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Apple stellt neue Technik für personalisierte KI vor

Milan Jovicic by Milan Jovicic
19. Juni 2025 - 17:55 CEST
in Apple News
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Apple KI

Bild: Shutterstock / NRSPro

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Viele nutzen heute KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini, um E-Mails, Zusammenfassungen oder andere Texte erstellen zu lassen. Das spart Zeit – hat aber einen Haken: Die Ergebnisse wirken oft generisch. Auch mit klaren Anweisungen trifft die KI den persönlichen Stil selten auf Anhieb. Apple will das ändern und hat jetzt eine neue Technik vorgestellt, die genau dieses Problem adressiert.

In einer Forschungsarbeit, die im Juli 2025 auf der International Conference on Machine Learning (ICML) vorgestellt wird, beschreibt Apple ein neues System namens PROSE. Es steht für “Preference Reasoning by Observing and Synthesizing Examples”. Ziel ist es, großen Sprachmodellen beizubringen, aus vorhandenen Schreibproben den individuellen Stil eines Nutzers zu erkennen und bei neuen Texten möglichst genau nachzuahmen.

Was PROSE anders macht als andere Ansätze

Bisherige Methoden, wie Prompt Engineering oder Reinforcement Learning mit menschlichem Feedback, haben ihre Grenzen. Nutzer müssen viele Einstellungen manuell vornehmen oder Vorschläge nachträglich überarbeiten. PROSE geht einen anderen Weg. Es erstellt ein internes, interpretierbares Stilprofil auf Basis echter Schreibbeispiele des Nutzers. Das funktioniert in zwei Schritten:

  • Iterative Verfeinerung: Die KI erzeugt Texte und vergleicht sie mit den echten Texten des Nutzers. Anhand der Abweichungen passt sie ihr Stilprofil an. Dieser Prozess wiederholt sich, bis die neue Antwort dem Originalstil möglichst nahekommt.
  • Konsistenzprüfung: Damit sich die KI nicht an einem einzelnen Beispiel orientiert, prüft sie, ob stilistische Merkmale – zum Beispiel „kurze Sätze“ oder „informeller Ton“ – in mehreren Texten vorkommen. So entsteht ein robusteres Profil, das typische Merkmale des persönlichen Stils widerspiegelt.

Bedeutung für Apple Intelligence

In der Veröffentlichung werden keine konkreten Apple-Produkte erwähnt, aber der Bezug zur eigenen KI-Plattform liegt nahe. Apple baut gerade „Apple Intelligence“ auf – eine Sammlung an Funktionen, die KI systemweit auf Apple-Geräten verfügbar machen sollen. Personalisierung spielt dabei eine große Rolle. Mit PROSE könnte Apple sicherstellen, dass generierte Texte natürlicher und individueller klingen – egal ob in Mails, Notizen oder in Drittanbieter-Apps. Denn mit dem neuen Framework „Foundation Models“ will Apple es Entwicklern ermöglichen, direkt auf lokale KI-Modelle zuzugreifen. Das schafft die technische Grundlage für plattformübergreifende, personalisierte Schreibassistenten.

Der neue Benchmark: PLUME

Zusätzlich stellt Apple einen neuen Benchmark-Datensatz vor: PLUME (Preference Learning from User Emails and Memos). Er ersetzt den älteren PRELUDE-Datensatz und soll realistischer abbilden, wie Nutzer tatsächlich schreiben. PLUME behebt typische Schwächen früherer Testdaten – etwa unklare Präferenzdefinitionen oder Aufgaben, die wenig mit echter Textproduktion zu tun haben. Mit PLUME testeten die Forscher verschiedene Systeme:

  • PROSE
  • CIPHER, ein früheres System zur Stil-Anpassung
  • Standardmethoden des In-Context Learning (ICL)

PROSE schnitt in diesen Tests deutlich besser ab: Im Vergleich zu CIPHER lag die Verbesserung bei rund 33 Prozent. Auch gegenüber ICL lieferte PROSE bessere Ergebnisse, vor allem in Kombination mit leistungsstarken Modellen wie GPT-4o. Die Forscher stellten außerdem fest, dass eine Kombination von PROSE und ICL die besten Resultate brachte – mit bis zu 9 Prozent Leistungszuwachs gegenüber ICL allein.

Einordnung in den allgemeinen Trend

Apple positioniert sich mit PROSE innerhalb eines größeren Trends in der KI-Forschung: Systeme sollen nicht nur funktional korrekt sein, sondern auch den individuellen Nutzer besser widerspiegeln. Methoden wie Präferenzmodellierung, kontextbasierte Eingabeaufforderungen oder Feinabstimmung auf dem Gerät sollen genau das ermöglichen. Ziel ist eine KI, die nicht nur intelligent wirkt, sondern sich tatsächlich anpasst – an den Stil, die Sprache und die Vorlieben des Einzelnen. Personalisierung spielt dabei nicht nur für den Nutzerkomfort eine Rolle, sondern auch wirtschaftlich, weil sie die Bindung an Plattformen erhöht.

  • Apple verfolgt neue KI-Strategie bei Chipentwicklung

Apple setzt auf echten Stil statt Standardantworten

Mit PROSE zeigt Apple, wie KI-Nutzung natürlicher und individueller werden kann. Die Technik analysiert reale Schreibbeispiele und passt sich daran an – ohne dass du dafür viele manuelle Vorgaben machen musst. Unterstützt wird das Ganze durch einen neuen, praxisnahen Benchmark-Datensatz. Auch wenn Apple in der Studie keine konkreten Produkte nennt, deutet alles darauf hin, dass PROSE ein zentraler Baustein für personalisierte Funktionen in Apple Intelligence sein wird. Damit könnte die Textgenerierung auf Apple-Geräten in Zukunft deutlich näher an deinem eigenen Stil liegen. (Bild: Shutterstock / NRSPro)

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Tags: Apple DiensteApple IntelligenceTechPatient
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Milan Jovicic

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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