Eine Woche vor dem Verkaufsstart taucht der erste Messwert für Apples M6 in der Geekbench-Datenbank auf. Der Eintrag ist unbestätigt, deckt sich aber mit dem, was Apple bei der Vorstellung versprochen hat – und setzt den Basischip in der Einzelkern-Leistung an die Spitze aller bisher gemessenen Macs.
Der Eintrag in der Geekbench-7-Datenbank weist 4.071 Punkte im Einzelkern-Test und 22.783 Punkte über alle Kerne aus. Gemessen wurde in einem Mac mini, dem ersten Gerät mit dem in 2 Nanometern gefertigten M6. Zum Vergleich dienen die Durchschnittswerte des M5, die bei 3.641 und 17.948 Punkten liegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Einzelkern 4.071 Punkte, alle Kerne 22.783 Punkte
- Gegenüber dem M5 sind das rund 12 Prozent mehr im Einzelkern und rund 27 Prozent über alle Kerne
- Apples Angabe einer bis zu 1,2-fachen Mehrkern-Leistung bestätigt sich damit
- Der Einzelkern-Wert liegt über dem des M5 Max und über allen Windows-Chips in derselben Datenbank
- Der Eintrag ist nicht verifiziert, ein einzelner Durchlauf, und stammt aus einem Desktop-Gehäuse
Einzelkern an der Spitze, Mehrkern unter dem M4 Pro
| Chip | Einzelkern | Alle Kerne |
|---|---|---|
| M6 | 4.071 | 22.783 |
| M5 | 3.641 | 17.948 |
| M4 Pro | – | 24.894 |
| M5 Pro | – | 33.593 |
| M5 Max | 3.731 | 35.119 |
| M3 Ultra | – | 39.059 |
Einzelkern-Werte liegen in dieser Fassung der Datenbank bislang nur für die drei genannten Chips vor. Zahlen, die für die übrigen Modelle kursieren, stammen aus der Vorgängerfassung von Geekbench, sind anders kalibriert und lassen sich deshalb nicht danebenstellen.
Zwei Dinge fallen an dieser Aufstellung auf. Erstens schlägt der Basischip im Einzelkern den stärksten Chip der Vorgeneration um rund 9 Prozent – der M5 Max kommt auf 3.731 Punkte. Zweitens bleibt der M6 über alle Kerne gut 8 Prozent unter dem M4 Pro, also unter der Pro-Stufe von vor zwei Generationen. Beides ist konsequent: Apple steigert die Leistung je Kern, die Kernanzahl bleibt beim Basischip mit zwölf Rechenkernen deutlich unter der von Pro und Max.
Dass es überhaupt keine Pro- und Max-Ausführung des M6 gibt, ist dabei kein Zufall. Der Verzicht war seit dem Sommer bekannt; die Oberklasse bleibt vorerst bei den M5-Varianten.
Was der Wert nicht zeigt
Der M6-Wert stammt aus einem Mac mini, die M5-Vergleichswerte aus einem 14-Zoll-MacBook-Pro. Desktop-Gehäuse und Notebook unterscheiden sich in der Kühlung, und Geekbench misst kurze Lastspitzen, nicht das Verhalten über Minuten. Ein einzelner, nicht verifizierter Durchlauf trägt zudem keine Aussage über Serienstreuung – jeder kann Ergebnisse in die Datenbank einspeisen.
Grafikwerte liegen bislang nicht vor, ebenso wenig Messungen des M5 Ultra. Gerade die GPU wäre interessant, weil der M6 dort ebenfalls von zehn auf zwölf Kerne wächst. Wie sich die Generationen in der Ausstattung unterscheiden, steht im Vergleich zwischen M6 und M5.
Was das für die Kaufentscheidung heißt
Der Mac mini mit M6 und M5 Pro sowie der Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra kommen am 22. September in den Handel. Für den Alltag – Bürosoftware, Fotobearbeitung, Entwicklungsumgebungen – zählt vor allem die Einzelkern-Leistung, und dort liegt der günstigste neue Mac vor allen bisherigen Modellen. Wer dagegen regelmäßig exportiert, rendert oder kompiliert, profitiert von Kernen, die der Basischip nicht hat: Schon der M4 Pro der vorletzten Generation bleibt über alle Kerne vor dem M6.
Damit verschiebt sich die alte Faustregel, im Zweifel zur Pro-Stufe zu greifen, je nach Anwendung deutlich. Welche der beiden Gehäuseklassen zum eigenen Bedarf passt, ist im Vergleich zwischen Mac mini und Mac Studio aufgeschlüsselt.
Achtest du beim Mac eher auf die Einzelkern-Leistung für flottes Arbeiten im Alltag oder auf die Mehrkern-Werte für lange Exporte – und reicht dir danach der M6, oder wird es die Pro-Stufe? Schreib uns in die Kommentare, welcher der beiden Werte bei dir den Ausschlag gibt.



