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In den Versionshinweisen stand er schon: ein KI-Assistent, der in Pages Entwürfe schreibt, in Keynote Folien baut und in Numbers Formeln erstellt. Nutzen lässt er sich aber nicht. Apple hat das Update kurz nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen.
Mit Version 15.4.1 von Pages, Keynote und Numbers hat Apple einen „Intelligent Assistant“ angekündigt, als Beta für Abonnenten von Apple Creator Studio. Laut den Versionshinweisen funktioniert er nur auf US-Englisch und setzt ein Gerät mit Apple Intelligence sowie iOS 27 oder iPadOS 27 voraus.
Kurz nach der Veröffentlichung hat Apple das Update wieder entfernt. Laut Macworld waren die drei Apps danach im US-amerikanischen App Store gar nicht mehr zum Download verfügbar. Der Autor hatte Pages 15.4.1 zuvor mit aktivem Creator-Studio-Abo installiert, den Assistenten aber nicht gefunden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Versionshinweise zu Pages, Keynote und Numbers 15.4.1 kündigen einen KI-Assistenten als Beta an.
- Auch mit Abo ließ sich der Assistent nach dem Update nicht nutzen.
- Apple hat das Update zurückgezogen, die drei Apps sind im App Store in den USA und in Deutschland derzeit nicht auffindbar.
- Angekündigt ist der Assistent nur für US-Englisch.
Was die Versionshinweise versprechen
Apple beschreibt den Assistenten in allen drei Apps als Helfer, der das jeweilige Dokument versteht. Er soll beim Einstieg Tipps geben, fortgeschrittene Funktionen erklären und Vorschläge machen. In jeder App soll er zudem aktuelle Informationen zu einem Thema suchen und ins Dokument übernehmen können.
| App | Was der Assistent laut Apple können soll |
|---|---|
| Pages | ersten Entwurf beginnen, Text bearbeiten und gliedern, Abschnitte entwerfen, Ton anpassen, Bilder und Formen erzeugen |
| Keynote | Präsentation aufbauen, Animationen hinzufügen, Folien verfeinern, Folien, Vortragsnotizen, Bilder und Formen erzeugen |
| Numbers | Erkenntnisse aus Daten ziehen, komplexe Formeln bauen, Daten visualisieren, Tabellen erzeugen, Diagramme vorschlagen |
Gesteuert werden soll alles in natürlicher Sprache. Im September hatte Apple für Keynote bereits eine intelligente Erstellung von Folien eingeführt, die passende Bilder erzeugt. Der Assistent würde deutlich weiter gehen und erstmals alle drei Apps abdecken.
Abonnenten sollen außerdem neue Vorlagen und Designs sowie Videos aus dem Content Hub bekommen. Für alle Nutzer nennen die Versionshinweise von Keynote das neue Interchange Format .keyx, ein offenes Dateiformat als Beta, mit dem sich Präsentationen leichter außerhalb der App weiterverarbeiten lassen sollen.
Update angekommen, Apps verschwunden
Im deutschen App Store war das Update ebenfalls erhältlich. Auf meinem iPhone kamen alle drei Apps mit Version 15.4.1 an, die Versionshinweise standen dort nur auf Englisch. Die installierten Apps lassen sich weiterhin öffnen.
Auch hierzulande sind die Apps inzwischen verschwunden. Über den Browser sind Pages, Keynote und Numbers im deutschen App Store normalerweise auffindbar, am Donnerstagabend fand ich dort keine der drei Apps mehr. Wer sie neu installieren will, muss also warten, bis Apple sie wieder freigibt.
Mehrere Berichte stimmen darin überein, dass der Assistent nach dem Update nicht auftauchte, auch nicht mit Abo. Die Versionshinweise beschreiben also eine Funktion, die bei Veröffentlichung noch nicht freigeschaltet war.
Nicht der erste Eingriff in diesem Jahr
Im April hatte Apple bereits die älteren Versionen von Pages, Keynote und Numbers aus dem Mac App Store genommen. Bestehende Installationen funktionierten dabei weiter.
Die aktuellen Apps sind seit Anfang des Jahres zweigeteilt: Die Grundversionen bleiben kostenlos, Zusatzfunktionen gibt es nur mit Creator Studio. Seither hat Apple die Marke iWork von seiner Website entfernt, die drei Apps erscheinen dort nur noch einzeln.
Für deutsche Nutzer doppelt weit weg
Creator Studio kostet in Deutschland 12,99 Euro im Monat oder 129 Euro im Jahr, für Studierende und Lehrende 2,99 Euro oder 29 Euro. Der Assistent wäre das bisher stärkste Argument für das Abo bei den Office-Apps. Selbst wenn Apple ihn freischaltet, steht er laut Versionshinweisen nur auf US-Englisch zur Verfügung.
Wer Creator Studio vor allem wegen Pages, Keynote und Numbers erwägt, kann deshalb in Ruhe abwarten. Für die Entscheidung zählt, was das Abo heute leistet und wo die Nutzungsgrenzen der KI-Funktionen in Creator Studio liegen, nicht eine angekündigte Beta.
Würdest du einen KI-Assistenten in Pages oder Numbers auch auf Englisch nutzen – oder wird er für dich erst mit deutscher Sprache interessant? Schreib uns in die Kommentare, für welche App du ihn am ehesten brauchst.





