Am selben Tag wie Final Cut Camera bekommt auch Apples Kreativ-Abo sein Update. Im Mittelpunkt steht ein Weg, der mit dem iPhone 18 Pro beginnt und in der Timeline von Final Cut Pro endet. Dazu kommen Neuerungen für Pixelmator Pro auf dem iPad und für die Büro-Apps – nicht alle davon nur für Abonnenten.
Apple Creator Studio bündelt seit Januar Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage in einem Abo, dazu Zusatzfunktionen für Keynote, Pages, Numbers und Freeform. Im deutschen App Store kostet es 12,99 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr, Studierende und Lehrkräfte zahlen 2,99 Euro im Monat oder 29 Euro im Jahr. Für die KI-Funktionen im Abo gelten feste Nutzungsgrenzen. Die Mac-Fassungen der Profi-Apps gibt es weiterhin auch als Einmalkauf.
Das aktuelle Update hat Apple in einer Kurzmeldung im Newsroom vorgestellt. Es erscheint parallel zu Final Cut Camera 2.4 mit Blendensteuerung für das iPhone 18 Pro, und beide Updates greifen ineinander.
Das Wichtigste in Kürze
- Final Cut Pro und Motion auf dem Mac können Kinomodus-Effekte auf native Videos des iPhone 18 Pro anwenden, Fokus und Schärfentiefe lassen sich in der Timeline ändern.
- Compressor wandelt solche Videos in das bisherige Kinomodus-Format zurück und bekommt neue Export-Vorgaben für HEVC und MPEG-4.
- Pixelmator Pro für iPad erhält „Auswählen und Maskieren“ vom Mac, dazu gibt es neue Vorlagen auf Mac und iPad.
- Abonnenten bekommen neue Vorlagen in Keynote, Pages und Numbers sowie KI-Bilder bei der Folienerstellung; Zusammenarbeit, Screen View und neue Numbers-Funktionen richtet Apple an alle Anwender.
Kinomodus von der Aufnahme bis zum Schnitt
Final Cut Camera erlaubt seit heute Kinomodus-Effekte auch bei regulären Videos des iPhone 18 Pro, einschließlich ProRes und Apple Log. Die Gegenstelle auf dem Mac liefert jetzt Final Cut Pro. Fokuspunkte und Schärfentiefe solcher Aufnahmen lassen sich direkt in der Timeline verändern, ohne Umweg über ein anderes Programm.
Motion bekommt dieselbe Möglichkeit für Grafik- und Effektprojekte. Compressor wandelt Videos mit Kinomodus-Effekten bei Bedarf in das bisherige Kinomodus-Format zurück. Neue Export-Vorgaben für HEVC und MPEG-4 sind für die Weitergabe in sozialen Medien gedacht.
Voraussetzung ist Material, das nativ mit dem iPhone 18 Pro aufgenommen wurde.
Pixelmator Pro für iPad holt beim Maskieren auf
Pixelmator Pro kam im Januar erstmals auf das iPad, mit dem Update folgt eine Funktion, die bisher dem Mac vorbehalten war. „Auswählen und Maskieren“ bietet eigene Regler, um Auswahlen und Masken nachzubessern. Feine Details an schwierigen Kanten wie Haaren oder Fell bleiben dabei erhalten.
Auf Mac und iPad kommen zwei neue Vorlagensammlungen hinzu: Designs für Sport- und Actionprojekte sowie Vorlagen für neue Ideen, Firmengründungen und Produktvorstellungen. Eine neue Kategorie „Podcasts“ liefert Cover in den Größen, die die großen Podcast-Plattformen verlangen.
Die iPad-Fassung von Pixelmator Pro gibt es ausschließlich im Abo. Einmalkäufe bietet Apple nur für die Mac-Versionen an.
Keynote, Pages, Numbers und Freeform
Bei den Büro-Apps trennt Apple in der Mitteilung ausdrücklich. Abonnenten erhalten neue Vorlagen und Themen in Keynote, Pages und Numbers. Die intelligente Folienerstellung in Keynote generiert jetzt zusätzlich passende Bilder zur Präsentation.
Die übrigen Neuerungen bei Keynote, Pages und Numbers richtet Apple an alle Anwender. In Keynote, Pages und Numbers lässt sich Zugriff auf ein geteiltes Dokument anfordern. Pages für Mac bekommt mit Screen View eine Ansicht zum konzentrierten Lesen und Schreiben, Numbers neue Funktionen für Trigonometrie, Statistik und Logik.
Für Freeform nennt Apple keine Abo-Bindung. Die App passt Boards automatisch an den Dunkelmodus an und sortiert sie in Ordnern, die sich auch gemeinsam nutzen lassen. Die Schreibtools von Apple Intelligence formulieren handschriftliche Notizen um, korrigieren und fassen sie zusammen. Mit visionOS 27 lassen sich mehrere Elemente eines Boards, darunter 3D-Modelle, in den eigenen Raum holen und in der Gruppe betrachten.
| Neuerung | Für wen laut Apple |
|---|---|
| Kinomodus in Final Cut Pro, Motion, Compressor | Mac-Apps, Material vom iPhone 18 Pro |
| Auswählen und Maskieren in Pixelmator Pro | iPad, nur im Abo erhältlich |
| Neue Vorlagen und Themen in Keynote, Pages, Numbers | Abonnenten |
| Bilder bei der intelligenten Folienerstellung | Abonnenten |
| Zugriff anfordern, Screen View, Numbers-Funktionen | alle Anwender |
| Freeform: Dunkelmodus, Ordner, Zugriff anfordern | ohne Abo-Hinweis genannt |
Das Abo wird zur Verlängerung der Kamera
Ich halte die Kinomodus-Kette für den eigentlichen Kern dieses Updates, auch wenn Apple sie in der Mitteilung nur als einen Punkt unter mehreren führt. Aufnahme in einer kostenlosen App, Bearbeitung in Final Cut Pro, Export über Compressor – für Besitzer eines iPhone 18 Pro entsteht ein durchgehender Weg innerhalb von Apples eigenen Werkzeugen. Die Kamera wird damit zum Argument für das Abo, und umgekehrt.
Wer kein Abo abschließen will, geht trotzdem nicht leer aus. Zusammenarbeit in Keynote, Pages und Numbers, Screen View und die neuen Numbers-Funktionen kommen bei allen an. Apple verlangt Geld für Vorlagen und generierte Bilder, nicht für die Grundfunktionen.
Apples Kreativ-Abo wächst mit der Hardware
Das Update zeigt, wie eng Apple das Abo an die aktuellen Geräte bindet. Die größte Neuerung setzt ein iPhone voraus, das erst seit knapp zwei Wochen im Handel ist, und ergänzt eine App, die am selben Tag ihr eigenes Update bekommen hat.
Filmst du mit dem iPhone und schneidest in Final Cut Pro – im Abo oder als Einmalkauf? Erzähl uns in den Kommentaren, wie dein Workflow aussieht.





