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iPhone Duo: Ternus nennt den Moment der Entscheidung

Milan Jovicic by Milan Jovicic
11. September 2026 - 12:22 CEST
in Apple News, iPhone News, Gerüchte und Tipps
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iPhone Duo in zwei Farben mit Außen- und Innenansicht, Nanotextur-Display im Interview mit Ternus zum iPhone Duo

Das iPhone Duo in Sternenweiß und Nachthimmel: Die matte Nanotextur des Innendisplays gab für Apples CEO den Ausschlag. (Bild: Apple)

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An einem Prototyp mit matter Oberfläche entschied sich für John Ternus, dass Apple ein faltbares iPhone bauen würde. “Ja, das ist es” – so beschreibt Apples neuer Chef den Augenblick, in dem die Falte für ihn gelöst war. Zwei Tage nach seiner ersten Keynote hat er erklärt, was dahintersteckt, warum ein Stift ans iPhone kommt und wofür die 2.299 Euro stehen.

Seit der Vorstellung des faltbaren iPhone Duo am 9. September dreht sich die Diskussion um eine Frage: Warum erst jetzt, Jahre nach der Konkurrenz? In einem gemeinsamen Gespräch mit Tom’s Guide und TechRadar haben Ternus und Marketingchef Greg Joswiak darauf geantwortet – und die Antwort läuft auf ein einzelnes Bauteil hinaus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Den Ausschlag gab laut Ternus der erste Blick auf einen Prototyp mit Nanotextur-Oberfläche.
  • Für das Duo entwickelte Apple das Verfahren neu, weil es bisher auf Glas ausgelegt war und nicht auf Polymer.
  • Den Apple Pencil am iPhone sieht Ternus nicht als Bruch mit einer Regel – eine solche habe es nie gegeben.
  • Den Preis verteidigt er mit der Komplexität des Geräts, ohne die Steigerung kleinzureden.
  • Mit dem „Intelligent Personal Hub” aus der Keynote war das iPhone gemeint, kein neues Gerät.

Der Moment, an dem die Entscheidung fiel

Die Falte ist das Problem, an dem sich faltbare Geräte seit Jahren messen lassen müssen. Apples Antwort darauf heißt Nanotextur – jene matte Oberfläche, die zuerst beim Studio Display zum Einsatz kam und später auf iPad Pro und MacBook Pro wanderte. Sie streut Reflexionen, und genau das nimmt dem Knick die Sichtbarkeit.

Übertragen ließ sich das Verfahren allerdings nicht einfach: Es war auf Glas ausgelegt, das innere Display des Duo hat dagegen eine Polymeroberfläche. Apple entwickelte die Nanotextur dafür neu.

Als Ternus das Ergebnis zum ersten Mal an einem Prototyp sah, war die Sache für ihn entschieden – von da an sei es nur noch darum gegangen, es umzusetzen und real zu machen. Über die Konkurrenz äußerte er sich in demselben Zusammenhang deutlich: Deren Oberflächen fühlten sich billig an, wellig und zerknittert; die Nanotextur wische das weg und hinterlasse eine glatte, haltbare Fläche.

Joswiak ergänzte, was andere Hersteller bislang gezeigt hätten, sei nicht besonders inspirierend gewesen. Mit etwas Halbfertigem loszulegen, sei nie Apples Art gewesen.

Der Stift und die Regel, die keine war

Dass ein iPhone künftig den Apple Pencil unterstützt, widerspricht einem der bekanntesten Sätze der Firmengeschichte. Ternus sieht darin kein Problem: Als Regel habe er das nie verstanden. Beim iPad habe Apple zuerst bewiesen, dass sich ein Touchscreen hervorragend mit dem Finger bedienen lässt – und dann gesehen, was auf der größeren Fläche mit einem Stift zusätzlich möglich wird. Beim Duo sei es dieselbe Gelegenheit.

Nötig sei der Stift nicht, manche würden ihn aber mögen. Damit bestätigt sich, was im Sommer über Apples Tests mit einem eigenen Stift für das faltbare iPhone zu hören war.

Auch die Bedienung hat Apple für zwei Bildschirme umgebaut: Die zentralen Steuerelemente sitzen an der rechten Kante, auf beiden Displays an derselben Stelle. Zugeklappt liegen sie unter dem rechten Daumen, aufgeklappt wieder – nach Ternus’ Worten der Kern dessen, was den Wechsel zwischen den Bildschirmen durchgängig wirken lässt.

Was den Preis tragen soll

Zum Preis – hierzulande 2.299 Euro – wurde Ternus direkt gefragt. Seine Antwort: Apple baue Dinge, die Menschen lieben und die zugleich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten; das Duo sei außerordentlich komplex und aufwendig konstruiert, teurer als die übrigen iPhones, aber seinen Preis wert.

Joswiak führte die Argumentation für die Pro-Modelle fort, deren Preise ebenfalls gestiegen sind. Die Leitfrage sei gewesen, wie man einem iPhone 17 Pro gewissermaßen Aufbaupräparate verabreicht – nicht für Verbesserungen im Detail, sondern für deutliche Sprünge gegenüber dem Vorjahr.

Für den Start im Oktober arbeitet Apple mit Entwicklern daran, Apps für beide Displays anzupassen, darunter Netflix, Slack und Zoom. Joswiak zieht die Parallele zum ersten iPad: Damals habe man viel Aufwand getrieben, damit sich das Gerät nicht wie ein großes Telefon anfühlt – bei Android-Tablets sei genau das der Fall gewesen.

Was mit dem persönlichen Hub gemeint war

Eine Passage der Keynote hatte für Spekulationen gesorgt: Ternus sprach von einem intelligenten persönlichen Zentrum, was in der Branche prompt als Hinweis auf ein künftiges KI-Gerät gelesen wurde. Im Gespräch stellte er klar, dass er damit das iPhone beschrieben hat. Ein Strategiewechsel bei tragbaren Geräten stehe nicht an.

Seine Begründung fällt grundsätzlich aus: Menschen wollten Anzeigen, sie verarbeiteten Informationen visuell deutlich effektiver als über Audio. Ein Gerät mit Display, das in die Hosentasche passt, verliere deshalb nicht an Bedeutung. Neue Produktkategorien schließt er nicht aus – KI öffne die Tür dafür –, aber das iPhone rückt er ausdrücklich nicht aus der Mitte.

Ein Bekenntnis zum Bildschirm

Der Nachrichtenwert des Gesprächs liegt damit nicht nur bei der Falte. Während andere Konzerne an bildschirmlosen KI-Begleitern arbeiten, begründet Apples neuer Chef, warum das Display bleibt – und zwar nicht mit dem Geschäftsmodell, sondern mit der menschlichen Wahrnehmung.

Für dich als Käufer heißt das: Wer auf ein Apple-Gerät wartet, das das iPhone ablöst, wartet nach dieser Ansage vergeblich. Die KI-Funktionen kommen in die Geräte, die es bereits gibt. Das Duo mit seinem Kameramodus, der von selbst erkennt, wann alle im Bild sind, ist genau das Beispiel, das Ternus dafür anführt.

Reicht dir eine matte Oberfläche als Argument für 2.299 Euro – oder wartest du erst einmal ab, wie sich die Falte nach einem Jahr im Alltag schlägt? Schreib uns in die Kommentare, was dich beim Duo zögern lässt.

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Tags: iPhoneiPhone Duo
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Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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