Apple steht offenbar vor einer der wichtigsten Produktveränderungen seit Einführung des iPhones. Berichten zufolge arbeitet das Unternehmen an einem faltbaren iPhone, das nicht nur eine neue Variante darstellt, sondern eine grundlegende Neuausrichtung des Designs und der Nutzung bedeutet. Beobachter sprechen bereits von der bedeutendsten Neugestaltung in der Geschichte des iPhones.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Modelle, die als Wendepunkte galten. Das iPhone 4 brachte ein neues Designverständnis, das iPhone 6 etablierte größere Displays, und das iPhone X leitete die Ära randloser Displays ein. Laut Mark Gurman geht das kommende Gerät jedoch deutlich weiter. Er beschreibt das faltbare iPhone als ein komplett neues Konzept und nicht als klassische Weiterentwicklung.
Auch Ming-Chi Kuo liefert konkrete Details zur Hardware und zeigt, dass sich das Projekt bereits auf einem fortgeschrittenen Niveau befindet. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Apple hier nicht einfach auf einen Trend reagiert, sondern versucht, ihn neu zu definieren.
Ein neuer Formfaktor für das iPhone
Das zentrale Merkmal des neuen Geräts ist sein faltbares Design. Das iPhone soll sich wie ein Buch aufklappen lassen. Im geschlossenen Zustand bleibt es ein vergleichsweise kompaktes Smartphone, während im geöffneten Zustand ein deutlich größerer Bildschirm zur Verfügung steht.
Dieses Konzept ist nicht völlig neu und erinnert an Geräte wie das Samsung Galaxy Z Fold. Dennoch wird erwartet, dass Apple eigene Schwerpunkte setzt, insbesondere bei der Integration von Hardware und Software.
Im Alltag würde das bedeuten, dass Inhalte wie Videos, Spiele oder Anwendungen auf einem größeren Display genutzt werden können, ohne auf ein separates Tablet angewiesen zu sein. Gleichzeitig bleibt die klassische Smartphone-Nutzung erhalten, wenn das Gerät zusammengeklappt ist.
Displays und technische Umsetzung
Nach aktuellen Informationen soll das faltbare iPhone über zwei Displays verfügen. Das Innen-Display soll etwa 7,7 Zoll groß sein und damit fast Tablet-Niveau erreichen. Ergänzt wird es durch ein 5,3 Zoll großes Außen-Display, das für die Nutzung im geschlossenen Zustand gedacht ist.
Ein zentrales Thema bei faltbaren Smartphones ist die sichtbare Falte im Display. Zunächst gab es Spekulationen, Apple könne dieses Problem vollständig lösen. Neuere Berichte zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild. Demnach arbeitet Apple an einer Technologie, die die Falte deutlich reduziert, sie aber nicht komplett verschwinden lässt. Damit scheint sich das Unternehmen für eine technisch realistische Lösung zu entscheiden, anstatt ein noch nicht ausgereiftes Konzept umzusetzen.
iOS 27 und neue Nutzungsmöglichkeiten
Mit dem neuen Formfaktor geht auch eine Anpassung der Software einher. Das Betriebssystem iOS 27 soll speziell für das faltbare iPhone optimiert werden.
Im Mittelpunkt stehen Funktionen, die über die klassische Ein-App-Nutzung hinausgehen. Mehrere Anwendungen sollen gleichzeitig geöffnet und nebeneinander dargestellt werden können. Die Bedienung dürfte sich dabei stärker an iPad-Funktionen orientieren, insbesondere beim Multitasking. Dadurch entsteht ein Nutzungserlebnis, das zwischen Smartphone und Tablet angesiedelt ist.
Diese Anpassungen sind entscheidend, da der größere Bildschirm nur dann einen echten Mehrwert bietet, wenn die Software ihn sinnvoll ausnutzt.
Kamera und biometrische Funktionen
Auch bei der Hardware gibt es konkrete Hinweise. Laut Ming-Chi Kuo soll das Gerät mit zwei Rückkameras und einer Frontkamera ausgestattet sein. Damit bleibt Apple grundsätzlich bei einem vertrauten Kamera-Setup, passt es aber an das neue Gerät an.
Auffällig ist die erwartete Änderung bei der Entsperrung. Statt Face ID soll ein Touch-ID-Sensor im Ein-/Aus-Schalter integriert werden. Diese Entscheidung könnte mit dem faltbaren Design zusammenhängen, da die Platzierung der Sensoren bei einem solchen Gerät komplexer ist.
Vorstellung und Preisgestaltung
Die Vorstellung des faltbaren iPhones wird aktuell für September erwartet, gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max. Allerdings gehen Analysten davon aus, dass sich der tatsächliche Marktstart verzögern könnte. Es ist also möglich, dass das faltbare Modell erst später verfügbar sein wird als die anderen Geräte.
Beim Preis positioniert sich Apple klar im Premiumsegment. In den USA wird ein Einstiegspreis von etwa 1.999 US-Dollar oder mehr erwartet. Damit würde das faltbare iPhone zu den teuersten Geräten im Portfolio gehören.
Apple vor einer grundlegenden Neuausrichtung
Das faltbare iPhone könnte für Apple einen grundlegenden Wendepunkt darstellen. Während frühere Modelle wichtige Entwicklungsschritte waren, deutet sich hier eine echte Neuausrichtung an, die sowohl das Design als auch die Nutzung betrifft.
Ob sich dieses Konzept langfristig durchsetzt, hängt stark von der praktischen Umsetzung ab. Klar ist jedoch, dass Apple mit diesem Schritt nicht nur auf bestehende Trends reagiert, sondern versucht, eine neue Kategorie innerhalb des eigenen Ökosystems zu etablieren. (Bild: Shutterstock / Framesira)
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