Im App Store steht eine weitere Ausweitung der Werbung bevor. Ab März 2026 wird Apple zusätzliche Anzeigen in den Suchergebnissen einführen. Der Start erfolgt zunächst in einzelnen Ländern, die globale Ausdehnung ist jedoch bereits fest eingeplant. Für viele Nutzer bedeutet das eine weitere Veränderung der App-Suche, bei der bezahlte Inhalte noch sichtbarer werden.
Werbung gehört im Apple-Ökosystem schon lange dazu. Während Apples eigene Produkt- und Markenkampagnen meist hochwertig inszeniert sind, wird Werbung im App Store selbst oft als störend empfunden. Schon bisher sind Anzeigen fester Bestandteil der Suche. Mit den neuen Maßnahmen baut Apple diesen Bereich weiter aus und macht klar, dass der App Store zunehmend auch als Werbeplattform genutzt wird.
Mehr Werbung im App Store ab März 2026
Apple hat Entwickler in dieser Woche darüber informiert, dass ab dem 3. März 2026 zusätzliche Anzeigen in den Suchergebnissen des App Store geschaltet werden. Sichtbar werden diese zunächst für Nutzer in Großbritannien und Japan. Voraussetzung ist, dass auf den Geräten iOS 26.2 oder höher beziehungsweise iPadOS 26.2 oder höher installiert ist.
Die neuen Anzeigen erscheinen direkt in den Suchergebnissen und ergänzen die bereits vorhandenen Werbeformate. Damit rücken bezahlte App-Platzierungen noch stärker in den Fokus, sobald nach bestimmten Begriffen gesucht wird.
Schrittweise Ausweitung auf weitere Märkte
Die Einführung der zusätzlichen Werbung ist nicht auf Großbritannien und Japan beschränkt. Laut Apple sollen die neuen Anzeigenplätze bis Ende März 2026 auch für App-Store-Nutzer in allen anderen Märkten verfügbar sein. Es handelt sich also um eine schrittweise globale Ausweitung.
Überraschend kommt dieser Schritt nicht. Apple hatte bereits im Dezember 2025 angekündigt, das Werbeangebot im App Store weiter auszubauen. Die jetzige Umsetzung folgt genau diesem angekündigten Plan.
So funktionieren die neuen Anzeigen
Auf der Website von Apple heißt es, dass die zusätzlichen Anzeigen eingeführt werden, um Werbetreibenden mehr Möglichkeiten zu bieten, App-Downloads über Suchergebnisse zu generieren. Für Entwickler und Werbetreibende bedeutet das zunächst keinen zusätzlichen Aufwand.
Apple betont, dass keine speziellen Maßnahmen erforderlich sind, damit Apps in den neuen Anzeigenplätzen erscheinen. Die Ausspielung der Werbung erfolgt automatisch. Grundlage dafür sind Schlüsselwörter, mit denen Suchanfragen der Nutzer mit passenden Anzeigen abgeglichen werden. Entwickler können nicht erzwingen, dass ihre Apps bei inhaltlich unpassenden Suchanfragen beworben werden.
Anzeigenformate und Abrechnung
Standardanzeigen basieren weiterhin auf der jeweiligen Produktseite einer App im App Store. Zusätzlich bietet Apple Entwicklern die Möglichkeit, sogenannte Anzeigenvarianten zu erstellen. Mit diesen Varianten lassen sich Anzeigenmotive gezielt auf bestimmte Zielgruppen oder Keyword-Themen ausrichten.
An der Abrechnung ändert sich nichts. Die bestehenden Kostenmodelle für Apple Ads bleiben unverändert, auch wenn die Anzeigen künftig an weiteren Stellen innerhalb der Suche ausgespielt werden.
Werbung im App Store ist kein neues Thema
Die aktuelle Erweiterung ist nicht das erste Mal, dass Apple den App Store mit mehr Werbung ausstattet. Bereits im Oktober 2022 wurden Anzeigen im Bereich „Heute“ eingeführt. Dieser Schritt sorgte damals ebenfalls für Kritik, da der Bereich zuvor redaktionell geprägt war.
Ein weiterer Hinweis auf die wachsende Bedeutung von Werbung war die Umbenennung von „Apple Search Ads“ in „Apple Ads“ im April 2025. Der neue Name macht deutlich, dass sich das Werbeangebot nicht mehr nur auf die Suche beschränkt, sondern breiter aufgestellt ist.
Ab März 2026 rückt Werbung im App Store stärker in den Fokus
Mit den neuen Anzeigenplätzen setzt Apple seinen Kurs konsequent fort und macht den App Store zu einer noch stärker werbegeprägten Plattform. Ab März 2026 werden Suchergebnisse zunehmend von bezahlten Inhalten begleitet, zunächst in Großbritannien und Japan, wenig später weltweit. Für Apple eröffnen sich zusätzliche Einnahmequellen, während sich für Nutzer die App-Suche weiter verändert und Werbung im App Store noch präsenter wird. (Bild: Shutterstock / Tada Images)
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