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Apple verschärft Regeln für medizinische Apps im Store

Milan Jovicic by Milan Jovicic
27. März 2026 - 00:25 CET
in Apple News
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Apple App Store

Bild: SashaMagic / DepositPhotos.com

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Apple erweitert die Anforderungen für App-Entwickler im Bereich Gesundheit und Medizin. Künftig muss im App Store klar ersichtlich sein, ob eine Anwendung als reguliertes Medizinprodukt gilt. Die Regelung betrifft den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), das Vereinigte Königreich sowie die Vereinigten Staaten und verändert sowohl die Darstellung im App Store als auch die Pflichten für Entwickler.

Gesundheits-Apps übernehmen immer häufiger Aufgaben, die früher ausschließlich medizinischem Fachpersonal vorbehalten waren. Sie unterstützen bei der Diagnose, überwachen Werte oder begleiten Therapien. Mit dieser Entwicklung steigt auch der Bedarf an klaren regulatorischen Rahmenbedingungen.

Apple reagiert darauf mit einer strukturierten Kennzeichnungspflicht. Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, welche Apps medizinisch reguliert sind und welche nicht. Gleichzeitig werden Entwickler verpflichtet, ihre Anwendungen transparenter zu dokumentieren und behördlich einzuordnen.

Kennzeichnung im App Store

Apple hat angekündigt, dass App-Store-Produktseiten künftig anzeigen, ob es sich bei einer App um ein reguliertes Medizinprodukt handelt. Diese Kennzeichnung wird einheitlich in folgenden Regionen sichtbar sein:

  • Europäischer Wirtschaftsraum (EWR)
  • Vereinigtes Königreich
  • Vereinigte Staaten

Damit wird der medizinische Status einer App direkt für Nutzer erkennbar gemacht.

Definition regulierter Medizinprodukte

Laut Apple gelten Apps als regulierte Medizinprodukte, wenn sie für medizinische Zwecke eingesetzt werden. Dazu zählen Anwendungen, die:

  • Krankheiten diagnostizieren
  • gesundheitliche Probleme verhindern
  • physiologische Zustände überwachen
  • Behandlungen unterstützen oder durchführen

Diese Apps können entweder eigenständig funktionieren oder Teil eines umfassenderen medizinischen Systems sein.

Einbindung von Aufsichtsbehörden

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Regelung ist die Verknüpfung mit behördlichen Anforderungen. Apps, die als Medizinprodukte gelten, können eine Registrierung oder Zulassung durch zuständige Behörden benötigen. Dazu gehört unter anderem die Food and Drug Administration in den USA.

Auch in Europa und im Vereinigten Königreich gelten entsprechende regulatorische Vorgaben, die eingehalten werden müssen.

Verpflichtende Angaben im App Store

Für Apps, die als regulierte Medizinprodukte eingestuft sind, werden im App Store zusätzliche Informationen angezeigt. Dazu gehören:

  • EU-Hersteller-SRN oder FDA-Betreibernummer
  • eine URL mit Gebrauchsanweisungen
  • detaillierte Gebrauchsanweisungen
  • Sicherheitsinformationen

Diese Angaben sollen die Nutzung sicherer machen und die Einordnung der App erleichtern.

Neue Pflichten für Entwickler

Entwickler, die Gesundheits-, Fitness- oder Medizin-Apps im EWR, im Vereinigten Königreich oder in den USA anbieten, müssen den Status ihrer App in „App Store Connect“ angeben. Zusätzlich sind die entsprechenden behördlichen Informationen erforderlich.

Die Pflicht gilt auch für Apps, die im Altersfreigabe-Fragebogen als Anwendungen mit häufigen Verweisen auf medizinische oder behandlungsbezogene Inhalte eingestuft werden.

Zeitplan und Fristen

Apple hat klare Vorgaben zur Umsetzung definiert:

  • Ab sofort: Neue Apps müssen den Status als reguliertes Medizinprodukt angeben, wenn sie die Kriterien erfüllen
  • Bis Anfang 2027: Bestehende Apps müssen den Status nachträglich hinterlegen

Wer diese Vorgaben nicht erfüllt, muss mit Einschränkungen rechnen. Entwickler, die bis Anfang 2027 keinen Status angeben, können keine Updates für ihre Apps mehr einreichen.

Weitere Informationen

Apple verweist für detaillierte Vorgaben und technische Umsetzung auf die eigene Entwickler-Website. Dort sind weiterführende Informationen zur Kennzeichnung und zu den regulatorischen Anforderungen verfügbar.

Apples neue Regeln bringen Klarheit für medizinische Apps

Die neue Kennzeichnungspflicht von Apple bringt mehr Struktur in den Umgang mit medizinischen Apps im App Store. Der medizinische Status wird transparent dargestellt, während Entwickler stärker in die Pflicht genommen werden.

Die Kombination aus klaren Kriterien, verpflichtenden Angaben und festen Fristen zeigt, dass Apple den Gesundheitsbereich konsequent reguliert. Für Entwickler bedeutet das eine stärkere Orientierung an gesetzlichen Vorgaben und eine genauere Einordnung ihrer Anwendungen im medizinischen Kontext. (Bild: SashaMagic / DepositPhotos.com)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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