Apple hat in den vergangenen Tagen eine Reihe von Updates veröffentlicht, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken. Neben aktuellen Betriebssystemversionen wurden auch sehr alte Systeme erneut bedacht. Betroffen sind unter anderem iOS 12, macOS 11 Big Sur, macOS 10.15 Catalina sowie mehrere watchOS-Versionen bis zurück zu watchOS 6. Die Updates verfolgen dabei kein Ziel im Bereich neuer Funktionen, sondern sichern die grundlegende Nutzbarkeit älterer Geräte über die kommenden Jahre hinweg.
Im Zentrum dieser Aktualisierungen steht ein technisches Detail, das für viele Nutzer lange unsichtbar bleibt: ablaufende Zertifikate. Ohne ein Eingreifen von Apple hätten zahlreiche Geräte ab dem Jahr 2027 keine Verbindung mehr zu zentralen Diensten herstellen können. Die jetzt veröffentlichten Updates verhindern genau dieses Szenario, ändern aber nichts daran, dass die betroffenen Betriebssysteme weiterhin als veraltet gelten.
Updates für iOS 12 und iPadOS 12
Bereits letzte Woche hat Apple iOS 26.2.1, iPadOS 26.2.1 und macOS 26.2.1 veröffentlicht. Zeitgleich folgte überraschend ein weiteres Update für iOS 12 und iPadOS 12. Mit den Versionen iOS 12.5.8 und iPadOS 12.5.8 wird die Funktionsfähigkeit wichtiger Dienste wie iMessage, FaceTime und der Geräteaktivierung sichergestellt.
Das ist insofern bemerkenswert, da iOS 12 vor rund siebeneinhalb Jahren erschienen ist und offiziell längst nicht mehr unterstützt wird. Hintergrund des Updates sind Zertifikate, die ohne Erneuerung im Januar 2027 abgelaufen wären. Danach wäre weder eine Anmeldung noch eine Aktivierung der Geräte möglich gewesen. Ohne das Update hätten viele ältere iPhones und iPads faktisch ein festes Enddatum gehabt.
macOS 11.7.11 für Big Sur
Ein vergleichbares Update hat Apple nun auch für ältere Macs veröffentlicht. macOS 11.7.11 für Big Sur erneuert ebenfalls die betroffenen Zertifikate. Ohne diese Aktualisierung hätten sich Macs mit diesem Betriebssystem ab 2027 nicht mehr aktivieren lassen, zudem wären iMessage und FaceTime nicht mehr nutzbar gewesen.
Inhaltlich entspricht macOS 11.7.11 dem Update für iOS 12.5.8. Es bringt keine neuen Funktionen und schließt keine bekannten Sicherheitslücken, sondern sorgt ausschließlich dafür, dass zentrale Systemdienste weiterhin funktionieren.
watchOS-Updates bis zurück zu watchOS 6
Auch bei der Apple Watch greift Apple ein. Veröffentlicht wurden Updates für watchOS 10.6.2, watchOS 9.6.4 und sogar watchOS 6.3.1. Damit deckt der Konzern mehrere Generationen älterer Uhren ab.
Wie bei iOS und macOS geht es auch hier um die Erneuerung ablaufender Zertifikate. Ohne diese Aktualisierungen hätten betroffene Apple-Watch-Modelle langfristig Probleme bei der Nutzung grundlegender Funktionen bekommen. Neue Features oder Sicherheitsverbesserungen sind in diesen Versionen nicht enthalten.
Security Update 2026-001 für macOS Catalina
Zusätzlich erschien das Sicherheitsupdate 2026-001 für macOS 10.15 Catalina. Dieses Update ist besonders auffällig, da Apple seit vielen Jahren keine Sicherheitsaktualisierungen mehr für Catalina veröffentlicht hat. Welche konkrete Sicherheitslücke geschlossen wird, ist nicht bekannt.
Allein die Tatsache, dass Apple noch einmal ein Sicherheitsupdate für macOS 10.15 bereitstellt, deutet jedoch darauf hin, dass es sich um eine schwerwiegende Schwachstelle handeln dürfte. Details dazu hat der Konzern nicht kommuniziert.
iOS 16.7.14 für iPhone X und iPhone 8
Neben sehr alten Systemen hat Apple auch iOS 16 erneut aktualisiert. Mit iOS 16.7.14 wird ein Problem behoben, das den Notruf in Australien betrifft. Konkret waren das iPhone X und das iPhone 8 betroffen.
Erst eine Woche zuvor hatte Apple iOS 16.7.13 veröffentlicht, das genau in diesem Bereich Schwierigkeiten verursacht hatte. Version 16.7.14 korrigiert diesen Fehler und stellt die zuverlässige Funktion des Notrufs wieder her.
Keine umfassenden Sicherheits-Fixes für alte Systeme
Trotz der Vielzahl an Updates bleibt ein wichtiger Punkt bestehen. Apple schließt mit diesen Aktualisierungen keine bekannten und aktiv ausgenutzten Sicherheitslücken in älteren Betriebssystemversionen. macOS 11 sowie watchOS 6, 9 und 10 gelten weiterhin als unsicher, wenn es um aktuelle Bedrohungen geht.
Die Updates dienen ausschließlich dazu, grundlegende Funktionen und Dienste funktionsfähig zu halten. Für den täglichen Einsatz sollten diese Systeme daher nur mit Vorsicht genutzt werden.
Apple verlängert die technische Nutzbarkeit älterer Geräte
Apple sorgt mit den aktuellen Updates dafür, dass ältere Geräte nicht künstlich unbrauchbar werden. Durch die Erneuerung wichtiger Zertifikate bleibt die Aktivierung von Geräten sowie die Nutzung zentraler Dienste auch über das Jahr 2027 hinaus möglich. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Maßnahmen keinen echten Support ersetzen. Wer Wert auf Sicherheit legt, kommt an aktuellen Betriebssystemversionen und somit neuen Geräten nicht vorbei. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Shutterstock / Neirfy)
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