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Patreon und Apple: Neue Frist sorgt erneut für Kritik

by Milan
28. Januar 2026
Patreon Apple

Bild: Shutterstock / Tada Images

Patreon gerät erneut mit Apple aneinander. Auslöser ist Apples Vorgabe, dass alle Abonnements auf iOS künftig über das In-App-Kaufsystem des App Stores laufen müssen. Apple setzt dafür eine neue Frist bis November 2026. Patreon widerspricht der Regelung inhaltlich, kündigt aber an, sich daran zu halten, um im App Store zu bleiben.

Der Konflikt zwischen Apple und Plattformen wie Patreon zieht sich seit Jahren. Immer wieder geht es um In-App-Käufe, Gebühren und die Frage, wie viel Kontrolle Apple über digitale Geschäftsmodelle ausüben darf. Für Patreon steht dabei vor allem die Planbarkeit für Creator im Fokus. Häufige Änderungen an Apples Vorgaben erschweren stabile Einnahmemodelle und sorgen für Unsicherheit.

Apples Forderung an Patreon

Im August 2024 informierte Patreon seine Creator darüber, dass Apple verlangt, alle Creator-Abonnements auf iOS auf das In-App-Kaufsystem des App Stores umzustellen. Sollte Patreon dieser Vorgabe nicht folgen, drohte Apple mit der Entfernung der App aus dem App Store.

Zu diesem Zeitpunkt erklärte Patreon, dass Apple die Regel ab November 2024 aktiv durchsetzen wolle. Geplant war eine schrittweise Migration, bei der alle verbleibenden Creator bis November 2025 auf das neue Abrechnungssystem umgestellt werden sollten.

Änderungen bei Apples App-Store-Regeln

In der Zwischenzeit musste Apple mehrere App-Store-Regeln lockern. Eine der wichtigsten Änderungen: Apps dürfen nun auf webbasierte Zahlungsoptionen verlinken. Patreon passte seine App daraufhin an und informierte Creator, dass die zuvor kommunizierte Frist im November 2025 nicht mehr gültig sei.

Diese Anpassungen führten zunächst zu Unklarheit darüber, wie lange Patreon tatsächlich Zeit für die vollständige Umstellung hat.

Neue Frist: Umstellung bis November 2026

Inzwischen hat Apple laut Patreon bestätigt, dass das Unternehmen bis November 2026 Zeit hat, den ursprünglichen Migrationsprozess abzuschließen. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle Creator, die noch das alte Abrechnungssystem nutzen, auf das In-App-Kaufsystem des App Stores umgestellt sein.

Patreon erklärte gegenüber TechCrunch, dass man sich an diesen Zeitplan halten werde, um den Verbleib im App Store sicherzustellen.

Patreons Kritik an Apples Vorgehen

Trotz der Einhaltung der Vorgaben bleibt Patreon bei seiner Kritik. Das Unternehmen betont, dass Creator vor allem Konsistenz und Klarheit benötigen, um langfristig tragfähige Geschäftsmodelle aufzubauen.

Besonders problematisch sei, dass es sich bereits um die dritte grundlegende Änderung von Apples Vorgaben innerhalb von 18 Monaten handelt. Creator, die weiterhin das alte Abrechnungssystem nutzen, müssen erneut umdenken und ihre Abläufe anpassen.

Abgelehnte Vorschläge für sanftere Übergänge

Patreon erklärt, dass Apple über Jahre hinweg mehrere Vorschläge unterbreitet wurden. Ziel dieser Vorschläge war es, Tools und Funktionen zu entwickeln, mit denen Creator den Wechsel vom alten Abrechnungssystem nach ihrem eigenen Zeitplan hätten gestalten können – inklusive zusätzlicher Unterstützung während der Umstellung.

Nach Angaben von Patreon habe Apple diese Vorschläge jedoch wiederholt abgelehnt. Stattdessen setze Apple feste Fristen und ändere diese mehrfach, was den Übergang zusätzlich erschwere.

Patreon folgt Apples Vorgaben

Patreon arbeitet nun daran, den Zeitplan von Apple einzuhalten und die vollständige Umstellung bis November 2026 umzusetzen. Gleichzeitig bleibt die Kritik bestehen, dass wiederholte Richtungswechsel Creator unnötig belasten.

Der Fall zeigt erneut, wie stark Plattformen wie Patreon von Apples App-Store-Regeln abhängig sind. Für Creator bedeutet das vor allem eines: Anpassung an externe Vorgaben, die sich kurzfristig ändern können. Ob Apple künftig für mehr Stabilität sorgt, bleibt offen. (Bild: Shutterstock / Tada Images)

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Tags: App StoreiOSiPadOS
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