Die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 arbeiten mit 4 GB Arbeitsspeicher. Series 11 und Ultra 3 kommen auf 2 GB, der Wert hat sich also glatt verdoppelt. Zu sehen ist der Wert in Apples Entwicklerwerkzeug Xcode 27.
Beide neuen Modelle laufen mit dem S11 Chip, den Apple als seinen leistungsstärksten Wearable Chip führt. Was sonst neu ist, hat Apple auf der Keynote am 9. September ausführlich gezeigt: das neue System zur Gesundheitserkennung, den Tagesformwert, Ceramic Shield 2 auf den Aluminiumgehäusen. Die Unterschiede zwischen Series 12 und Series 11 liegen damit vor allem bei Sensorik, Glas und Laufzeit.
Den Speicherausbau hat MacRumors in Xcode 27 ausgelesen, dem Entwicklerwerkzeug, das die Ausstattung der unterstützten Geräte auflistet.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 tragen jeweils 4 GB Arbeitsspeicher.
- Apple Watch Series 11 und Apple Watch Ultra 3 kommen auf 2 GB – der Sprung beträgt das Doppelte.
- Die Angabe stammt aus Xcode 27 und damit aus einer ausgelieferten Entwicklerfassung.
- Die deutschen Startpreise bleiben bei 449 Euro und 899 Euro.
- Der Speicher arbeitet Funktionen zu, die erst später im Jahr kommen und zunächst auf Englisch laufen.
Vier Gigabyte im S11 Chip
Xcode listet zu jedem unterstützten Gerät dessen Ausstattung auf, darunter den Arbeitsspeicher. In der Fassung 27 stehen dort für Series 12 und Ultra 4 jeweils 4 GB. Für die beiden Vorgängermodelle weist dieselbe Liste 2 GB aus.
Damit hat Apple den Speicher zusammen mit dem Chipwechsel angehoben. Series 11 und Ultra 3 arbeiten noch mit dem S10, die neuen Modelle mit dem S11 Chip, den Apple in seiner Mitteilung ausdrücklich mit den kommenden Audio-Funktionen verbindet.
Denselben Ausbau trägt die Apple Watch Ultra 4 mit ihrer längeren Laufzeit – anders als bei Chip und Sensorik gibt es beim Speicher keinen Unterschied zwischen dem Sport- und dem Standardmodell.
Wofür der Speicher gebraucht wird
Apple nennt für den S11 Chip zwei Funktionen, die noch in diesem Jahr erscheinen sollen. Die Geräuscherkennung weist auf Sirenen, Alarme, eine Türklingel oder ein weinendes Baby hin, auch ohne iPhone in Reichweite. Shazam erkennt laufende Musik automatisch und zeigt Titel und Interpret im Widget Musikerkennung im Smart Stapel.
Dazu kommen zwei Funktionen rund um gesprochene Sprache: Live Rewind blendet die zuletzt gesprochenen 15 Sekunden als Text ein, Siri Recap fasst Gespräche zusammen. Die Audiodaten verarbeitet ein hardwareseitig abgetrennter Bereich des S11 Chips, Aufnahmen entstehen dabei laut Apple nicht.
Apple verbindet diese Funktionen ausdrücklich mit dem energieeffizienten Always-on-Prozessor des S11 Chips. Die ebenfalls neue Herzfrequenzmessung im Fünf-Sekunden-Takt führt Apple dagegen auf das überarbeitete System zur Gesundheitserkennung zurück.
Deutsche Preise bleiben, wo sie waren
Speicher ist in diesem Jahr das Bauteil, das die Gerätepreise nach oben treibt. Bei den Uhren ist davon nichts zu sehen: Series 12 und Ultra 4 starten in Deutschland auf demselben Niveau wie ihre Vorgänger vor einem Jahr.
| Modell | Arbeitsspeicher | Startpreis Deutschland |
|---|---|---|
| Apple Watch Series 12 | 4 GB | 449 Euro |
| Apple Watch Series 11 | 2 GB | 449 Euro |
| Apple Watch Ultra 4 | 4 GB | 899 Euro |
| Apple Watch Ultra 3 | 2 GB | 899 Euro |
Die 449 Euro nennt Apple in der deutschen Mitteilung zur Apple Watch Series 12, die 899 Euro in der Mitteilung zur Apple Watch Ultra 4. Beide Modelle starten damit im zweiten Jahr in Folge auf demselben Niveau, während sich der Arbeitsspeicher verdoppelt hat.
Bis Deutsch dazukommt, dauert es
Der Speicher ist da, die Funktionen sind es noch nicht. Geräuscherkennung, Shazam, Live Rewind und Siri Recap hat Apple für später in diesem Jahr angekündigt. Siri AI kommt mit watchOS 27 ab dem 14. September, aber als Beta und zunächst nur auf Englisch; Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch folgen im Oktober. Deutsch steht auf dieser Liste nicht.
Apple Intelligence selbst gibt es dagegen auf Deutsch – die Sprachunterstützung von Apple Intelligence und die von Siri AI sind zwei verschiedene Dinge.
Wer die neue Uhr in den nächsten Tagen bestellt, zahlt also für einen Ausbau, den die Uhr hierzulande erst mit einigem Abstand ausreizt. Bezahlt wird er immerhin nicht extra: Der Aufpreis, den Speicher in diesem Jahr überall sonst verursacht, taucht auf dem Preisschild der Uhren nicht auf.
Reicht dir das – Hardware kaufen, deren Funktionen erst später und zunächst auf Englisch kommen –, oder wartest du beim Kauf ab, bis Geräuscherkennung und Siri Recap auf Deutsch laufen? Schreib uns in die Kommentare, worauf du wartest.



