Das iPhone steht seit Jahren für ein hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz. Mit jeder iOS-Version wurden neue Schutzmechanismen eingeführt, um unbemerkte Zugriffe auf Kamera und Mikrofon zu verhindern. Ein aktueller Bericht zeigt jedoch, dass selbst diese Maßnahmen umgangen werden können. Eine bekannte iOS-Spyware ist in der Lage, die Aufzeichnungsanzeigen des iPhone gezielt zu unterdrücken und so heimliche Überwachung zu ermöglichen.
Seit iOS 14 signalisiert das iPhone mit farbigen Punkten in der Statusleiste, wenn Kamera oder Mikrofon aktiv sind. Diese Funktion gilt als wichtige Sicherheitsmaßnahme, weil sie Transparenz schafft. Genau diese Transparenz wird nun durch eine weiterentwickelte Spyware ausgehebelt. Der Fall zeigt, wie professionell und technisch ausgereift moderne Überwachungssoftware inzwischen ist.
Neue Erkenntnisse aus der Sicherheitsforschung
Forscher von Jamf Threat Labs haben eine iOS-Spyware analysiert, die speziell darauf ausgelegt ist, die Kamera- und Mikrofonindikatoren des iPhone zu deaktivieren. Dadurch bleiben die grünen und orangefarbenen Punkte in der Statusleiste aus, obwohl Kamera oder Mikrofon aktiv genutzt werden. Das iPhone kann in diesem Zustand Ton oder Bild aufzeichnen, ohne dass dies für den Benutzer sichtbar ist.
Was hinter der Spyware Predator steckt
Die entdeckte Spyware trägt den Namen Predator und wurde vom Unternehmen Intellexa entwickelt. Intellexa ist ein kommerzielles Spyware-Konsortium, das seine Produkte vor allem an Regierungen und große Organisationen verkauft. Predator existiert bereits seit mehreren Jahren und ist keine neue Entwicklung.
In ihrer Funktionsweise ähnelt Predator stark der bekannten Spyware Pegasus, die in der Vergangenheit zum Ausspähen von Journalisten, Aktivisten und politischen Akteuren eingesetzt wurde. Auch Predator kann auf sensible Funktionen eines iPhone zugreifen, darunter Kamera und Mikrofon, Daten aufzeichnen und diese Informationen an den Angreifer übertragen.
Umgehung der iOS-Sicherheitsanzeigen
Mit iOS 14 führte Apple sichtbare Warnhinweise ein:
- Ein grüner Punkt zeigt an, dass Kamera oder Kamera und Mikrofon aktiv sind.

- Ein orangefarbener Punkt signalisiert die Nutzung des Mikrofons allein.

Diese Anzeigen erscheinen normalerweise auch dann, wenn eine App im Hintergrund auf diese Funktionen zugreift. Der Bericht von Jamf zeigt jedoch, dass Predator diese Indikatoren gezielt unterdrücken kann. Damit wird eine zentrale Sicherheitsfunktion von iOS wirkungslos, und das iPhone vermittelt den Eindruck, dass keine Aufnahme stattfindet, obwohl genau das der Fall ist.
Infektionsweg und Einsatzgebiet
Um ein iPhone mit Predator zu infizieren, ist eine Interaktion erforderlich. In der Praxis geschieht dies meist über einen Link, der dem Ziel per Nachricht zugeschickt wird. Nach dem Anklicken kann die Spyware installiert werden, ohne dass unmittelbar auffällige Hinweise erscheinen.
Predator wird nicht flächendeckend eingesetzt. Die Spyware ist auf gezielte Überwachung ausgelegt und wird hauptsächlich im Umfeld von Regierungs- oder Unternehmensspionage genutzt. Ein massenhafter Einsatz gegen normale iPhone-Nutzer ist nicht bekannt, gilt aber technisch als möglich.
Schutzmaßnahmen für das iPhone
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, mit Predator in Kontakt zu kommen, bleiben grundlegende Sicherheitsregeln wichtig. Links von unbekannten oder verdächtigen Absendern stellen weiterhin ein zentrales Risiko dar und sollten grundsätzlich nicht geöffnet werden.
Ebenso entscheidend sind regelmäßige iOS-Updates. Sicherheitsupdates schließen bekannte Schwachstellen und reduzieren das Risiko, dass Spyware auf dem iPhone erfolgreich eingesetzt werden kann. Updates lassen sich über „Einstellungen“, „Allgemein“ und „Software-Update“ installieren.
Warum auch das iPhone nicht unangreifbar ist
Der Fall Predator zeigt, dass selbst fortschrittliche Schutzmechanismen des iPhone umgangen werden können, wenn hochentwickelte Spyware eingesetzt wird. Auch wenn diese Art der Überwachung nur gezielt und nicht im großen Stil erfolgt, macht sie deutlich, wie wichtig Vorsicht und aktuelle Software bleiben. Das iPhone bietet weiterhin ein hohes Sicherheitsniveau, doch absolute Sicherheit existiert auch hier nicht. (Bild: Shutterstock / Fah Studio 27)
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