechsel von Meta zu Apple
Tucker ist nicht der erste Jurist, der von Meta zu Apple geht. Jennifer Newstead war zuvor Chefjuristin bei Meta und verantwortet bei Apple heute als General Counsel die Rechtsabteilung und die Regierungsbeziehungen. Mit Tucker holt sie einen früheren Kollegen aus ihrem alten Konzern nach.
Der Bericht stützt sich auf ungenannte Personen aus dem Umfeld des Vorgangs; ein Dokument oder eine Mitteilung von Apple nennt er nicht.
Warum Apple die Prozessführung bündelt
Ich sehe den Schritt vor allem im Zusammenhang mit der Prozesslage. Apple führt derzeit mehrere teure Patentverfahren gleichzeitig. Im Streit um die Taptic Engine sprach eine Jury dem Kläger 5,7 Milliarden Dollar zu, gegen das Urteil geht Apple inzwischen vor. Im Verfahren mit Masimo muss Apple zusätzlich zur Schadensersatzsumme 184 Millionen Dollar Zinsen zahlen.
Eine eigene Stelle mit weltweiter Zuständigkeit für genau diese Verfahren ist da eine nachvollziehbare Antwort. Für Nutzer ändert sich unmittelbar nichts – die Personalie zeigt aber, wo Apple gerade die größten Risiken sieht: nicht nur bei Regulierern, sondern vor Gericht.
Glaubst du, dass Apple mit einem eigenen Prozesschef die teuren Patentniederlagen der vergangenen Monate besser in den Griff bekommt – oder sind solche Urteile im US-Rechtssystem kaum zu vermeiden? Schreib uns deine Einschätzung in die Kommentare.





