Siri steht vor einem der größten Umbrüche seit ihrer Einführung. Apple arbeitet seit über anderthalb Jahren an einer vollständig neu aufgebauten, KI-gestützten Version der Sprachassistentin. Lange Zeit blieb diese Vision theoretisch, weil technische Probleme eine Veröffentlichung verhindert haben. Inzwischen verdichten sich jedoch die Hinweise, dass sich das bald ändern wird. In den kommenden Monaten dürfte erstmals sichtbar werden, wie Siri mit Apple Intelligence wirklich funktionieren soll.
Mit Apple Intelligence verfolgt Apple das Ziel, Siri grundlegend neu zu positionieren. Die Sprachassistentin soll nicht mehr nur einfache Befehle ausführen, sondern Informationen verstehen, einordnen und über App-Grenzen hinweg nutzen können. Genau dieser Anspruch hat die Entwicklung deutlich komplizierter gemacht als zunächst angenommen. Deshalb hat Apple Siri technisch komplett neu aufgebaut und die Einführung mehrfach verschoben.
Die auf der WWDC 2024 angekündigten Siri-Upgrades
Auf der WWDC 2024 hat Apple drei zentrale Funktionen vorgestellt, die Siri mit Apple Intelligence erhalten soll.
- Der erste Baustein ist der persönliche Kontext: Siri kann Informationen auf dem Gerät im Zusammenhang betrachten. Inhalte aus Nachrichten, Mails, Dateien, Kalendern oder Notizen werden miteinander verknüpft. Es ist nicht mehr nötig, exakt zu wissen, in welcher App oder an welchem Ort eine Information gespeichert ist. Siri soll diese anhand des Kontexts selbst finden.
- Die zweite Neuerung ist die Bildschirmwahrnehmung: Während eine Anfrage gestellt wird, kann Siri erkennen, was aktuell auf dem Display zu sehen ist. Dadurch werden Befehle deutlich kürzer und natürlicher. Statt Inhalte detailliert zu beschreiben, reicht es, sich auf das zu beziehen, was gerade angezeigt wird.
- Der dritte Punkt betrifft Aktionen in Apps: Siri soll in der Lage sein, komplette Aufgaben eigenständig auszuführen. Alltägliche Abläufe müssen nicht mehr manuell in einzelnen Apps erledigt werden. Siri übernimmt diese Schritte direkt im Hintergrund und greift dafür auf mehrere Apps gleichzeitig zu.
Warum sich die Einführung verzögert hat
Ursprünglich waren diese neuen Siri-Funktionen für ein früheres Update geplant. Während der Entwicklung stellte sich jedoch heraus, dass der bestehende Siri-Engineering-Stack den Anforderungen nicht gewachsen war. Apple entschied sich deshalb, Siri auf einer neuen, LLM-basierten Infrastruktur von Grund auf neu zu schreiben.
Dieser technische Neustart hat Zeit gekostet, gilt intern aber als notwendig, um Siri langfristig konkurrenzfähig zu machen. Parallel dazu prüft Apple offenbar auch externe Unterstützung für bestimmte KI-Funktionen.
Mögliche Nutzung von Google Gemini
Berichten zufolge zieht Apple in Erwägung, für einige Funktionen auf Google Gemini zurückzugreifen. In diesem Fall würde Apples Private Cloud Compute zum Einsatz kommen. Dadurch sollen auch bei cloudbasierten Anfragen keine Nutzerdaten an Google weitergegeben werden. Datenschutz bleibt damit ein zentrales Element der neuen Siri-Strategie.
Einführung mit iOS 26.4
Laut einem Bericht von Filipe Esposito von Macworld deuten entdeckte Code-Elemente darauf hin, dass die neuen Siri-Funktionen mit iOS 26.4 erscheinen sollen. Damit wäre erstmals ein konkreter Versionsnummer mit der neuen Siri verknüpft. Der Fund deckt sich außerdem mit früheren Berichten.
Neue KI-Suchmaschine als Teil von Siri
Zusätzlich zu den bekannten Upgrades arbeitet Apple an einer eigenen generativen KI-Suchmaschine. Intern trägt dieses Projekt den Namen World Knowledge Answers, kurz WKA. Ziel ist es, direkt formulierte Antworten auf komplexe Fragen zu liefern und nicht nur klassische Suchergebnisse anzuzeigen.
Dieses System soll in Siri integriert werden und mit Angeboten wie Perplexity und ChatGPT von OpenAI konkurrieren. Langfristig ist geplant, die KI-Suche auch in Safari und die Spotlight-Suche einzubinden. Laut einem Bericht von Mark Gurman könnte WKA bereits im März erscheinen und damit Teil des neuen Siri-Starts sein.
iOS 26.4 als möglicher Wendepunkt für Siri
Ein genaues Veröffentlichungsdatum für iOS 26.4 ist noch nicht bekannt. Orientiert man sich an früheren Releases, liegt ein Start im März oder April nahe. Die erste Beta-Version dürfte bereits in den kommenden Wochen verfügbar sein. Damit rückt der Moment näher, in dem erstmals eine vollständig neu entwickelte Siri getestet werden kann.
Nach vielen Verzögerungen deutet nun vieles darauf hin, dass Siri mit Apple Intelligence einen echten Neustart erlebt. Kontextverständnis, App-übergreifende Aktionen und eine eigene KI-Suche könnten Siri in eine deutlich modernere Rolle bringen und die Sprachassistentin näher an das heranführen, was heute von KI-Systemen erwartet wird. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Mojahid_Mottakin / DepositPhotos.com)
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