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iPhone Ultra: Über 3.000 Dollar für die größte Version

Milan Jovicic by Milan Jovicic
3. September 2026 - 19:23 CEST
in Apple Gerüchte, iPhone News, Gerüchte und Tipps
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Kundin mit Stofftasche in einem Apple Store, wo sich der iPhone Ultra Preis entscheiden wird

Die Eröffnung des Apple Store an der Piazza Liberty in Mailand 2018. (Bild: Apple)

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Sechs Tage vor der Keynote nennt eine Marktforschung erstmals eine konkrete Spanne für Apples erstes faltbares iPhone. Die größte Speicherstufe soll die Marke von 3.000 Dollar überschreiten. Für die gesamte neue Reihe wird ein Aufschlag von 10 bis 20 Prozent erwartet – begrenzt allerdings durch eine Entscheidung, die Apple offenbar bewusst trifft.

Die Zahlen stammen aus einer Mitteilung des Marktforschungsunternehmens TrendForce zur kommenden iPhone-Generation. Sie ist die erste Veröffentlichung eines Analystenhauses, die einen Startpreis für das iPhone Ultra beziffert – bisherige Angaben in dieser Größenordnung stammten aus dem chinesischen Leaker-Umfeld. Getrieben wird die Rechnung von einem einzigen Posten: dem Speicher.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für das faltbare iPhone werden 2.099 bis 2.299 US-Dollar als Startpreis erwartet.
  • Die größte Speicherkonfiguration könnte die Marke von 3.000 US-Dollar überschreiten.
  • Über die gesamte Reihe hinweg wird ein Aufschlag von 10 bis 20 Prozent erwartet.
  • Die Speicherkosten für ein Pro-Modell mit 256 GB liegen im dritten Quartal fast 400 Prozent über dem Vorjahreswert.
  • Apple soll einen Teil der Mehrkosten selbst tragen, um den Marktanteil zu halten.

Was die Prognose für das faltbare Modell nennt

Der erwartete Einstiegspreis liegt bei 2.099 bis 2.299 US-Dollar. Zum Vergleich: Das derzeit teuerste iPhone, das Pro Max mit 2 TB, kostet in den USA 1.999 Dollar. Das faltbare Modell würde damit auch in seiner günstigsten Ausführung über dem bisherigen Spitzenpreis der gesamten Reihe liegen.

Nach oben ist die Spanne offener. Für die größte Speicherkonfiguration hält die Analyse einen Preis jenseits der 3.000-Dollar-Marke für möglich – ein Wert, den bislang kein Apple-Telefon erreicht hat.

Beide Werte decken sich mit dem, was seit Ende Juni aus dem chinesischen Leaker-Umfeld kursiert. Der Unterschied liegt in der Herkunft: Dort waren es Angaben ohne nachvollziehbare Grundlage, hier stammen sie aus einer Kostenrechnung eines Hauses mit Zugang zu Speicherpreis- und Lieferkettendaten. Die Mitteilung weist selbst darauf hin, dass alle Angaben Markteinschätzungen sind und Apples offizielle Preise abzuwarten bleiben.

Der Speicher treibt die Rechnung

Der Grund für die Aufschläge steckt in einem einzigen Bauteil. Für ein Pro-Modell mit 256 GB liegen die Speicherkosten im dritten Quartal dieses Jahres fast 400 Prozent über dem Wert von vor einem Jahr. Verhandlungserfolge bei anderen Komponenten gleichen das nach Einschätzung der Analyse nicht aus.

Daraus folgt die Erwartung für die gesamte Reihe: 10 bis 20 Prozent mehr. Das ist die erste Bestätigung dieser Spanne durch ein Marktforschungshaus – zuvor stand sie ohne unabhängige Stütze im Raum. Wie sich diese Größenordnung zu den anderen kursierenden Schätzungen verhält, steht in der Übersicht der Preisszenarien.

Warum der Aufschlag nicht höher ausfällt

Die interessanteste Aussage der Mitteilung ist nicht die Zahl, sondern ihre Begrenzung. Angesichts der schwachen Weltkonjunktur und vorsichtigerer Konsumausgaben soll Apple bewusst moderat vorgehen und einen Teil der gestiegenen Kosten selbst tragen. Erklärtes Ziel ist der Erhalt des Marktanteils.

Die Kostensteigerung ist damit nicht die Obergrenze des Aufschlags, sondern seine rechnerische Ausgangsbasis – und die tatsächliche Preisliste liegt darunter. Das deckt sich mit Apples eigener Ankündigung, für das laufende Quartal mit Druck auf die Bruttomarge zu rechnen.

Als Ausgleich sollen Cloud-Dienste rund um Apple Intelligence und Software-Abonnements künftig stärker zum Ergebnis beitragen. Apple zählt bereits 1,5 Milliarden bezahlte Abonnements, und dieser Teil des Geschäfts wächst unabhängig von den Speicherpreisen.

Was der Preis für DACH-Käufer bedeutet

Die Dollarwerte lassen sich nicht in Europreise übersetzen. Die Preisrunde im Juni hat gezeigt, wie unterschiedlich derselbe Kostendruck hierzulande ankommt – beim Basis-iPad waren es rund ein Drittel mehr, bei anderen Geräten deutlich weniger. Ein einheitlicher Umrechnungsfaktor existiert nicht.

Dazu kommt ein Effekt, der in den Dollarprognosen nicht sichtbar wird: Auf einen Aufschlag schlägt hierzulande die Mehrwertsteuer mit auf. Je höher der Grundpreis, desto stärker fällt dieser Zusatz absolut ins Gewicht.

Wir rechnen deshalb damit, dass die Preisdifferenz zwischen dem faltbaren Modell und einem Pro Max hierzulande deutlicher ausfällt als in den US-Angaben. Der belegte Ausgangspunkt dafür sind die aktuellen deutschen Preise: 1.449 Euro für das iPhone 17 Pro Max gegenüber 1.199 Dollar in den USA.

Ein Preisschild für eine sehr kleine Nische

Ob dieser Preis funktioniert, hängt weniger am Gerät als am Format. Faltbare Smartphones sollen 2026 nur rund zwei Prozent des weltweiten Marktes ausmachen, und daran ändert auch Apples Einstieg zunächst wenig – der späte Verkaufsstart und die knappe erste Charge verschieben einen großen Teil der Wirkung ins kommende Jahr.

Damit ist der Startpreis vor allem eine Positionierung, keine Volumenrechnung. Er setzt die Marke für die zweite Generation, deren Entwicklung bereits freigegeben ist, und erst dort entscheidet sich, ob das Format über die Nische hinauskommt.

Wäre dir ein faltbares iPhone diesen Aufpreis gegenüber einem Pro Max wert – oder wartest du auf eine zweite Generation, bei der der Preis wahrscheinlich fällt? Schreib uns in die Kommentare, wo für dich die Grenze liegt.

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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