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Mehr als zwei Jahre nach dem Start in den USA soll Apple Intelligence im Dezember auch in China ankommen. Die neue Siri AI bleibt dort allerdings außen vor, ebenso ein Teil der übrigen Funktionen. Damit fehlt die Assistenz in einem zweiten großen Markt.
Apple plant laut einem Bericht von Bloomberg, Apple Intelligence im Dezember mit iOS 27.3 in China freizuschalten. Bloomberg stützt sich auf Personen mit Kenntnis der Pläne. Siri AI und weitere in diesem Jahr angekündigte Funktionen sollen beim Start fehlen.
Der Weg dorthin war lang. Im Juli hatte die chinesische Internetaufsicht Apples geräteseitigen KI-Dienst registriert, einen Starttermin gab es damals nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple Intelligence soll im Dezember mit iOS 27.3 in China starten.
- Zum Start gehören Genmoji, Zusammenfassungen von Mitteilungen, Schreibtools und das Bereinigen-Werkzeug in Fotos.
- Siri AI, Apples eigene Bildgenerierung und weitere neue Funktionen fehlen.
- Die Sprachmodelle kommen von Alibaba, Baidu ist laut Bericht nur an Suche und Siri beteiligt.
Was zum Start dabei ist und was fehlt
Laut Bloomberg umfasst der Start in China Genmoji, Zusammenfassungen von Mitteilungen, die Schreibtools und das Bereinigen-Werkzeug in Fotos. Apples eigene Werkzeuge zur Bilderzeugung sind nicht dabei, die Textfunktionen sollen in manchen Apps eingeschränkt sein.
Die Modelle liefert Alibaba, darunter das Sprachmodell Qwen und das Bildmodell Tongyi Wanxiang. Von Alibaba stammen laut Bloomberg auch die Schutzmechanismen, einschließlich eines Filters, über den die Regierung laufende Aktualisierungen der Modelle freigeben kann. Baidu arbeitet dem Bericht zufolge nur an Funktionen für Suche und Siri.
Die Freigaben liegen inzwischen vor
Die Genehmigungen für neuere iPhones hat Apple laut Bloomberg am 29. September erhalten. Die South China Morning Post berichtet zudem, dass die aktualisierten Netzzulassungen des chinesischen Industrieministeriums für iPhone Duo, iPhone 18 Pro und mehrere ältere Modelle inzwischen drei KI-Systeme aufführen: Apple Intelligence, Qwen und Tongyi Wanxiang.
| Datum | Schritt |
|---|---|
| 31. März 2026 | Apple Intelligence taucht kurzzeitig ohne Freigabe in China auf |
| Juli 2026 | Registrierung durch die Internetaufsicht |
| August 2026 | Bericht über ein gemeinsam mit Alibaba trainiertes Modell |
| 29. September 2026 | Genehmigungen für neuere iPhones laut Bloomberg |
| Dezember 2026 | geplanter Start mit iOS 27.3 |
Bloomberg ist bei Apples Plänen eine der am besten vernetzten Quellen, der Bericht beruht aber auf Personen aus dem Umfeld und nicht auf einer Ankündigung. Die erteilten Zulassungen sind dagegen durch einen zweiten, unabhängigen Bericht gestützt.
Zwei Märkte ohne Siri AI auf dem iPhone
Ich halte den Bericht vor allem deshalb für bemerkenswert, weil Apple Intelligence damit in zwei großen Märkten ohne die neue Assistenz auf dem iPhone läuft. Siri AI baut auf einem angepassten Gemini-Modell von Google auf, und Dienste von Google sind in China nicht verfügbar. Ein im August bekannt gewordenes Modell, das Apple gemeinsam mit Alibaba für China trainiert haben soll, ersetzt das offenbar noch nicht.
In der EU fehlt Siri AI auf iPhone und iPad aus anderen Gründen, Apple verweist dort auf den DMA. Nach aktuellem Stand dauert der Start auf EU-iPhones wohl noch Monate. Die Schweiz betrifft das nicht, weil der DMA dort nicht gilt. In Deutschland und Österreich laufen die übrigen Funktionen von Apple Intelligence wie gewohnt, nur Siri AI fehlt auf dem iPhone, so wie es in China ab Dezember sein soll.
Glaubst du, dass Siri AI zuerst in China oder zuerst auf iPhones in der EU ankommt? Schreib uns deine Prognose in die Kommentare.





