Dieser Beitrag kann Partnerlinks enthalten. Mehr dazu im Partnerprogramm.
Der chinesische Smartphone-Markt hat im Sommer deutlich stärker nachgegeben als im ersten Halbjahr. Apple liefert ebenfalls weniger aus als vor einem Jahr, verliert aber deutlich weniger als der Markt. Den Rückgang erklärt der Marktforscher IDC mit einer Entscheidung, die Apple selbst getroffen hat.
Laut vorläufigen Zahlen von IDC wurden im dritten Quartal 2026 in China rund 57,9 Millionen Smartphones ausgeliefert, 15,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr hatte das Minus noch bei rund 4 Prozent gelegen. Als Ursache nennt IDC die stark gestiegenen Preise für Speicher und andere Bauteile, die bei den Herstellern zu höheren Verkaufspreisen und abgespeckten Ausstattungen führen.
Alle Beiträge rund um Apples Geschäft dort bündelt die Seite zu China.
Das Wichtigste in Kürze
- Chinas Smartphone-Markt schrumpft im dritten Quartal um 15,4 Prozent auf rund 57,9 Millionen Geräte.
- Apple liefert laut IDC leicht weniger aus als im Vorjahr, weil es in diesem Jahr weniger neue Modelle gibt.
- Die neuen iPhones kamen laut IDC besser an als erwartet.
- Huawei wächst als einziger großer Hersteller zweistellig und kommt auf 21,1 Prozent Marktanteil.
- IDC erwartet, dass die hohen Bauteilkosten den Markt bis weit ins Jahr 2027 belasten.
Weniger Geräte zu höheren Preisen
IDC beschreibt die Lage als Markt, in dem die Stückzahlen fallen und die Preise steigen. Besonders hart trifft das die Android-Hersteller und kleinere Marken, die stärker im preissensiblen Segment vertreten sind. Als einzigen großen Hersteller mit zweistelligem Wachstum gegenüber dem Vorjahr nennt IDC Huawei, das die Preise vergleichsweise zurückhaltend angehoben und ein breites Sortiment hat.
Honor ist laut IDC der einzige große Hersteller, der gegenüber dem Vorquartal zulegen konnte. Die übrigen großen chinesischen Marken stehen nach Angaben des Marktforschers unter starkem Druck.
Apple: gute Nachfrage, weniger Modelle
Zu Apple schreibt IDC, die neuen iPhones seien besser angekommen als erwartet. Die Auslieferungen sanken trotzdem leicht, weil es in diesem Jahr weniger Modelle gab. Im Herbst hat Apple nur die Pro-Modelle vorgestellt, das reguläre iPhone 18 folgt erst im Frühjahr 2027.
Dieselbe Begründung hatte Counterpoint für den Weltmarkt genannt. Dort fielen die Auslieferungen im dritten Quartal um 20 Prozent, während Apples Anteil auf 22 Prozent stieg. In China lag Apple nach Counterpoint-Zahlen in der Startwoche des iPhone 18 Pro mit 33 Prozent Wochenanteil sogar auf Platz eins.
Vom Wachstum ins Minus
Im zweiten Quartal sah die Lage für Apple in China noch anders aus. Damals hatte IDC ein Plus von 24,4 Prozent bei den iPhone-Auslieferungen gemeldet, bei einem Gesamtmarkt, der nur um 4,3 Prozent schrumpfte.
| Q2 2026 | Q3 2026 | |
|---|---|---|
| Gesamtmarkt China | rund 66 Mio. Geräte | rund 57,9 Mio. Geräte |
| Veränderung zum Vorjahr | −4,3 % | −15,4 % |
| Apple zum Vorjahr | +24,4 % | leichtes Minus |
| Huawei | 22,6 % Marktanteil | 21,1 % Marktanteil |
Als einen Grund für das Plus im Frühjahr hatte IDC genannt, dass Käufer das iPhone 17 vor angekündigten Preiserhöhungen vorgezogen hatten. Für das zweite Halbjahr hatte IDC damals ein Minus von rund 20 Prozent für den Gesamtmarkt in den Raum gestellt. Das dritte Quartal liegt mit 15,4 Prozent darunter, für das vierte erwartet IDC trotz vieler neuer Geräte keine spürbare Besserung.
Warum der Markteinbruch Apple weniger trifft
Ich halte die Zahlen für einen weiteren Beleg dafür, dass die Speicherkrise vor allem das untere Preissegment trifft. Schon Counterpoint hatte das preissensible Segment als am stärksten betroffen beschrieben, und dort sind vor allem Xiaomi, OPPO und vivo stark vertreten. Dass Apple trotz fehlendem Basismodell nur leicht verliert, spricht für die Nachfrage nach den Pro-Modellen.
Höhere iPhone-Preise gibt es auch hierzulande. Das iPhone 18 Pro kostet in Deutschland 150 Euro mehr als sein Vorgänger, das iPhone 17 wurde im September ebenfalls um 150 Euro teurer. Bleiben die Bauteilkosten wie von IDC erwartet bis weit ins Jahr 2027 hoch, rechne ich damit, dass auch das reguläre iPhone 18 im Frühjahr teurer startet als einst das iPhone 17.
Würdest du bei den aktuellen Preisen eher zum Pro greifen oder auf das reguläre iPhone 18 im Frühjahr warten? Schreib uns in die Kommentare, wie deine Rechnung aussieht.




